Basic Instinct – 4K UHD Review | Studiocanal | 16.06.2021

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Am 17. Juni 2021 kommt „Basic Instinct“ auf 4K UHD im Steelbook, auf Blu-ray und DVD in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Mit einem weißen Seidenschal am Bett gebunden, wird der Rockstar Johnny Boz tot aufgefunden. Die Ursache, mehrere Einstiche mit einem Eispickel. Seine Freundin Catherine Tramell gerät sofort in den Fokus der Ermittlungen. Die wohlhabende Schriftstellerin beschreibt in ihrem letzten Buch genau den selben Tatvorgang. Der Detective Nick Curran beginnt seine Ermittlungen gegen Catherine, die davon scheinbar unbeeindruckt ist. Zudem überrascht sie den Detective mit Informationen aus seinem eigenen Leben, wodurch sich die Frage stellt, wer ermittelt hier gegen wen. Nick ist zunehmend fasziniert von der kühlen Catherine. Er entdeckt zwar einige dunkle Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit, das hält ihn aber nicht davon ab, sich auf eine Affäre mit ihr einzulassen.

Ist das alles nur ein Spiel von Catherine, um Nick auf ihre Seite zu ziehen? Denn er geht mit der Beziehung zu ihr ein großes Risiko ein, kann er seine Arbeit überhaupt noch unvoreingenommen fortsetzen oder ist er längst zu ihrem Spielball geworden?

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Eindruck

Regisseur Paul Verhoeven schuf mit „Basic Instinct“ einen Erotikthriller, dem schnell der Ruf Skandalfilm anhaftete. Und das nicht nur wegen seiner freizügigen Art der zwischenmenschlichen Beziehung. Allerdings war das von Paul Verhoeven auch irgendwie zu erwarten, der mit Filmen wie „Türkische Früchte“, „RoboCop“ oder „Total Recall“ nicht nur extreme Aufmerksamkeit erregte, sondern auch immer mal bei Kritikern aneckte. Filmfans dagegen bejubelten die brutalen Actionszenen, die häufig auch Augenzwinkernd und karikativ inszeniert worden sind. Dennoch ist seine Gewaltdarstellung sicherlich nicht jedermanns Sache.

Beim Cast hat er mit Michael Douglas (Nick Curran) einen nicht nur erfahrenen, sondern geschätzten Darsteller dabei, dessen Leistung herausstechend ist. Und nach „Total Recall“ sehen wir Sharon Stone (Catherine Tramell) erneut in einem Paul Verhoeven Film. Diesmal verschafft er ihr mit der Rolle den Durchbruch. Zugegeben, in „Total Recall“ war ihre Screentime auch überschaubar, aber schon eindrucksvoll. Der restliche Cast spielt ebenfalls gekonnt auf und bleibt nicht nur Beiwerk. Der Regisseur gibt einigen Darstellern sehr gute und wichtige Momente in seinem Film.

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Fazit, theoretisch muss man zu „Basic Instinct“ nicht mehr viel sagen, ich vermute die meisten kennen den Film. Die Story um Nick und der hübschen Blonden, bietet ein klassisches Katz und Maus Spiel, das den Zuschauer zunehmend fesselt. Die von Paul Verhoeven großzügig eingestreute erotische Komponente, war aber der Schlüssel zum Erfolg. Wobei die wohl berühmteste Szene, die vom Verhör von Catherine ist. An dem Überschlagen der Beine erinnert sich bestimmt jeder, an die Sexszenen wohl die Wenigsten, da gerät der eigentliche Plot des Thrillers fast in den Hintergrund. Doch Verhoeven gelingt der Spagat und er bietet einige interessante Wendungen in „Basic Instinct“. Denn soviel sei gesagt, man sollte den Film nicht auf den erotischen Schauwert reduzieren. „Basic Instinct“ bietet definitiv mehr, als diese augenscheinlichen Reize.

Nun nach der 4K-UHD Sichtung muss ich sagen, der Film ist gut gealtert und funktioniert auch heute noch bestens, denn abgesehen von den damals skandalösen Szenen, überzeugt die Geschichte genauso gut. Sie ist spannend und packend erzählt, imposant in Szene gesetzt und mit einem sehr stimmigen Soundtrack versehen. Kurzum, Paul Verhoevens „Basic Instinct“ war nicht nur 1992 ein Welterfolg, sondern ist mittlerweile ein Stück Filmgeschichte die es versteht, mit dem Zuschauer zu spielen und filmisch verschiedene Genre perfekt ineinander verschmelzen zu lassen.

Ein verführerischer Film, hoch spannend und intelligent inszeniert. Mit seinem durchdachten Drehbuch weckt er raffiniert die Instinkte des Zuschauers und manipuliert ihn gekonnt.

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Bild

Gleich zu Beginn die Bettszene im schummerigen Licht zeigt deutlich fein aufgelöstes Filmkorn. Wenn dann kurz darauf Nick mit seinem Kollegen die Straße zum Tatort hochfährt, bekommt man einen Eindruck, was die 4K-UHD in Dolby Vision kann. Die Szene hat eine tolle Tiefenwirkung, selbst die letzten Häuser in der Straße werden bestens abgebildet. Der erweiterte Farbraum veredelt die Szene mit einem frischen und recht authentischen Look. Auch die Schärfe punktet. Die Bäume am Straßenrand erscheinen genauso scharf und plastisch, wie die dort parkenden Autos.

Die Gesichter der Darsteller sind natürlich und in den Nahaufnahmen gibt es reichlich Details der Akteure zu entdecken. Ebenfalls die Texturen des Hauses von Catherine, hier gibt es wesentlich mehr Feinheiten zu erspähen, die man bei der Blu-ray nur erahnen konnte. Gleiches gilt auch für die Kostüme der Darsteller, wie Roxys Gold verzierte Weste, jetzt sieht man einzelne Strukturen dieser. Dazu ein ausgewogener Kontrast, ein nahezu satter Schwarzwert, das alles sieht fantastisch aus. Auch Szenen, die auf der alten Blu-ray zum Überstrahlen neigten, werden jetzt ohne dieses Manko wiedergegeben. Oder die Totale, relativ am Anfang, mit der Golden Gate Bridge im Vordergrund, offenbart eine bemerkenswerte Durchzeichnung. Die Struktur der Brücke ist gut auszumachen, die Stadt dahinter ist ebenfalls noch gut und differenziert wiedergegeben.

Natürlich gibt es auch etwas Schatten. Ein paar Szenen wirken weicher und nicht ganz so randscharf. Im Laufe des Filmes aber kaum störend und ist zu vernachlässigen, da sie nie so stark abfallen, dass es enorm auffällig oder gar störend erscheint. Auch wenn vieles farblich kräftiger oder klarer aussieht, ist es nie so offensichtlich, dass der ursprüngliche, oftmals kühle Look, verloren geht. Man sollte aber kein klinisch reines und kristallklares Bild erwarten, auch wenn Vieles einen Wow-Effekt vermittelt. Dafür sind viele Szenen einfach zu diffus ausgeleuchtet, die aber dennoch detailliert genug ausfallen, um zu begeistern.

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Wenn es bildtechnisch heller wird, wie die Autoverfolgung von Nick hinter Catherine, kommt das auch dem Bild zugute. Jetzt zeigt sich wieder ein äußerst detailreiches und nahezu plastisches Bild. Letztlich alles gut! Fein aufgelöstes Filmkorn, ein filmisches Bild, dass Spaß macht und qualitativ nie besser ausgesehen hat. Nicht zu vergessen die Spitzlichter, die fallen hier allerdings recht dezent aus, hin und wieder gibt es aber ein paar kleine Highlights. Wie zum Beispiel die nächtliche Autofahrt mit Nick und seinem Kollegen am Ende des Filmes, hier gibt es schon ein paar Spitzlicht-Akzente.

Ton

Bei der Tonspur Altbekanntes. Die DTS-HD MA 5.1 Spur, wie auch die Stereospur, bleibt wie auf der Blu-ray erhalten. Der überwiegend dialoglastige Film bietet wenig Momente, um die Rears zu füttern. Einzig der exzellente Score von Jerry Goldsmith verteilt sich über das komplette Boxenset und spielt sich bisweilen gut in den Vordergrund. Daneben gibt es hier und da ein paar gut platzierte Umgebungsgeräusche, welche die recht frontlastige Abmischung auflockern. Die Dialoge sind klar und gut verständlich, hin und wieder eine Spur zu leise abgemischt. Dennoch eine recht dynamische Tonspur, die gerade in der Club-Szene recht druckvoll aufspielt. Hier bekommt der Subwoofer dann auch etwas mehr Arbeit.

Extras

Sowohl die Blu-ray, wie die 4K-UHD besitzen ein paar Extras. Zusätzlich gibt es in dem Steelbook eine Bonus Disc auf Blu-ray, insgesamt sind folgende Extras vorhanden:

  • Die Music von Basic Instinct
  • Trailer
  • Blondes Gift – Making of
  • Featurette: Cast & Crew
  • Storyboard-Vergleich
  • Screen Tests
  • Basic Instinct: Sex, Death & Stone
  • Audiokommentar von Camille Paglia
  • Audiokommentar von Paul Verhoeven und Jan de Bont

 

 

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Studiocanal – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8,5
  • Bild 8,5
  • Ton 7
  • Extras 8
Summary

Ein verführerischer Film, hoch spannend und intelligent inszeniert. Mit seinem durchdachten Drehbuch weckt er raffiniert die Instinkte des Zuschauers und manipuliert ihn gekonnt.

8

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