When she wakes – Fürchte deine Träume – Blu-ray Review | Lighthouse Home Entertainment | 26.07.2020

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Der Film When She Wakes – Fürchte deine Träume“ kommt am 24. Juli 2020 auf Blu-ray und DVD in den Handel und hier gibt es das ausführliche Review dazu.

„Einschlafen unmöglich?“
When she wakes – Fürchte deine Träume 2019 Film kaufen Shop News Trailer Kritik Review

Nicht wenige Werke erschienen ursprünglich als Kurzfilm ehe sie als Langfilm einem wesentlich größeren Publikum bekannt gemacht werden konnten. Egal ob Guillermo del Toro´s Mama, Tim Burton´s Frankenweenie oder auch Sam Raimi´s Klassiker Tanz der Teufel – alle diese Filme basieren auf sogenannten Short Movies. Auch der neueste Psycho-Grusler „When She Wakes – Fürchte deine Träume“, inszeniert und geschrieben von Regieneuling David Arthur Clark, entstammt seinem 2018er Kurzfilm Awake. Ob der Low-Budget Indie-Horrorfilm, der im Übrigen ohne Kinoauswertung auskam, auch wirklich den Zuschauer vor lauter Gruseln wach hält und wie sich die Blu-ray Disc aus dem Hause Lighthouse Home Entertainment so schlägt, durfte die Filme.de Redaktion für ihre Leser bereits genauestens testen.

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Story:

Seit ihr kleiner Sohn unter tragischen Umständen ums Leben gekommen ist, leidet Mutter Danni unter Schlafstörungen und Albträumen. Teilweise verschwimmt dabei Realität und Fiktion. Jede Nacht hat sie das beängstigende Gefühl, dass ihr jemand beim Schlafen zuschaut. Bald nehmen ihre grauenhaften Visionen aus ihren Träumen zu und sie findet sich in einer finsteren Realität wieder, die sie nicht mehr von der Fiktion unterschieden kann.

Regisseur und Autor David Arthur Clark startet den Film gleich mit dem schlimmsten Albtraum einer Mutter: Danni verliert ihren Sohn bei einem Unfall aufgrund eines Anfalls von Narkolepsie, auch Schlafkrankheit genannt. Der Film blättert danach gekonnt immer wieder durch Szenen besagten Unfalls und ihres Lebens vor und nach dem katastrophalen Ereignis.

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Der größte Teil der Geschichte spielt in Dannis Haus, wo sie und ihre 10-jährige Tochter leben. Danni ist frisch geschieden und jedes Mal, wenn sie an ihren Sohn denkt, von Schuldgefühlen geplagt. Während des gesamten Films erleben Danni und ihre Tochter nachts seltsame Dinge, auf die an dieser Stelle natürlich nicht weiter eingegangen wird. Eine Sache, die fabelhaft umgesetzt wurde, ist der Terror, der durch Schuld und Trauer hervorgerufen wird. Das Leiden, der Schmerz und die Paranoia, dass die Charaktere zusätzlich zur Angst bei Nacht durchmachen, tragen immens zu einem intensiven und mitfühlenden Seherlebnis bei.

Mitfühlend sind vor allem die Leistungen der Schauspieler. Allen voran die junge Hannah Ward als Danni. Ihre rohe und glaubwürdige Leistung einer trauernden Mutter mit einem wirklich bodenständigen Realitätssinn begeistert so sehr, dass man fast ihren gesamten Schmerz mitfühlen könnte. Micah Joe Parker als Dannis Ehemann und Stella Carlish als Tochter Cassie übernehmen ebenfalls hervorragend ihre Rollen in dieser dysfunktionalen Familiendynamik.

Bei einer Laufzeit von knapp 78 Minuten verliert sich „When She Wakes – Fürchte deine Träume“ zum Glück nicht in Nebensächlichkeiten. Etwas mehr Charaktertiefe und –feinschliff, sowie einige beantwortete Fragen hätten den Psycho-Grusler zwar intensiver und „größer“ erscheinen lassen, an aktuelle Genreklassiker wie zum Beispiel „Hereditary“ kommt er dennoch nicht heran. Dafür schleichen sich zu viele kleine Ungereimtheiten ein. Genau wie soeben genannter kommt auch „When She Wakes – Fürchte deine Träume“ fast ohne Blut aus, dreht unentwegt immer weiter an der Spannungsschraube, bietet aber leider nur in der ersten Hälfte Gruselfeeling auf solidem Niveau – Slasher-Fans sind hier leider fehl am Platz, denn bis auf ein bis zwei etwas derberen Szenen bleibt der Streifen dann doch eher harmlos.

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Trotz der Annahme, alle Elemente des Films in zigfacher Ausführung bereits in anderen Werken gesehen zu haben, erwies sich When She Wakes – Fürchte deine Träume“ für ein Erstlingswerk überraschend ordentlich inszeniert… und das, obwohl die Beteiligten in diesem Low-Budget Grusler größtenteils unerfahren sind. Zum Geheimtipp reicht der Film allerdings dann doch nicht ganz.

Bild:

Das Bild der blauen Scheibe wird uns im Ansichtsverhältnis 2,40:1 präsentiert. Die leicht entsättigten, aber dennoch natürlichen Farben, passen perfekt zur trauernden Welt, in der sich Danni befindet. Der Schärfewert ist, obgleich seiner Low-Budget Herkunft, durchgehend ordentlich und weist keine Artefakte auf.

Dennoch schlich sich, zumindest bei unserer Test Blu-ray Disc, ein Bildfehler bei Minute 17:44 ein, bei der am unteren Bildrand für kurze Zeit ein fehlerhaftes Zwischenbild angezeigt wird. Hautporen in den Gesichtern und Texturen der Kleidungen sind oft zu erkennen und lassen ein schönes HD Gefühl aufkommen. Der gut eingestellte Kontrast weiß ebenso zu gefallen, neigt aber ab und an zum Überstrahlen. Lediglich der Schwarzwert, der immerhin keine Details verschluckt, hätte noch einen ticken dunkler ausfallen dürfen.

Ton:

  • Deutch DTS-HD MA 5.1
  • Englisch 2.0 Stereo

Der Ton ist primär sehr frontlastig, der Score darf aber auch von den hinteren Lautsprechern wahrgenommen werden und verteilt sich gleichmäßig im Raum. Die deutschen Dialoge sind leider etwas zu leise auf die Scheibe gepackt, können aber am Verstärker natürlich etwas angehoben werden. In der englischen Version sind die Stimmen neutraler zu hören. 

Der Subwoofer bekommt fast gar nichts zu tun, was sich am offensichtlichsten bei den wenigen Schockmomenten zeigt. Schade, denn der kraftlose Klang kostet natürlich einiges an Atmosphäre. 

Insgesamt darf die Tonqualität aber als solide mit genügend Luft nach oben bezeichnet werden.

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Extras:

Als Bonusmaterial bietet uns Lighthouse Home Entertainment lediglich fünf weitere Trailer aus eigenem Hause an:

  • „The Axiom – Das Tor zur Hölle“
  • „The Blood Lands“
  • „Killer Kate“
  • „Soul to keep“
  • „Blood Child – Wiege des Bösen“

An ein Wendecover ohne FSK 16 Flatschen wurde glücklicherweise gedacht.

Fazit:

Audiovisuell liegt der Film im Mittelfeld. Das Full-HD Bild weiß bis auf ein paar kleinere Schwächen wie schwankendem Schwarzwert und nicht immer optimal eingestelltem Kontrast zu gefallen. Dem Ton fehlt es zeitweise an Dynamik. Insgesamt kann man den Ton als ordentlich mit Luft nach oben beschreiben.

Das Erstlingswerk von David Arthur Clark ist für einen Low-Budget Grusler zwar ganz solide inszeniert, bis zum Finale hin fesseln kann „When She Wakes – Fürchte deine Träume“ aber trotz seiner kurzen Laufzeit leider nicht ganz.

Testgeräte:

TV: LG OLED 55C8PLA
Player: Sony UBP X-700
AV-Receiver: Denon AVR X-1500 H
Center-Lautsprecher: Teufel Ultima UL 40 C Mk3
Front- und Surround-Lautsprecher: Teufel Motiv 6
Atmos-Lautsprecher: Teufel Reflekt (Front Height)

(Alexander Gabler)
©Bilder Lighthouse Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten!

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Discussion1 Kommentar

  1. Avatar

    „Dialoge können am Verstärker etwas nachgeregelt werde“… Voraussetzung ist natürlich, das man so etwas besitzt. 😉

    Für weniger gut ausgestattete Leute ist der Dialog-Ton dann eher als Manko zu betrachten?

Kommentare

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