The Beach House – DVD Review | Koch Films | 16.04.2021

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Am 22. April 2021 kommt „The Beach House“ auf Blu-ray, als DVD in den Handel und wir haben das Review dazu. Digital kann man den Film bereits seit dem 18. Feburar 2021 anschauen.

Story

Emily und Randall planen ein gemeinsames Wochenende am Strandhaus von Randalls Vater. Sie wollen ihre angeknackste Beziehung auffrischen und auch ihre Zukunft beruflicher Art spielt ein Thema. An dem recht abgelegenen Strandhaus angekommen, stellt Emily fest, dass sie nicht allein im Haus sind. Jane und Mitch haben es sich hier gemütlich gemacht. Wie sich herausstellt, ist Mitch ein alter Freund von Randalls Vater. Emily ist zwar nicht begeistert von den zusätzlichen Gästen, doch schnell arrangiert man sich, die Zeit gemeinsam zu verbringen. Selbst Randalls Haschschokolade wird am Abend gemeinsam konsumiert und man philosophiert zusammen über das Leben.

Plötzlich zieht draußen ein seltsamer Nebel auf, der Strand und die Bäume erstrahlen unvermittelt in bläuliches Licht. Alle vier werden neugierig und schauen sich das Spektakel von der Veranda aus an. Am nächsten Morgen erwachen Emily und Randall recht gerädert auf, vermuten das es am Hasch gelegen hat. Doch als Emily Jane in der Küche apathisch sitzen sieht, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Auch Randall scheint es nicht besser zu gehen, irgendetwas hat scheinbar alle gesundheitlich angegriffen, stellt sich nur die Frage was?

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Eindruck

Der Regisseur Jeffrey A. Brown inszeniert „The Beach House“ nach seinem eigenen Drehbuch. Er gibt dem Zuschauer gegenüber gleich zu Beginn einen Hinweis darauf, was die vermeintliche Ursache für das Unwohlsein ist, führt dann aber erstmal seine Figuren minutiös ein, indem er ihnen Leben und Persönlichkeit einhaucht. Das betrifft gerade das junge Pärchen. Jane und Mitch werden etwas weniger ausführlicher skizziert, aber dennoch ausreichend genug, um als ältere Generation einen guten Gegenpol zu bieten.

Die Story beginnt daher gemächlich, doch schleichend setzt der Regisseur gekonnt Akzente. Mysteriös beginnt es mit dem Nebel und den bläulich schimmernden Strand. Das faszinierende Spektakel, welches die vier begeistert, nimmt zunehmend beängstigende Formen an. Spätestens wenn der Gesundheitszustand der Akteure sich verschlechtert, steigt die Panik. Jeffrey A. Brown verpackt seinen Film mit beeindruckenden Bildern und einem teils verstörenden Score. Aber auch einige Kameraübergänge versetzen den Zuschauer fast in einen Rauschzustand. Zudem gelingt es ihm, trotz der ruhigen Erzählweise, die Spannung stetig anzuheben, denn keiner weiß, was wirklich passiert ist und wie alles enden wird.

Die Darsteller sind gut gewählt, im Fokus steht Emily (Liana Liberato), die ihre aufsteigende Angst und Panik, sehr gut auf den Zuschauer überträgt. Randall (Noah Le Gros) spielt den Part der kriselnden Beziehung zu Emily sehr solide. Jane (Maryann Nagel) und Mitch (Jake Weber) bereichern den Film zusätzlich, mit einer glaubwürdigen und glänzenden Performance.

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Fazit, „The Beach House“ holt den Horror auch ans Licht, so wie es dem Film „Midsommar“ schon bemerkenswert gut gelungen ist. Zwar kommen einem viele Sachen bekannt vor, scheinbar hat sich der Regisseur von Filmen wie, „Die Farbe aus dem All“ oder auch „The Fog“ inspirieren lassen. Dennoch setzt er genügend eigene Impulse, um den Zuschauer nicht nur Bekanntes zu servieren.

Die Inszenierung hat mir persönlich sehr gut gefallen, ich mag diese fast langsame Herangehensweise, das entschleunigte Tempo und die behutsam aufgebaute Spannung. Dazu ist der Film audiovisuell sehr ansprechend ausgefallen. Die eingefangenen Bilder, das Verschmelzen einiger Szenen und auch der elektrisierende Score, sorgen für eine großartige Atmosphäre. Mit Effekten geht „The Beach House“ sparsam um, aber gerade deswegen wirken sie so intensiv. Es gibt einige verstörende und außergewöhnliche Szenen, deren Schockwirkung äußerst imposant ausgefallen sind.

„The Beach House“ entwickelt sich zu einem Alptraum, die Erzählgeschwindigkeit, ist wie gesagt, sehr gebremst, zumindest bis zur Hälfte des Filmes. Aber selbst dann wird das Tempo kaum hochgeschraubt, um den Film zum Finale hin dramatischer erscheinen zu lassen, der Regisseur bleibt seiner Erzählstruktur treu. Die Story nimmt natürlich an Fahrt auf, die Ereignisse häufen sich und es wird ergreifender und mitreißend.

Wer ruhig erzählten Horror mag, sich mit dem einschleichenden Grusel anfreunden kann, der wird hier bestens unterhalten. Denn trotz der geringen Laufzeit von etwas über 80 Minuten, fühlt sich der Film deutlich länger an. Mir hat diese kleine Horror-Perle gut gefallen. Die Story gefällt, die Darsteller passen und der Spannungsbogen steigt stetig. Und gerade weil selbst der Zuschauer nicht weiß, wie alles endet oder was noch passieren kann, bekommt man aufregende Unterhaltung geboten. Ein weiterer Pluspunkt ist das konsequente Ende, das nicht jedem Zuschauer schmecken wird, aber für mich ideal zum Film passt. Eben ein wohltuend mutiger Beitrag, in dem großen Teich der Horrorfilme, der das Genre belebt und seinen eigenen Weg geht. Die paar Anspielungen auf bekannte Filme verzeiht man „The Beach House“ daher gern. Ein kleiner bösartiger Film, der thematisch recht aktuell erscheint und somit den Horror nachvollziehbar macht. Von mir eine klare Empfehlung, selten war ein sonnendurchflutetes Wochenende am Strand so finster.

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Bild

Das Bild der DVD ist wechselhaft, von weichen Szenen, bis zu recht scharfen Aufnahmen, ist alles dabei. So gibt es einige Sequenzen, die Details vermissen lassen. Ob diese auf der Blu-ray Version des Filmes besser ausfallen, kann ich leider nicht beantworten, da uns hier das DVD Muster zur Verfügung gestellt wurde. Farblich ist das ganze sehr stimmig, seien es der bläulich schimmernde Strand bei Nacht oder auch die authentisch sonnige Version tagsüber. Bisweilen wirkt die Farbgebung etwas blass und zurückgenommen, das passt aber gut zum Gezeigten. Der Kontrast ist solide, ebenso der Schwarzwert, in Summe ein ordentliches DVD Bild.

Ton

Die Dolby Digital 5.1 Spur überzeugt am meisten bei dem außergewöhnlichen Score, der wirklich für ein düsteres Feeling sorgt. Die Dialoge sind klar und sauber abgebildet, insgesamt eine eher frontlastige Abmischung, die Rears kommen leider selten zum Einsatz. Ebenso der Subwoofer, der zwar seine Momente besitzt, aber die ein oder andere Szene zusätzlich gut unterstützen könnte. Bedenkt man die bedächtige Inszenierung, reicht die Vertonung aber absolut aus, alles andere würde vermutlich zu aufgesetzt wirken.

Extras

  • Original Trailer
  • Deutscher Kinotrailer
  • Trailer

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Koch Films – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8
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Summary
7.3 mitreißend

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