Todfreunde - Bad Influence – Blu-ray Review | Koch Films

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Todfeinde MB CoverStory:

Eigentlich läuft es für Michael Boll bestens, ein gut bezahlter Job in der Finanzbranche und auch privat sieht es glänzend aus. Er ist verlobt und die Hochzeit steht unmittelbar bevor.  Seine berufliche Karriere scheint weiter bergauf zu gehen, eine leitende Stelle als Analytiker ist frei. Allerdings hat er hier intern Konkurrenz mit dem Kollegen Patterson, der seinerseits recht forsch angreift, um die Stelle zu bekommen.

Als Michael im Büro seine Daten für Devisenverkäufe vergeblich sucht, sieht er Patterson als Schuldigen und stellt ihn vorsichtig zur Rede. Dieser aber gibt sich unschuldig, Michael knickt ein und verzieht sich in sein Büro. Sein Druck wächst, er benötigt die Daten dringend. Entnervt kehrt er in eine Bar ein, genehmigt sich einen Drink und lädt eine scheinbar einsame Dame auf ein Getränk ein. Was ihr plötzlich auftauchender Freund gar nicht witzig findet und die Situation scheint zu eskalieren.

Aus dem nichts erscheint ein Fremder und hilft Michael, als er sich bedanken will, ist dieser schon weg. Beim abendlichen Joggen trifft Michael den Fremden zufällig wieder, er stellt sich als Alex vor und man kommt ins Gespräch, auch über die Probleme beim Job, zwecks seiner verlorenen Daten.

Todfeinde Review Szenenbild005Und am nächsten Tag im Büro, sind die Dateien überraschend wiederaufgetaucht. Michael und Alex freunden sich an, verbringen immer mehr Zeit miteinander. Das Selbstvertrauen von Michael wächst, Alex gibt ihm Zuversicht und baut ihn auf. Doch Alexs Art birgt auch Gefahr, immer öfter begeht Michael Mutproben mit ihm, die scheinbar keine Grenzen kennen. So gerät Michael langsam in den Sog von Alex, ohne es wirklich zu bemerken.

Nun, wer ist Alex eigentlich und was hat er wirklich vor mit Michael? Das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Eindruck:

Erstmals erscheint Todfreunde auf Blu-ray, ein gelungener Thriller aus den 90ern, der auch heute noch zu gefallen weiß. Unter der Regie von Curtis Hanson, der unter anderem auch „Die Hand an der Wiege“ und „L.A, Confidential“ drehte, entstand ein typischer Yuppie Film dieser Zeit.

Mit James Spader und Rob Lowe zudem passend besetzt, obwohl Spader zu der Zeit, eher die Rolle eines Fieslings spielte, von Hanson umbesetzt wurde, in einen ehrlichen, unschuldigen und leicht verschüchterten Charakter.

Dazu bekommt der Sunnyboy Rob Lowe eine undurchsichtige Rolle, die wenig preisgibt von sich, aber stets hilfsbereit zur Seite steht. Dieser Mix funktioniert glänzend, so werden Michael und Alex schnell ziemlich beste Freunde. Und der Zuschauer erfreut sich daran, dass Michael selbstbewusster wird und sich zu wehren beginnt. Auch die Freundschaft der beiden scheint ein Glücksfall zu sein, Michael scheint quasi einen Kokon abgelegt zu haben.

Die faszinierende Darbietung von James Spader und Rob Lowe macht den Film genauso glaubwürdig wie spannend. Den anfänglich Hilflosen spielt Spader derart echt und auch der Übergang zum selbstbewussteren Auftreten wirkt nachvollziehbar. Dazu gesellt sich Lowe mit einer leicht unterkühlten, fast unnahbaren Aura, die den Zuschauer in seinen Bann zieht, man möchte einfach auch so einen Freund haben.

Todfeinde Review Szenenbild001Fazit:

Regissuer Curtis Hanson hat mit „Todfreunde“ einen interessanten Thriller abgeliefert, der mit dem Zuschauer und seinen Sympathien spielt. Sicherlich ein typisches Katz- und Maus-Spiel, dennoch gelungen inszeniert. Gelungen auch dank der beiden Hauptdarsteller, die hier sichtlich Spaß an ihrer Rolle haben. Dazu ein Klasse Soundtrack der späten 80er, wodurch man perfekt in die damalige Zeit transportiert wird. Allerdings nicht falsch verstehen, das ist kein Film nur für Nostalgiker. Wie schon anfänglich erwähnt, „Todfreunde“ macht auch heute noch Freude und fesselt einen, was will man mehr?

Im Vertrieb von Koch Media und Herausgeber OFDb Filmworks erscheint „Todfreunde“ nicht nur erstmals als Blu-ray, sondern in zwei Covervarianten als schickes Mediabook. Ich habe Cover A hier vorliegen, das Motiv ist aus der damaligen Kinozeit als Plakat bekannt. Die Oberfläche des Mediabook ist matt gehalten, das verleiht dem Motiv das gewisse etwas und wirkt stimmig. Dazu enthält das Mediabook gewohnt die DVD des Filmes und ein interessantes Booklet. Abgerundet mit einem sehr fairen Preis, kann ich dieses Mediabook einfach nur empfehlen.

Bild:

Die Farbgebung passt und bietet einen tollen Look der Zeit. Die Schärfe variiert allerdings, Nahaufnahmen kommen recht scharf daher, in der Halbtotalen bis hin zu Totalen, wirkt vieles weicher. Der Schwarzwert passt und überzeugt, der Kontrast bewegt sich auf gutem Niveau. In den dunklen und eher spärlich ausgeleuchteten Szenen, gehen allerdings einige Details verloren. Insgesamt aber ein ordentliches Bild welches auf der Leinwand transportiert wird.

Ton:

Eine deutsche PCM 2.0 Tonspur habe ich erwartet, schadet diesem dialoglastigen Film aber keineswegs. Die Musik der Zeit und der Score werden gut gelöst von den Boxen in den Raum gestellt, das klingt mehr als passabel. Die Sprachverständlichkeit ist stets gegeben und bietet keinen Anlass zur Kritik. Alles in allem eine gute Vorstellung für eine 2.0 Tonspur.

Todfeinde Review Szenenbild002Extras:

  • Booklet
  • Trailer

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

 

(Hartmut Haake)

©Bilder Koch Films – Alle Rechte vorbehalten!

Todfeinde MB Cover

 

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Todfreunde macht auch heute noch Freude und fesselt einen

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Summary
7.3 Gut

Discussion1 Kommentar

  1. Avatar

    Oha, den Film hatte ich ja gar nicht mehr auf dem Schirm. Diesen sah ich zuletzt in einer Zeit, in der man fette, schwarze, unhandliche Kassetten aus einer Videothek heim schleppte. Vielen Dank für das Review, den muss ich mal im Hinterkopf behalten. 😉

Kommentare

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