Dark Crimes – Blu-ray Review | Studio Hamburg Enterprise

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Dark Crimes Review BD CoverKarriere technisch läuft es für den Polizeibeamten Tadek alles andere als vielversprechend. Ein missglückter Fall beförderte ihn ins Archiv, ein Zustand, der ihn kurz vor der Pensionierung wenig Freude bereitet. Ein Mord an einen Geschäftsmann, der regelmäßig einen bizarren Sex Club besuchte, scheint die Lösung zu sein, der Ausweg aus dem Archiv und zurück in den aktiven Dienst. In einem Roman von Krystof Kozlov entdeckt Tadek viele Gemeinsamkeiten zu der aktuellen Tat.

Die Ermittlungen führen daher auch zu dem zwielichtigen Autor, dessen Verhalten ihn auch nicht unbedingt freispricht. Im weiteren Verlauf der Untersuchung gerät auch Kasia in den Focus von Tadek, eine ehemalige Prostituierte, die Kozlov bestens kennt. Doch seine intensiven Recherchen bringen Tadek wenig voran, er scheint eher der Spielball von Kasia und Kozlov zu sein. Gewissenhaft geht Tadek jeder noch so kleinen Spur nach und gerät immer tiefer in den mysteriösen Fall. Welche Gemeinsamkeiten verbergen Kasia und Kozlov, die scheinbar beide mehr wissen, als sie zugeben und welches dunkle Geheimnis spielt der Club in diesem Fall?

Eindruck:

Dark Crimes Review Szenenbild001Jim Carrey in einem amerikanisch-polnischen Krimi, der einer realen Begebenheit zu Grunde liegt. Das klingt ja nicht schlecht, das Thema bietet mit Polen ein unverbrauchtes Setting und Carrey in einer ernsten Rolle seit langem.

Die Story von “Dark Crimes”  ist lethargisch, teils kammerspielartig inszeniert, die Bilder wirken trist und düster. Das deckt sich mit Carrey´s Rolle, des öden und monotonen Lebens seiner Figur. Einzig der Autor Kozlov (Marton Csokas), der hier recht impulsiv und exzentrisch in Szene gesetzt wird, bringt Leben auf die Leinwand. Kasia dagegen, gespielt von Charlotte Gainsbourg, verkörpert ihre Rolle eher distanziert und ruhig. Alles in allem passt es zu dem Tempo der Verfilmung.

Gegen eine gemächlich erzählte Kriminalgeschichte habe ich durchaus nichts einzuwenden. Wenn sie gespickt mit einem interessanten Drehbuch und geschliffenen Dialogen versehen ist, welche Spannung aufbaut und diese bis zum Ende hält. Wenn dann noch sehenswerte Darsteller wie Jim Carrey, der schon mit „Truman Show“ bewies, dass er nicht nur Komödie kann oder Marton Csokas, der unter anderem in „The Equalizer“, „Königreich der Himmel“ und „Herr der Ringe“ mitwirkte, liest sich das von den Darstellern sehr ordentlich. Nicht zu vergessen Charlotte Gainsbourg, die häufig in Lars von Triers Filmen die erste Wahl ist und auch hier überzeugt.

Dark Crimes Review Szenenbild003Leider erweist sich “Dark Crimes” als recht zäh, was nicht an den Darstellern, sondern an dem unausgegorenen Drehbuch liegt. Man braucht einen langen Atem, um diese entschleunigten Ermittlungen zu verfolgen. Bieten die Bilder noch eine gelungene und passende Atmosphäre, so wirken die Dialoge häufig belanglos und wirr. Das hilft dem Film wenig, den Zuschauer anfänglich zu fesseln und so dauert es zu lange, bis so etwas wie Spannung aufkommt. Sicherlich ist der Film kein Totalausfall, allerdings muss man schon ein Faible für eine derartige Inszenierung mitbringen, sprich Geduld.

Daher ist “Dark Crimes” ein Film, der mit einem schwachen Drehbuch zu kämpfen hat, genauso wie die Darsteller. Der zwar durch seine düstere Optik einen gewissen Reiz bietet, dass allein reicht aber leider nicht, um einen wirklich zu fesseln. Somit für Hardcore Fans von Jim Carrey sicherlich ein Blick wert, da seine ernstere Performance, die man von ihm selten sieht, recht überzeugend ist.

Bild:

Das Bild wird fahl und gräulich serviert, dazu ist das ganze farblich reduziert. Eine kräftigere Farbgebung erblickt man recht selten, dafür tauscht man die gräuliche Farbgebung gelegentlich gegen eine bräunliche ein. Mit sehr guter Schärfe wird dies alles wiedergegeben, auch der Kontrast und Schwarzwert überzeugen, wobei letzterer hin und wieder etwas kräftiger sein könnte. Insgesamt eine überzeugende Vorstellung ohne große Mängel, hier kann ich höchstens kritisieren, dass in den spärlich ausgeleuchteten Szenen, im Hintergrund einige Details weicher sind oder verschluckt werden.

Dark Crimes Review Szenenbild004Ton:

Die Tonspur liegt nur in Dolby Digital 5.1 vor, das wäre vom ersten Eindruck eigentlich sehr ärgerlich. Allerdings passt sich die Vertonung dem gezeigten an, dynamisch ist hier nur der Score, der sich gelungen in den Raum verteilt, wobei auch das wenig aufdringlich noch wirklich präsent ist. Ansonsten ist Räumlichkeit eher Fehlanzeige, recht selten erspäht man aus den Rears das eine oder andere Detail. Natürlich ist die Sprachverständlichkeit sauber und klar zu verstehen, und bietet null Anlass etwas zu beanstanden. Gelegentlich schaltet sich der Sub zu, setzt mit seinem Auftritt allerdings keine besonderen Akzente.

Extras:

  • Trailershow

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

(Hartmut Haake)

© Bilder und Trailer Studio Hamburg Enterprise – Alle Rechte vorbehalten!

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