„Extrawurst“: Wenn der Vereinsgrill zur Glaubensfrage wird | Studiocanal

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Es ist das Gipfeltreffen der deutschen Comedy-Giganten: Erstmals stehen Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst gemeinsam vor der Kamera und zünden in der Gesellschaftssatire „Extrawurst“ ein Pointenfeuerwerk. Ab dem 15. Januar verwandelt sich die Leinwand in einen Schauplatz absurder Debatten, der beweist, wie schnell die dünne Decke der Zivilisation über einem Holzkohlegrill schmelzen kann. Wir verraten, warum diese Verfilmung des gefeierten Theater-Hits genau die richtige Dosis Humor für den Start ins Kinojahr liefert.

Basierend auf dem gleichnamigen Bühnenerfolg der „Stromberg“-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, bringt Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt, ist länger tot“) den typisch deutschen Vereinswahnsinn auf den Punkt. Der Film lebt dabei vor allem von seinem grandiosen Ensemble. Dass Hape Kerkeling nach seiner Leinwandpause als engstirniger Vereinsvorsitzender zurückkehrt und sich Wortgefechte mit dem sarkastischen Christoph Maria Herbst liefert, ist ein echter Casting-Coup. „Extrawurst“ demaskiert mit bissigem Witz und hoher Schlagzahl, wie schnell Toleranz in Vorurteile umschlagen kann, wenn es um das Eingemachte – oder in diesem Fall das Gegrillte – geht.

Inhalt: Eigentlich soll es eine ganz normale Mitgliederversammlung des Tennisclubs in der deutschen Provinz werden. Der Vorsitzende Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling) möchte die Sitzung wie gewohnt zügig und harmonisch über die Bühne bringen. Einziger verbliebener Tagesordnungspunkt: Die Anschaffung eines neuen Vereinsgrills für die gemeinsamen Feiern. Die Zustimmung scheint reine Formsache zu sein, bis ein Vorschlag die Runde macht, der die Gemüter unerwartet erhitzt.

Es wird angeregt, einen zweiten, separaten Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs, Erol Oturan (Fahri Yardim), zu kaufen, damit dieser seine Würstchen nicht auf demselben Rost wie das Schweinefleisch braten muss. Was als gut gemeinte Geste der Inklusion beginnt, tritt eine Lawine der Entrüstung los. Plötzlich prallen Atheisten und Gläubige, Besserwisser wie Torsten Pfaff (Christoph Maria Herbst) und Gutmenschen frontal aufeinander. Auch Melanie Pfaff (Anja Knauer) und Matthias Scholz (Friedrich Mücke) werden in den Strudel der Diskussion gezogen, der schon bald nichts mehr mit Grillgut zu tun hat, sondern die Risse im gesellschaftlichen Miteinander und im Verein schonungslos offenlegt.

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Ab 15. Januar im Kino.

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