The Sadness (uncut) – Collector’s Edition im Mediabook – 4K UHD Review | Capelight Pictures

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Am 15. April kommt der Film „The Sadness (uncut)“ als  4K UHD Collector’s Edition im Mediabook, als 4K UHD Limited Steelbook Edition und Digital in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Als das junge Paar Kat und Jim morgens aufwacht, ist die Welt für sie noch in Ordnung. Trotzdem in den Nachrichten von einem schlimmen Virus gesprochen wird, fährt Jim seine Freundin zum Bahnhof. Dort abgeliefert kehrt Jim in einen Imbiss ein, in dem eine mysteriös erscheinende alte Frau, wie aus dem Nichts, den Angestellten mit siedend heißem Frittierfett übergießt. Nach und nach entsteht Chaos, denn immer mehr Menschen ermorden plötzlich andere. Jim gerät langsam in Panik und macht sich auf die Suche nach seiner Freundin. Kat, die mittlerweile in der Bahn sitzt, bekommt es mit einem aufdringlichen, älteren Mann zu tun. Als dann das Töten auch im Zug beginnt, kann Kat noch rechtzeitig entkommen, doch der alte Mann folgt ihr. Sie flieht in ein Krankenhaus und kann Jim per Handy erreichen, der sich sofort auf den Weg zu ihr macht. Doch auch das Krankenhaus bietet keine Zuflucht vor dem Blutbad, denn der alte Mann aus der Bahn ist ebenfalls eingetroffen.

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Eindruck

Mit „The Sadness“ gibt der Kanadier Rob Jabbaz sein Debüt. Allerdings nicht nur als Regisseur, denn auch das Drehbuch hat er verfasst. Sein erstes Werk ist ein Horrorfilm, in dem er ein Paar inmitten einer Pandemie in einen blutigen Alptraum schickt.

Die beiden Hauptdarsteller Regina Lei (Kat) und Berant Zhu (Jim) machen einen guten Job in diesem bluttriefenden Film. Nicht unerwähnt sollte Tzu-Chiang Wang bleiben, der den alten Mann verkörpert. Seine Darstellung ist wirklich furchteinflößend und seine Mimik spiegelt den Wahnsinn seiner Figur perfekt wider.

Die Inszenierung von „The Sadness“ ist rasant, abgesehen von dem kurzen Beginn, in dem man das Paar in die Story einführt. Danach geht es gleich in das blutige Getümmel. Beginnend mit einer alten Frau, fangen immer mehr Menschen an, sich extrem merkwürdig zu verhalten und töten auf bestialische Weise jeden, der gerade in der Nähe ist. Die Story ist nicht sonderlich innovativ: Das Paar trennt sich am Anfang, die Katastrophe nimmt ihren Lauf und sie versuchen wieder zueinander zu finden.

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Das ist von der Geschichte nicht viel, reicht aber aus, denn „The Sadness“ ist alles andere als eine Lovestory. So dient alles nur dazu, um dem Zuschauer eine Schlachtplatte zu servieren, die es wirklich in sich hat. Die Effekte erscheinen realistisch, teilweise zu realistisch, aber dem Fan von Splatterfilmen wird einiges geboten, denn das Blut fließt in Strömen.

„The Sadness“ ist von der Herangehensweise sehr flott und gönnt dem Zuschauer kaum Verschnaufpausen. Das gilt auch für die Gewaltdarstellung, die einige eklige wie erschreckende Szenen bietet. Ob „The Sadness“ jetzt der brutalste Zombiefilm ist, sollte jeder selbst herausfinden. Im Übrigen sind es keine Zombies, oder zumindest nicht so, wie man das Verhalten von Zombies bis dato kennt. Es sind Infizierte einer Pandemie, welche nur noch einen Gedanken haben, andere auf übelste Weise zu töten. Sie sprechen, denken, handeln und vergewaltigen sogar. Somit fernab vom bekannten Zombie-Klischee. Zurück zur Gewaltdarstellung. Diese ist bisweilen grenzwertig und zeigt ein paar wirklich fiese Szenen. Daneben könnte ich sagen: Altbekanntes, was man aus dem Gore-Genre so kennt. Das soll nicht heißen, dass der Rest harmlos ist, nein keineswegs! Der Splatterfan bekommt hier einiges zu sehen und wird damit auch rundum zufrieden sein. Der Film setzt jetzt sicherlich keinen neuen Maßstab in Richtung Gewaltdarstellung, aber er setzt schon einige Akzente, die es in sich haben.

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„The Sadness“ ist eine wild gewordene Fantasie des Todes, inhaltlich sicherlich überschaubar doch visuell ein famoser Blutrausch. Hier wird nichts lang eingeführt oder verzögert, gegebenenfalls angedeutet. Die Kamera hält voll darauf und der Zuschauer ist Zeuge, so wie es sein sollte.

Ob Knochen gebrochen werden, jemand vom Hochhaus auf die Straße stürzt oder noch schlimmer, stets ist der Zuschauer im Bilde. Manches schmerzt beim Zusehen. Dennoch, Fans der harten Kost werden hier ihr Vergnügen haben.

Fazit

„The Sadness“ ist eine bluttriefende, wie bildgewaltige Odyssee des Schreckens, eine Splatterorgie, die ihresgleichen sucht. Der pure Wahnsinn in Bildern, erschreckend wie anregend zugleich, wenn man dem Genre natürlich angetan ist. Filme mit richtig brutalen Momenten gibt es einige, allerdings nicht in dieser Frequenz. „The Sadness“ legt hier einen neuen Standard, denn wo andere Filme aufhören, beginnt „The Sadness“ erst richtig. Wäre noch die Geschichte um das getrennte Paar etwas spannender und dramatischer ausgefallen, man würde von einem beindruckenden Film sprechen. So bleiben neben den grandiosen Gore-Effekten noch ein paar interessant skizzierte Figuren übrig, die Aufgrund der Pandemie zu blutrünstigen Sadisten mutieren und sich dabei nicht einfach nur seelenlos durch den Film bewegen, sondern agieren, wie reagieren. Abschließend: Der Film ist definitiv eine Bereicherung für das Genre, bedenkt man, dass es das Erstlingswerk des Regisseurs ist, kann man nur sagen, was für ein fantastischer Einstieg!

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Das Cover des Capelight Mediabook ist recht minimalistisch ausgefallen. Auf dem schwarzen Untergrund prangern zwei große und glänzende japanische Schriftzeichen in Rot, in deren Mitte der Titel steht. Mir gefällt es und irgendwie hat das schon was. Das Booklet beschert interessante Informationen und Storyboard Zeichnungen zu „The Sadness“. In dem Mediabook liegt die 4K-UHD & Blu-ray Version des Filmes und rundet das tolle Set ab. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung! Diese tolle Edition gehört in jede Sammlung von Filmfans, die es gern blutiger mögen.

Bild 4K

Eigentlich kann ich es kurz machen, das Bild der 4K-UHD überzeugt auf ganzer Linie. An Details und Feinheiten gibt es jede Menge zu entdecken und  die Auflösung ist wirklich bemerkenswert. Egal ob in der Totalen oder in Close-ups, die Schärfe überzeugt durchweg. Ebenfalls die Durchzeichnung in den hellen oder dunklen Szenen, gerade bei letzterem ist sie enorm gut. Stets ist man in finsteren Bildmomenten komplett im Geschehen, kein Detail säuft hier ab, oder lässt sich nur erahnen. Der Film hat einige gefilterte Momente, die aber behutsam eingesetzt sind, mal ins gelbliche, dann recht kühl arrangiert. Daher bleibt die Farbgebung überwiegend natürlich und die Farben erstrahlen kräftig, aber nie aufdringlich. Außer vielleicht das viele Blut, dessen Rot dem Zuschauer schon ins Auge springt, so wie es in dem Genre sein sollte. Natürlich gibt es einige überzeugende Spitzlichter zu bewundern, die einem regelrecht entgegen strahlen. Das kontrastreiche Bild rundet das tolle Seherlebnis ab, ebenfalls der Schwarzwert ist nahezu satt und gibt kaum einen Anlass zur Kritik. Daher, eine grandiose Vorstellung des 4K-UHD Bildes, das einen wirklich begeistert.

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Ton

Die DTS-HD MA 5.1 Tonspur ist gelungen, bekommt ab nicht wirklich etwas zu tun. Ein Bass-gewaltiges Effektfeuerwerk ist hier Fehlanzeige, das ist aber nicht negativ gemeint. Wer sich den Film anschaut, wird sehen, dass das Gezeigte kaum Momente für ein druckvolles Spektakel liefert, denn Explosionen oder druckvolle Feuerwaffen werden nicht serviert. Dennoch passt die Abmischung recht gut, der Score kommt mal präsenter und dann auch recht minimalistisch aus dem Boxenset. Die Sprachverständlichkeit ist jederzeit klar und deutlich zu vernehmen. Die Rears werden etwas stiefmütterlich behandelt, so gelegentlich dürfte gern etwas mehr von den hinteren Lautsprechern kommen. Insgesamt eine solide Tonspur, die dem Geschehen gerecht wird und bisweilen etwas Dynamik vermissen lässt.

Extras

  • Hinter den Kulissen
  • Interview mit Regisseur Rob Jabbaz
  • Teaser
  • Trailer 1
  • Trailer 2
  • Filmtipps
  • Booklet

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Capelight Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8
  • Bild 9,5
  • Ton 7
  • Extras 6
Summary

"The Sadness" ist eine bluttriefende, wie bildgewaltige Odyssee des Schreckens, eine Splatterorgie, die ihresgleichen sucht.

7.7 blutig