Alone - Du kannst nicht entkommen – Blu-ray Review | Koch Films | 18.03.2021

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Am 25. März 2021 kommt „Alone – Du kannst nicht entkommen“ auf Blu-ray, auf Blu-ray im Mediabook, als DVD und digital in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Die junge Witwe Jessica startet ihren Umzug in ein neues Leben. Auf der Landstraße vor ihr ist ein Wagen recht langsam, sodass sie trotz Anhänger zum Überholen ansetzt. Doch der Fahrer beschleunigt plötzlich und bleibt mit ihr auf einer Höhe. Erst kurz bevor ein entgegenkommender LKW zu nah kommt, bremstet er ab, um sie einscheren zu lassen. Doch dem mysteriösen Fahrer begegnet sie immer öfter, sei es an der Tankstelle oder dem Parkplatz des Motels, in dem sie übernachtet. Auf ihrer weiteren Fahrt hat sie plötzlich eine Reifenpanne, wieder nähert sich der unbekannte Fahrer. Sie steigt panisch ins Auto und verschließt die Türen, doch der unbekannte kommt zu ihrem Wagen und schlägt eine Scheibe ein. Blitzschnell macht er sich ins Innere des Fahrzeuges und betäubt sie. Jessica erwacht eingesperrt in einem Keller, als ihr Entführer sich zeigt bittet sie ihn, sie gehen zu lassen. Doch er antwortet nur, weißt du wie oft ich das schon gehört habe.

Alone - Du kannst nicht entkommen - Mediabook [Blu-ray] Review Film 2021 shop kaufen Szenenbild

Eindruck

Der Regisseur John Hyams dreht mit „Alone – Du kannst nicht entkommen“ einen Thriller, dessen Plot nicht sonderlich neu ist. Eine Frau wird gestalkt, der rätselhafte Fremde kommt ihr immer näher und letztlich landet sie in seinen Fängen. Allerdings verpackt der Regisseur seinen Thriller in gut gewählte und unterschiedliche Kulissen. Die anfängliche Verfolgung per Auto ist schnell Geschichte, aber auch der Keller in dem sie erwacht, ist nur eine Momentaufnahme in seinem Film. Daher wird hier schon einmal für reichlich Abwechslung gesorgt. Jetzt liegt es, neben der Inszenierung der Story, auch am Spiel der Darsteller, um die bekannte Story spannend zu verpacken.

Jules Willcox (Jessica) spielt ihren Part sehr gut und holt den Zuschauer mit ihrer intensiven Darstellung des Opfers gelungen ab. Der Gegenpart, ihr Verfolger wird sehr interessant von Marc Menchaca interpretiert. Mal ruhig, mal impulsiv, aber immer mit einem fast stoischen Gesichtsausdruck, in dem ein Stück Wahnsinn steckt. Genauso muss so ein Typ dargestellt sein, eine Mischung aus dem unscheinbaren Nachbar und genügend Diabolischem hinter dieser Fassade.

Fazit, Alone ist ein Thriller im bekannten Gewand. Man ahnt oder weiß theoretisch schon zu Beginn wie es endet, nur der Weg dahin ist hier die Überraschung. Gelingt es dem Regisseur den Zuschauer mit einfallsreichen Wendungen zu verblüffen oder eher nicht? Ich sage mal vorsichtig ja, denn abgesehen von der abwechslungsreichen Kulisse, die dadurch viele Möglichkeiten für Jäger und Opfer bietet, ist die Laufzeit mit rund 90 Minuten überschaubar gehalten. Das ganze ähnelt anfänglich schon deutlich dem Spielberg Film „Duell“ aus dem Jahre 1971. Das macht aber nichts, die Story schlägt zügig einen anderen Weg ein. Wenn auch nicht sonderlich innovativ, denn wie gesagt, schnell ist klar, in welche Richtung es geht. Jetzt hängt es von der Inszenierung ab, ob sie genügend Spannung und Dramatik aufbaut, um den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

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Und ja, schon nach knapp 30 Minuten ist die Ausgangslage eine völlig andere, denn die Verfolgung auf der Straße ist Geschichte. Und viel wichtiger, es baut sich zunehmend ein unbehagliches Gefühl auf, die Spannung steigt und der Zuschauer fiebert mit. Zwar gibt es ein paar Szenen, in denen sich der Genrefreund fragt, echt jetzt, da sie einfach recht plump daherkommen und einem den Kopf schütteln lassen. Andersrum fasziniert „Alone – Du kannst nicht entkommen“ mit reichlich starken Momenten, einer spritzigen Inszenierung, ohne das sich Längen einschleichen. Hauptgrund hierfür ist, dass dieses Katz und Maus spiel sich ortstechnisch nicht einengt, sowohl die Kulisse betreffend, wie auch den Härtegrad des Filmes. Allerdings fehlt, um den Zuschauer komplett zu fesseln, der letzte Kniff, dieses Unvorhersehbare, damit „Alone – Du kannst nicht entkommen“ durchgehend aufregend bleibt. Mir hat er dennoch recht gut gefallen, ein solider Genrebeitrag, der für Freunde dieser Art Film, absolut einen Blick wert ist. Auch wenn es hier genügend bessere und packende Beiträge gibt, ist „Alone – Du kannst nicht entkommen“, nicht nur dank der gut aufspielenden Darsteller und der kurzweiligen Inszenierung, ein sehenswerter Film.

Somit ist „Alone – Du kannst nicht entkommen“ ein sehr solider Thriller, der einen guten Spannungsbogen aufbaut und bis zum Ende den Zuschauer gut unterhält. Zwar bietet er wenig Innovatives und bewegt sich überwiegend in bekannten Gefilden, dennoch bekommt der Fan das was er erwartet. Ein fieses Duell zweier ungleicher Gegner und das sehr ansehnlich inszeniert.

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Bild

Ein natürlich gehaltenes Bild erwartet den Zuschauer, die Farbgebung wirkt authentisch. Die Schärfe gefällt, bietet zudem eine Fülle an Details, seien es Nahaufnahmen oder auch die Halbtotalen. Nur in schwach ausgeleuchtet dunklen Szenen gehen einige Details verloren. Der Kontrast ist ausgewogen und der Schwarzwert recht ordentlich. Einzig bei nächtlichen Szenen, die durch Autoscheinwerfer oder Laternen ausgeleuchtet werden, erschien er mir streckenweise zu aufgehellt. Insgesamt aber eine mehr als ordentliche Vorstellung.

Ton

Zu Beginn klingt die DTS-HD MA 5.1 Spur recht unspektakulär, einzig der teils bedrohliche Score weckt den Subwoofer aus dem Standby Modus. Gefüttert mit ein paar Umgebungsgeräuschen, wird das ganze Boxenset gut in Szene gesetzt. Zwar erscheint die Abmischung eher frontlastig, aber wie erwähnt, es gibt auch einiges aus den Rears zu erspähen. Eine nicht sonderlich dynamische Tonspur erwartet den Zuschauer hier, einzig in den Actionszenen geht es druckvoll zur Sache. Das empfand ich aber nicht negativ, sondern passend zum Gezeigten.

Extras

  • Featurette
  • Behind the Scenes
  • Trailer
  • Bildergalerie

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Koch Films – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 7
  • Bild 8
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7.7 Solide

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