Nackt unter Zombies – Blu-ray Review | Busch Media Group

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Seit dem 29. Juli gibt es den Film „Nackt unter Zombies“ auf Blu-ray und DVD im Handel und wir haben das Review dazu.

Während Corona standen nicht nur die Dreharbeiten in Hollywood still, auch konnte in der Underground Filmszene nicht gearbeitet werden. Doch nun nach über einem Jahr Pause, meldet sich Kult Trash Regisseur Jochen Taubert mit seinem neusten Werk „Nackt unter Zombies“ zurück. Wir von Filme.de haben schon lange nicht mehr am Limit gelebt. Deswegen haben wir uns als besondere Herausforderung natürlich diesen Film für ein Review gegönnt. Mehr Leben am Limit geht halt nicht, doch werden wir das Ganze überstehen oder handelt es sich hierbei um die neueste Trashperle? Wir können es euch ganz genau sagen.

Story:

Alina wacht genervt auf, weil ihre Nachbarn lautstark beim Liebesspiel zugange sind. Doch das Ganze kommt noch schlimmer, als draußen die Zombies ausbrechen. Mithilfe von Jod Spritzen, hält sie sich über einen Monat lang in ihrer Wohnung über Wasser, bis sie eine Nachricht von ihrem Bruder erhält und beschließt, die Wohnung zu verlassen. Der Kampf ums Überleben beginnt für sie nun erst recht.

Eindruck:

Wie so oft bei den Filmen von Jochen Taubert, gleich die Warnung vorab. Das hier ist kein Hoch Glanz Big Budget Film. Das Budget ist so niedrig, dass das Pressen der Disks wohl mehr kostet, als der Film an sich. Hier stehen für die Macher eher der Spaß und die Leidenschaft im Vordergrund. Der Cast besteht in erster Linie aus Laiendarstellern, die nie einen Oscar bekommen werden, aber man merkt jedem auch deutlich an, mit wie viel Spaß sie bei der Sache sind und vor allem auch, dass sie sich für keinen Blödsinn zu schade sind.

Nach Logik sollte man auf keinen Fall suchen, weil sonst würde man sich als Zuschauer zu viele Fragen stellen. Wie zum Beispiel, warum der Charakter von Hauptdarstellerin Alina Lina 1,5 Monate in einer komplett ausgestatteten Wohnung verbringt aber während der Zeit grundsätzlich nur Unterwäsche anhat und dazu auch immer dieselbe. Okay, aus optischer Sicht ist es alles anderer als schlimm. Vor allem, wenn man ein männlicher Zuschauer ist. Wobei ich mich auch gefragt habe, seit wann eine Spitze mit Jodlösung die Rettung gegen Zombies ist, zumindest aber mal etwas komplett anderes.

Für Kinder ist dieser Film natürlich auch nicht zu empfehlen. Neben leicht bis gar nicht bekleideten Mädels, gibt es auch jede Menge Gore Szenen, das Blut nur so durch die Gegend spritzen lassen. Tatsächlich gibt es in Sachen Gore hier mehr Action, als in den letzten Staffeln von „The Walking Dead“ zusammen, wobei man stellenweise schon einen starken Magen haben muss. Manche Szenen sind jenseits von Gut und Böse und ja auch ich habe bei 2 Szenen weggucken müssen, um welche Szenen es sich handelt? Naja guckt euch „Nackt unter Zombies“ an und ratet mal. Die Gore Szenen sehen tatsächlich sogar ganz gut aus. Nicht so gut sehen die Mündungsfeuer bei Pistolenschüssen aus. Aber naja Hollywood macht es teilweise auch nicht besser. Aber bei all dem Blut, Gore und nackter Haut, wirkten viele Szenen auf ihre durchgeknallte Art sehr witzig. Ich habe teilweise sehr laut lachen müssen. 

Ja der Film ist primitiv, ja er ist blödsinnig, aber er ist witzig und nein, ich hatte noch kein Bier oder sonst irgendwelche alkoholischen Getränke vor oder während der Sichtung getrunken. Die Story ist, wie bei Jochen Taubert üblich, eher simpel und Mittel zum Zweck, für möglichst viele verrückte Szenen, mit einem immerhin recht konsequenten Ende. Die Laufzeit beträgt gerade mal 79 Minuten, aber dies passt hier ganz gut, sodass sich die durchgeknallte Art nicht über die Lauflänge abnutzt. Falls man aber nicht bis zum Ende durchhält, naja ist der Film zu stark, bist du zu schwach.

Bild:

Man hatte hier kein High End Equipment zur Verfügung, aber trotzdem sieht das Bild ganz gut aus. Die Schärfe ist auf sehr gutem Niveau. Details wie einzelne Härchen und Hautporen sind gut sichtbar. Die Farben sind sehr kräftig und das Bild ist durchgehend sauber. Ohne Filmkorn, Grieseln oder Rauschen. Ich habe schon Big Budget Filme mit deutlich schlechterem Bild gesehen.

Ton:

Der Ton ist in DTS HD 2.0. Details sind ordentlich zu hören, Kraft ist auch da, wobei in Sachen Bass gibt es jetzt nicht ganz so viel. Aufgrund des Budgets verpuffen Schussgeräusche auch wortwörtlich. Raumklang fehlt natürlich komplett, aber es ist frei von Rauschen.

Extras:

  • Wendecover
  • Behind the Scenes
  • Trailershow

Neben dem für Sammler sehr wichtigen Wendecover, gibt es noch eine große Trailershow mit vielen Titeln von Jochen Taubert und ein kleines 2,5 Minuten Making-of. Letzteres aber jetzt eher mehr ein Fun Video, als wirklich informativ.

Fazit:

Für Fans von Hochglanz Big Budget Filmen oder komplexen Arthouse Filmen, ist „Nackt unter Zombies“ nichts. Für Trashfans dagegen, bietet der Film einen Heiden Spaß. Ja die Darsteller sind alles andere als ®Oscarreif. Die Story hanebüchen. Die Inszenierung definitiv nicht politisch korrekt. Aber auf durchgeknallte verrückte Art, macht der Film Spaß. Also wer Leben am Limit will, sollte sich den Film mal anschauen.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Busch Media Group – Alle Rechte vorbehalten!

  • Trashfaktor 8
  • Bild 7,5
  • Ton 5
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Summary

Wer Leben am Limit will, sollte sich den Film mal anschauen.

6.7 Trash

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