Es ist selten, dass eine Fortsetzung mit solch einer Spannung erwartet wird: Nach dem großen Erfolg von „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ kommt nun der nächste Teil von Joachim Meyerhoffs gefeierter autobiografischer Reihe in die Kinos. Ab diesem Donnerstag nimmt uns Regisseur Simon Verhoeven in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ mit auf eine Reise, die gleichermaßen von brüllender Komik und tiefer Melancholie geprägt ist. Wir verraten euch, warum dieser Film über das Erwachsenwerden und die Exzentrik des Alters das erste große deutsche Kino-Highlight des Jahres ist.
Für die Inszenierung dieses Bestsellers hat sich ein echtes Traumteam zusammengefunden. Simon Verhoeven, der mit Filmen wie „Willkommen bei den Hartmanns“ und „Männerherzen“ ein Händchen für erfolgreiche Stoffe mit Herz und Humor bewiesen hat, führt Regie und versammelt einen hochkarätigen Cast vor der Kamera. Die Dreharbeiten, die das Team unter anderem nach München führten, waren dabei durchaus intensiv, um den Spagat zwischen den absurden Theaterübungen der Schauspielschule und der bürgerlichen Villa-Atmosphäre authentisch einzufangen. Besonders die Chemie zwischen den Generationen steht im Mittelpunkt: Der Film zelebriert nicht nur die skurrilen Anekdoten aus Meyerhoffs Jugend, sondern setzt vor allem den Großeltern ein liebevolles, wenn auch etwas verschrobenes Denkmal. Es ist eine Geschichte über das Scheitern, das Weitermachen und die Erkenntnis, dass das wahre Drama oft nicht auf der Bühne, sondern am Frühstückstisch stattfindet.
Inhalt: Der 20-jährige Joachim (Bruno Alexander) kann sein Glück kaum fassen: Völlig unerwartet wird er an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München angenommen. Doch der Traum vom Schauspielstudium entpuppt sich schnell als bizarre Herausforderung, bei der er lernen soll, ein Tier zu verkörpern oder seine innere Mitte zu finden, während er sich eigentlich nur vollkommen fehl am Platz fühlt. Da er sich keine eigene Wohnung leisten kann, zieht er zu seinen Großeltern in deren herrschaftliche Villa im Stadtteil Nymphenburg.
Das Zusammenleben mit der ehemaligen Schauspiel-Diva Inge (Senta Berger) und dem emeritierten Philosophie-Professor Hermann (Michael Wittenborn) folgt ganz eigenen, strengen Ritualen. Der Tag wird durchgetaktet von philosophischen Debatten und einem Alkoholkonsum, der bereits am Vormittag mit Champagner beginnt und abends mit Rotwein endet. Während Joachim (Bruno Alexander) tagsüber an den eigenwilligen Lehrmethoden seiner Dozenten verzweifelt und versucht, seine Rolle im Leben zu finden, wird die Villa der Großeltern zu einem seltsamen Rückzugsort. Zwischen den Exzessen der Schauspielschule und der liebevollen, aber auch „entsetzlichen“ Lücke, die das Alter und der Verlust bei seinen Großeltern hinterlassen, reift Joachim langsam zu dem Menschen heran, der er sein möchte.
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