Urban Justice - Blinde Rache – Blu-ray Review | Sony Pictures | 24.11.2020

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Am 19. November 2020 kam „Urban Justice – Blinde Rache“ als Blu-ray und als DVD in den Handel und wir haben das Review dazu:

Martial Arts Großmeister Steven Seagal ging eigentlich nur zum Film, um zu zeigen, wie richtig realistische Martial Arts Action auszusehen hat. Gleich mit seinem Kinodebüt „Nico“ überzeugte er die Actionfans mit unglaublicher Wucht. Die darauffolgenden Filme wie „Zum Töten Freigegeben“, „Hard to Kill“, „Deadly Revenge“ und natürlich „Alarmstufe Rot“, gelten als absolute Actionperlen. Doch so schnell der Stern von Steven Seagal aufstieg, so schnell sank er auch wieder. Zwar genießt er in Sachen Martial Arts und Selbstverteidigung überall allerhöchsten Respekt, aber was seine Filme angeht, ging es ab Ende der 90er mit Wucht bergab. Anstatt fürs Kino, fing er lieber an DTV Filme zu drehen, wo er für ein paar Tage Arbeit, teilweise noch schlecht gedoubelt, jede Menge Geld verdienen konnte. Inzwischen werden seine neuen Filme nur noch belächelt und selbst von knallharten Fans eher ignoriert, da mit den Jahren die teilweise kaum vorhandene Qualität noch weiter sank. Nun bringt Sony Pictures Home Entertainment erstmalig in Deutschland den 2007 erschienen Film „Urban Justice – Blinde Rache“ uncut auf Blu-ray als Amaray raus. Wir haben den Film für euch getestet, sodass wir euch sagen können, ob „Urban Justice – Blinde Rache“ noch zu den wenigen guten DTV Filmen von Seagal gehört oder eher in die Kategorie fällt, dass die Disk ein toller Bierdeckel ist.

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Story:

Der junge Cop Max Ballister ermittelt gegen einen Bandenkrieg in LA und wird plötzlich auf offener Straße erschossen. Deswegen kehrt sein Vater Simon zurück nach LA. Der Ex CIA Agent fängt nun selbst an zu ermitteln und wird zur Zielscheibe, doch die Gangs wissen nicht, mit wem sie sich da angelegt haben. Simon fängt nicht nur an mächtig aufzuräumen, sondern kommt auch einer Intrige gegen seinen Sohn auf die Spur. Mehr und mehr Leichen pflastern seinen Weg.

Eindruck:

Im Bezug auf „Urban Justice – Blinde Rache“ kann man jetzt den Film aus zwei Seiten betrachten. Zum einen ist der Film pures Gold im Vergleich zu den Filmen, worin Steven Seagal aktuell mitspielt, jedoch im Vergleich zu seinen großen Film zum Start seiner Karriere ist „Urban Justice – Blinde Rache“ eher minderwertig. In der Summe gehört „Urban Justice – Blinde Rache“ zu den besseren DTV Produktionen mit Seagal, auch wenn es hier mit Filmen wie „Driven To Kill“ oder „A Dangerous Man“ trotzdem immer noch bessere gibt. Seagal hat inzwischen sichtlich an Masse zugelegt (und damit meine ich nicht Muskeln), guckt wie üblich ohne große Veränderung im Gesicht in die Kamera und perfektioniert damit weiterhin die Kunst des „Underacting“. Dafür kommt die Art wie er spricht (im Originalton) aber immerhin recht cool, beruhigend und lässig rüber. Das wirkt aber gleichzeitig so übertrieben auf Cool getrimmt, dass man das Ganze nicht ernst nehmen kann. Gleichzeitig neigt sein Gegenspieler zu einem Over Acting, dagegen wirkt Nicolas Cage handzahm. Alleine diese Kombination der zwei Extreme, machen den Film schon ab und an anstrengend, wobei es definitiv schön zu sehen ist, dass man die L.A. Kulisse nutzt und nicht wie so oft bei den Seagal DTV Filmen das Ganze in den europäischen Ostblock verlagerte. Durch die L.A. Kulisse wirkt das Ganze noch mal deutlich gehobener. Die Story selbst ist sehr einfach gehalten, gradlinig erzählt und mit klassischer Wendung zum Schluss, sodass es keinerlei Überraschungen gibt.

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Diese Art von Story hat man schon oft gesehen und oft natürlich auch schon besser. Trotz der kurzen Laufzeit und der gradlinigen Story, kommt es aber auch aufgrund so einiger nerviger Charaktere schon zu einigen Längen. Immerhin gibt es viel Action, deswegen kommen wir nun direkt dazu. Bis vor Kurzem war der Film noch indiziert, ist inzwischen aber auf FSK 18 runtergestuft und selbst diese Freigabe ist immer noch übertrieben. Ich habe brutalere FSK 16 Filme gesehen, aber ich muss sagen, der Bodycount ist wirklich sehr groß. Seagal prügelt und ballert sich durch regelrechte Wellen an Gegnern und dabei werden die Treffer noch mit wunderbar Old School Bloodpacks gezeigt. Somit fließt auch Blut, wobei der Einsatz der Bloodpacks teilweise so übertrieben ist, dass es stellenweise schon wieder unfreiwillig komisch wirkt. Die Shootouts sind gut in Szene gesetzt. Martial Arts mäßig gibt es einiges zu sehen. Natürlich hat Seagal als Großmeister die ganzen Bewegungen drauf. Die Kämpfe sind sehr schnell, sehr hart und natürlich auch realistisch gehalten. Man sieht zur Abwechslung mal nicht, dass er viel gedoubelt wird. Die Kamera ist bei den Kampfszenen nah am Geschehen, mit schnellen Schnitten und auch Geschüttel, wodurch die an sich harten Kampfszenen, durch die Tatsache, dass es unübersichtlich wird, schon einiges an Eleganz verlieren, die die Seagal Filme anfangs ausmachten. Dadurch geht einiges an Wucht verloren. Die Verfolgungsjagden mit den Autos sind sehr gut aufgenommen und mit guten Stunts unterlegt, wobei ab und zu Green Screens sichtbar sind. Actionmäßig wird hier wirklich einiges geboten, sodass nicht nur Hardcore Steven Seagal Fans unterhalten werden.

Bild:

Das Bild hat mit einigem Rauschen zu kämpfen und auch die Farbpalette ist nicht besonders gut. Das Bild ist sehr dunkel, sodass man bei Nacht-Szenen teilweise Schwierigkeiten hat, Sachen zu erkennen. Auch die Schärfe ist nicht gerade auf hohem Niveau. Das Bild hat immer wieder mit starken Unschärfen zu kämpfen. Nur bei wenigen Szenen merkt man überhaupt, dass das Bild in HD ist. Immerhin gibt es aber keine Pixelbildung.

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Ton:

Der englische und der deutsche Ton liegen in DTD HD 5.1 vor. Beide Tonspuren sind recht frontlastig. Die Räume werden nicht so viel bedient. Die Bässe sind sehr kraftvoll, dadurch werden aber auch einige Details verschluckt. Der englische Ton bietet etwas mehr Kraft, als die deutsche Tonspur.

Bei der deutschen Synchro könnte sich die Stimme von Seagal nicht mehr mit seiner Originalstimme unterscheiden. Wodurch die Wirkung komplett anders ist. Sprich auf Deutsch könnte man glatt meinen, Steven Seagal würde schauspielern. Die anderen Sprecher machen ihre Sache ganz ordentlich.

Extras

  • Trailer
  • Wendecover

Als Bonusmaterial gibt es nur Trailer. Außerdem verfügt die Blu-ray über ein Wendecover, was in der heutigen Zeit schon eher eine Seltenheit ist.

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Fazit:

Der Film reicht natürlich nicht annähernd an die großen Steven Seagal Filme ran und nein es ist auch nicht sein bester DTV Film, aber „Urban Justice – Blinde Rache“ gehört hier klar zu den deutlich besseren DTV Filmen. Erst recht in Relation zu seinen heutigen Werken. Es gibt reichlich Action und die L.A. Kulisse kommt sehr gut rüber. Die Story ist aber kaum der Rede wert und dient nur als Vehicle für jede Menge Action, diese ist zwar nicht immer perfekt aufgenommen, aber für Hardcore Seagal Fans ist der Film eh Pflicht und sorgt immer noch für guten Unterhaltungswert.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Sony Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

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