Es gibt Phasen im Leben, da benehmen sich Eltern plötzlich seltsamer als ihre pubertierenden Kinder. Genau diesen wunderbaren Wahnsinn fängt Erfolgsregisseur Sönke Wortmann in seiner neuen Komödie „Die Ältern“ ein, die ab diesem Donnerstag die deutschen Kinos erobert. Basierend auf dem Bestseller von Jan Weiler, erwartet uns ein humorvoller, aber auch entlarvender Blick auf das moderne Familienleben, bei dem kein Stein auf dem anderen bleibt. Wir verraten euch, warum dieser Film der perfekte Spiegel für alle ist, die glaubten, das Familienchaos im Griff zu haben.
Nach Hits wie „Der Vorname“ und „Eingeschlossene Gesellschaft“ beweist Sönke Wortmann erneut sein Gespür für gesellschaftliche Reizthemen und pointierte Dialoge. Diesmal nimmt er sich die Generation der sogenannten „Spätboomer“ vor – Eltern, die es eigentlich nur gut meinen, dabei aber gnadenlos über das Ziel hinausschießen. In der Hauptrolle glänzt Sebastian Bezzel, der hier sein Eberhofer-Image ablegt und als überfürsorglicher Helikopter-Vater zur Hochform aufläuft. An seiner Seite spielt Anna Schudt die Ehefrau, die genug vom harmonischen Stillstand hat. Der Film lebt von der Situationskomik, wenn tradierte Rollenbilder auf den Kopf gestellt werden und die Kinder plötzlich vernünftiger wirken als ihre Erzeuger. Es ist eine charmante Abrechnung mit der Selbstzufriedenheit des Mittelstandes, die zeigt, dass man manchmal erst alles verlieren muss, um sich neu zu finden.
Inhalt: Für den Schriftsteller Hannes (Sebastian Bezzel) ist die Welt in Ordnung: Er hat ein schönes Haus im Grünen, die Kinder sind fast erwachsen, und er genießt seine Rolle als verständnisvoller Familienvorstand. Dass seine besten Jahre als Bestsellerautor vorbei sind, stört ihn kaum, solange er seine Liebsten mit gut gemeinten Ratschlägen und übertriebener Fürsorge beglücken kann. Doch seine Frau Sara (Anna Schudt) sowie die Kinder Carla (Kya-Celina Barucki) und Nick (Philip Müller) sehen das ganz anders. Sie sind von Hannes’ bräsiger Gemütlichkeit und seiner ständigen Präsenz zunehmend genervt.
Die Situation eskaliert, als Sara eine radikale Entscheidung trifft: Sie fordert eine Auszeit von der Ehe. Doch anstatt alleine zu ziehen, gründet sie kurzerhand eine Wohngemeinschaft mit der gemeinsamen Tochter Carla. Hannes fällt aus allen Wolken und bleibt verdutzt mit seinem Sohn Nick in der viel zu großen Familienvilla zurück. Sein perfekt geordnetes Leben liegt in Trümmern, und er versinkt in Selbstmitleid – bis er zufällig Vanessa (Judith Bohle) begegnet. Die Begegnung könnte der nötige Tritt in den Hintern sein, den Hannes braucht, um endlich seine Komfortzone zu verlassen und zu begreifen, dass auch „Ältern“ noch erwachsen werden können.
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