Der Prinz aus Zamunda – 4K UHD Review | Paramount Pictures | Universal Pictures | 09.04.2021

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Am 8. April 2021 kam „Der Prinz aus Zamunda“ als 4K UHD in der schwarzen Amaray in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

In Zamunda wird der Königssohn standesgemäß geweckt, zahlreiche Angestellte erleichtern ihm sein Aufwachen, über das Waschen, bis hin zum Ankleiden. Ein gewohnt tägliches Ritual für Akeem, der nicht nur ein sorgenfreies, sondern sehr luxuriöses Leben führt. An seinem 21. Geburtstag soll Akeem die vorbestimmte Imani Izzi heiraten, so wie es der Brauch vorsieht. Doch Akeem ist davon wenig begeistert, denn seine vorgesehene Frau unterscheidet sich kaum von seinen Bediensteten. Auch sie ist nur für sein Wohlergehen erzogen worden.

So plant er mit seinem Diener wie Freund Semmi, sich selbst eine Frau zu suchen. Eine die selbständig ist und ihm nicht jeden Wunsch von den Lippen abliest. Nur wo findet man eine solche Frau? Natürlich nur in Queens, einem New Yorker Stadtteil. Sein Vater gewährt ihm diese Reise in dem Glauben, Akeem will sich nur seine Hörner abstoßen.

Angekommen in Queens schlüpfen Akeem und Semmi in ein bürgerliches Leben und arbeiten in einem Fast-Food-Restaurant. Die Tochter Lisa des Restaurantbesitzers fasziniert Akeem sofort. Allerdings hat sie mit Darryl bereits einen Freund, und einen reichen noch dazu, was ihrem Vater sehr entgegenkommt. Aber auch Lisa findet Gefallen an Akeem. Beide freunden sich an, ihr Vater befürchtet allerdings den Verlust des wohlhabenden und zukünftigen Schwiegersohns, ohne zu ahnen, das Akeem aus noch wohlhabenderem Hause kommt. So versucht Lisas Vater sie weiter in Darryls Arme zu treiben, was turbulente Folgen hat. Als Akeems Eltern plötzlich in Queens auftauchen, ist das Chaos perfekt.

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Eindruck

Der Regisseur John Landis, der mit Filmen wie „Kentucky Fried Movie“, „Blues Brothers“ oder „Die Glücksritter“ das Publikum begeistern konnte, drehte mit „Der Prinz aus Zamunda“ eine romantische Komödie, in der er erneut mit Eddie Murphy zusammenarbeitete.

Zwar klingt die Story simpel, aber die Umsetzung hat es einfach in sich. John Landis inszeniert den Film mit lockeren Gags, reichlich Situationskomik, aber auch leisen Tönen. Das ausgedachte Königreich Zamunda ist originell in Szene gesetzt, das Setting ist umwerfend und die eindrucksvollen Kostüme laden zum staunen wie schmunzeln gleichermaßen ein. Kontrastreich geht es in dem New Yorker Arbeiterbezirk Queens weiter. Er schickt seine beiden Hauptfiguren in ein für sie extrem ärmliches Leben. Prinzipiell klingt dieser Rollentausch wie eine Kopie aus seinem Film „Die Glücksritter“, nur mit dem Unterschied, hier geschieht es freiwillig. Dazu setzt er Eddie Murphy vorzüglich in Szene und nicht nur einmal, hier gibt es Eddie Murphy satt. Aber John Landis achtet behutsam auf eine Ausgewogenheit der Figuren, auch wenn Eddie Murphy der Star ist, verkommen die Akteure um ihn herum keineswegs zu Statisten.

Apropos Akteure, neben Eddie Murphy ist der Film unter anderem mit Arsenio Hall (Semmi), Shari Headley (Lisa), James Earl Jones (König Jaffe) und in Gastauftritten Cuba Gooding junior & Samuel L. Jackson vorzüglich besetzt. Alle sprühen nur vor Spielfreude und scheinen großen Spaß an ihren Rollen zu haben, das sieht man und das spürt man auch.

Fazit, der Prinz aus Zamunda ist mittlerweile schon über dreißig Jahre alt, hat aber nach wie vor nichts von seiner Faszination verloren. Die erneute Sichtung, diesmal per 4K-Scheibe machte richtig Spaß und sorgte für gute Laune. Das liegt daran, dass John Landis den passenden Mix zwischen Romantik und Komik gefunden hat. Die eigentliche Story verkommt nicht zur Nebensächlichkeit, um nur Eddie Murphy als fröhliches Plappermaul gekonnt in Szene zu setzen. Die lustigen Momente entstehen aus der Geschichte heraus, die Gags wirken nie aufgesetzt oder unpassend, daneben bleibt die Romanze ein Hauptbestandteil des Filmes.

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Die Charakterisierung der Figuren ist zwar recht eindimensional, aber für eine Komödie durchaus vielfältig genug, um die eine oder andere Überraschung zu bieten. Dazu zeigt „Der Prinz aus Zamunda“ tolle Kulissen und originelle Kostüme. Auch dank dem originellen Drehbuch, ist die Inszenierung erfrischend ausgefallen, all das wird amüsant von den gut aufspielenden Darstellern vortragen. Der Film hat quasi keine Längen. Durchweg wird der Zuschauer bestens unterhalten, mal ernsthaft, dann sehr romantisch, recht lustig und vor allem stets mit passendem Tempo. Herausgekommen ist ein abwechslungsreicher, wie lebhafter Film, der auch in zehn Jahren noch bestens funktionieren wird, da bin ich mir sicher. „Der Prinz aus Zamunda“ ist ein liebenswertes Märchen mit Witz und Gefühl, dem sich der Zuschauer einfach nicht entziehen kann.

Bild

Nun wie schlägt sich die 4K Version des Filmes? Die Blu-ray bot schon ein ordentliches Bild mit kräftigen Farben, gelungenen Kontrast und gutem Schwarzwert. Die Schärfe war ebenfalls in Ordnung, auch wenn es hin und wieder ein paar weichere Aufnahmen gab. Nun, die teils zu kräftige Farbgebung der Blu-ray ist mit der 4K UHD einer natürlicheren gewichen, das fällt besonders bei den Hauttönen auf. Das mit Pailletten versetzte Kostüm von Akeems Mutter erstrahlt eindrucksvoll. Der gedeckte Tisch zu Beginn bietet, dank der vielen Speisen und Blumen darauf, ein außergewöhnlich farbenfrohes Bild. Überhaupt ist die Szenerie in Zamunda durch ihre vielen bunten Kostüme ein Hingucker, weil das Bild größtenteils schärfer ausgefallen ist und in Verbindung mit dem erweiterten Farbraum, einfach umwerfend aussieht. Das Filmkorn bleibt erhalten, zeigt sich fein aufgelöst und vermittelt ein wirklich filmisches Bild. Gegenüber der Blu-ray wirkt auf der 4K UHD alles frischer. Selbst in Queens, was selbstredend nicht so bunt wie Zamunda ist, erscheint die Kulisse deutlich lebhafter. Und nicht nur das eingangs angesprochene Kostüm ist detailliert abgebildet, hier gibt es wirklich eine Vielzahl an Feinheiten zu entdecken, angefangen bei den Gesichtern im Close-up, bis zum Setting drumherum. Somit ein recht scharfes und kontrastreiches Bild, mit sattem Schwarzwert und zweifelsohne sehr ansprechender wie authentischer Farbgebung.

Ton

Die deutsche Stereospur kann es mit dem vorzüglichen Bild leider nicht aufnehmen. Angesichts des sehr dialoglastigen Filmes, lässt sich das relativ gut verschmerzen. Natürlich sind die Stimmen der Dialoge bestens verständlich. Der gelungene Score erklingt sehr dynamisch und raumfüllend, das gefällt und hier klingt die Tonspur wirklich kraftvoll. Daneben gibt es noch ein paar Szenen, wie die in der Bar oder beim Basketballspiel, welche einen druckvolleren Eindruck hinterlassen.

Extras

  • Dreharbeiten: Das Entstehen von Coming to America
  • Anprobe für Akeem: Die Kostüme von Coming to America
  • Entwicklung einer Figur: Die vielen Gesichter von Rick Baker
  • America komponieren: Das musikalische Talent von Nile Rodgers
  • Ein klassisches Interview mit Eddie & Arsenio
  • Original Kinotrailer
  • Fotogalerie

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Paramount Pictures / Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8,5
  • Bild 8,5
  • Ton 7
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8 super

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