Wer mich schon ein wenig kennt, weiß von mir, dass ich nicht nur spektakuläre Action, düsteren Grusel, blutigen Horror oder zynischen Humor im Film mag, sondern mir auch gerne mal Dramen anschaue. Dabei ist nicht jeder Film unbedingt so herausragend wie etwa „Forrest Gump“, „Million Dollar Baby“ oder „Die Verurteilten“, aber auch Filme wie z.B. „Die fabelhafte Welt der Amelie“, „Vincent will Meer“ oder“Ganz weit hinten“ sind empfehlenswerte Filme, die von Genrefans geschätzt werden und die auch nach mehreren Durchläufen nicht langweilig werden. Aus der zweiten Reihe meldet sich auch „Der Buchladen von Florence Green“, ein eher ruhiger Film, der aber zu überzeugen weiß. Wie? Das erfahrt ihr im Review:
Story:

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„Der Buchladen von Florence Green“ braucht dabei nicht viel. Da gibt es keine reißerischen Überraschungen, nein, da reichen ein paar geschickt platzierte überraschende Wendungen. Damit bleibt der Film immer noch in sich authentisch.
Dazu kommt der grandios besetzte Cast, bei dem die 3 Hauptdarsteller Emily Mortimer (The Newsroom, Der rosarote Panther, Lars und die Frauen), Patricia Clarkson (Maze Runner Trilogie, Zwei an einem Tag) und Bill Nighy (Best Exotic Marigold Hotel, Tatsächlich… Liebe, Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt) die komplette Story tragen. Nur nebenbei erwähnt: Witzigerweise haben Patricia Clarkson und Emily Mortimer bereits in einigen Filmen zusammen gespielt, wie etwa auch in „The Party“, „Shutter Island“ oder 2Lars und die Frauen“.

Bild:
Das Bild sieht wirklich sehr gut aus. Der Film liegt dabei im Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor, füllt also den Fernseher beinahe aus. Die Schärfe bewegt sich auf einem sehr gute Niveau, auch wenn das Bild stellenweise auch mal ein wenig weicher ausgefallen ist. Die Farben sind erkennbar kühl gehalten, was aber wohl stilmittelbedingt so gewählt wurde, um das England der 50er Jahre visuell wiederzuspiegeln. Der Kontrast ist ausgewogen. Stellenweise kommt sogar etwas Plastizität auf. Der Schwarzwert bildet dabei ein sattes Schwarz ab. Beeinträchtigungen sind nicht wirklich im störenden Ausmaß aufgefallen. Selbst Kompressionsspuren sind nicht ersichtlich gewesen.
Ton:
Der Ton liegt verlustfrei codiert in DTS HD Master Audio 5.1 auf deutsch und englisch auf der Blu-ray vor. Insgesamt ist der Film zwar eher frontlastig ausgefallen, aber hier und da gibt es auch einige diffuse Surround Effekte, wie etwa beim Empfang von Violet Gamart, wobei auch der Score über sämtliche Kanäle wiedergegeben wird. Der Bass ist dabei eher zurückhaltend, wobei damit eine dennoch stimmige Klangkulisse erzeugt wird. Die Dynamik bietet einen guten Umfang, während dank der klaren Transparenz die Dialoge stets deutlich zu verstehen sind.
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(Sascha Hennenberger)