WWE WrestleMania 37 – Blu-ray Review | Fremantle Media | 18.06.2021

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Am heutigen 11. Juni 2021 kam „WWE WrestleMania 37″ auf Blu-ray und auf DVD in den Handel und wir haben das Review dazu:

Was im Football der Superbowl ist, ist im Wrestling die WrestleMania. Eine Wrestlingshow der Superlative, die berüchtigt ist für besonders gute Matches und der Höhepunkt vieler Storylines. In den letzten Jahren schwächelte die WrestleMania aber zunehmend und viele Matches und Ausgänge enttäuschten. Doch diesmal kann nur alles anders werden, denn nach über einem Jahr Pause, sind endlich wieder Zuschauer im Stadion zugelassen. Ca. 25.000 Zuschauer pro Wrestling Tag waren dabei, um die Show zu genießen. Doch enttäuscht die erste Großveranstaltung des Jahres mit Zuschauern nach der Coronapause, oder werden die Matches nach langer Zeit mal wieder Wrestling Geschichte schreiben? Wir haben die „WWE WrestleMania 37″ für euch getestet und können es euch ganz genau sagen.

WWE Wrestlemania 37 – Bluray Review Film 2021 Shop kaufen Szenenbild

Die Matches:

1. Tag:

  • Bobby Lashley vs. Drew McIntyre (Einzelmatch um den WWE Championship)
  • Tamina & Natalya vs. Lana & Naomi vs. Liv Morgan & Ruby Riott vs.
  • Mandy Rose & Dana Brooke vs. Carmella & Billie Kay (Tag Team Match um die Chance auf den WWE Women’s Titel)
  • Cesaro Vs. Seth Rollins (Einzelmatch)
  • AJ Styles & Omos vs. The New Day (Tag Team Match um den Raw Tag Team Titel)
  • Braun Strowman vs. Shane McMahon (Steel Cage Match)
  • Bad Bunny & Damian Priest vs. The Miz & John Morrison
  • Bianca Belair vs. Sasha Banks (Einzelmatch um den Smackdown Women’s Championship)

2. Tag

  • Randy Orton vs. Bray Wyatt (Einzelmatch)
  • Nia Jax & Shanya Bazler vs. Tamina & Natalya (Tag Team Match um den WWE Women’s Tag Team Titel
  • Kevin Owens vs. Samy Zyan (Einzelmatch)
  • Sheamus vs. Riddle (Einzelmatch um den WWE United States Championship)
  • Apollo Crews vs. Big E (Nigerian Drum Fight um den WWE Intercontinental Championship)
  • Rhea Ripley vs. Asuka (Einzelmatch um den Raw Women’s Championship)
  • Roman Reigns vs. Daniel Bryan vs. Edge (Triple Threat Match um den WWE Universal Titel)

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Eindruck:

Endlich wieder Zuschauer! Pro Tag waren ca. 25.000 Leute im Stadion, was zwar immer noch kein volles Haus bedeutete, aber deutlich besser war, als alles, was man im letzten Jahr erleben musste. Jetzt herrscht nicht nur deutlich mehr Stimmung, sondern auch die Wrestler und Wrestlerinnen genießen das Ganze mehr und lassen entsprechend deutlich mehr die Sau raus. Die Tatsache, dass man es wie im letzten Jahr auf zwei Tage aufgeteilt hat, tut der Sache sehr gut. Es ist immer besser 2x 4h zu schauen, als direkt einmal 8h am Stück. Jetzt auf Blu-ray kann man natürlich pausieren wann immer man möchte, aber wer live schaut, der versteht was ich meine. Kommen wir aber zu den Matches, und hier müssen wir darauf hinweisen, dass dieses Review von nun an auch Spoiler enthält, um freier schreiben zu können. Die Matches werden jeweils durch Storyzusammenfassungen eingeleitet. Nach dem Intro und dem musikalischen Auftakt von Bebe Rhexa, geht es auch schon mit Wrestling los.

Bobby Lashley vs. Drew McIntyre ist ein guter Auftakt. Nicht direkt der große Showstealer am Anfang, aber auch kein schwaches Match. Beide zeigen ein sehr abwechslungsreiches Match, ohne, dass einer direkt überlegen wirkt, sondern sie begegnen sich auf Augenhöhe. Das darauffolgende Damen Tag Team Match, kann da technisch nicht mithalten. Dafür bietet es aber was den Unterhaltungswert angeht etwas mehr. Man merkt deutlich, dass alle mit viel Spaß dabei sind und auch die Sau rauslassen wollen, aber dann dummerweise auch manchmal über das Ziel hinausschießen, wodurch einige merkliche Fehler passieren, wie z.B. Abstimmungsschwierigkeiten.

Natürlich ist es nicht von Vorteil, dass bei zwei Wrestlerinnen die Kleidung versagt und ein paar nicht jugendfreie Körperteile sichtbarer werden. Was für das männliche Publikum etwas mehr an Unterhaltungswert als geplant bietet. Doch kommen wir zum ersten Highlight des Abends: Cesaro vs. Seth Rollins. Beides herausragende Wrestler, wobei Cesaro leider nie den Push bekommen hat, den er eigentlich verdient, auch wenn die Zuschauer ihn lieben. Das Match aber hat es in sich. Spektakulär, abwechslungsreich, ein klasse Storytelling und man merkt auch, dass Seth Rollins, der schon oft im Main Event war, sich nicht zu schade ist, jemanden anderen gut aussehen zulassen und das macht er hier herausragend. Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass ein Cesaro ebenfalls ins Main Event gehört, aber naja, die WWE schreibt natürlich andere Gesetze. Cesaro selbst liebt dieses Match merklich, endlich mal ein Match, was er sich seit langem verdient hat mit einem wunderbarem Zusammenspiel vom Publikum.

Nach diesem Match lässt man dem Publikum etwas Zeit zum Atmen, denn die nächsten zwei Matches können diese Qualität nicht annähernd  halten. AJ Styles, einer der besten Wrestler unserer Zeit, zusammen mit Omos, einem Neuling, der im Grunde nur groß und stark ist, aber ohne dem nötigen Können dahinter, gegen The New Day. Man hat ohne Frage das Beste draus gemacht, indem man Omos möglichst wenig im Ring zu sehen bekommt, sondern die Leitung New Day und Styles überlässt. Die machen entsprechend eine ganz solide Show mit guten Spots, aber  wenn man direkt nach dem Match von Cesaro vs. Seth Rollins kommt, ist das schon sehr schwer, dort mitzuhalten. Sobald Omos in den Ring kommt, geht es qualitativ nach unten. Er ist eben nur groß, stark und kann grimmig schauen, aber eben auch nicht mehr, doch genau diese Typen liebt der WWE Boss. Immerhin, das kürzeste Match des Abends, ist nicht langweilig geworden.

Das nachfolgende Match, Braun Strowman vs. Shane McMahon ist, wie zu erwarten, auch nicht besonders gut. Strowman, der sich zwar merklich verbessert hat, ist natürlich immer noch recht limitiert und Shane McMahon kann im Grunde nur aus unglaublichen Höhen runterfallen und ja wie zu erwarten, darf er dies hier ebenfalls tun. Diese Highflying Moves sind ohne Frage spektakulär und tun beim Zuschauen weh, doch sobald er beide Beine auf dem Boden bzw. im Ring setzt, wird es langweilig. Da nutzt auch ein Stahlkäfig nicht wirklich viel.

Das Match Bad Bunny & Damian Priest vs. The Miz & John Morrison, wird zu einer kleinen Überraschung des ersten Tages. Bad Bunny, der ja Musiker und kein Wrestler ist, zeigt die wohl beste Leistung für einen Nicht Wrestler, seitdem Arrow Star Stephen Amell mitmischt. Klar Damian Priest, The Miz und John Morrison, sind sehr gute Worker, aber das was Bad Bunny nach kurzem, aber intensivem Training zeigt, das verdient wirklich Respekt. Bad Bunny kann hier vielleicht nicht mit den ganz Großen mithalten, zeigt aber deutlich mehr Können, als z.B. Omos davor und das Match ist definitiv besser, als das Steel Cage Match davor.

Nun kommen wir aber zum Main Event des ersten Abends, welches den Begriff Main Event definitiv verdient. Sasha Banks, eine der besten Wrestlerinnen aller Zeiten, gegen Bianca Belair, die vor Freude im Main Event zu stehen, mit den Tränen in den Augen zu kämpfen hat. Dieses Match hat es in sich! Beide stehen, was Technik und Zusammenspiel mit dem Publikum angeht, auf Augenhöhe. Das Match hat alles, was es braucht: Spannung, Dramatik, spektakuläre Moves mit tollem Storytelling und zu dem Zeitpunkt auch die perfekte Gewinnerin, sodass man als Zuschauer nur applaudieren kann. Besser hätte man den ersten WrestleMania Tag nicht beenden können. Doch nun muss man als Zuschauer erst einmal verschnaufen.

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Der zweite Tag beginnt mit einem kurzen, nur knapp 6 Minuten langem Match mit Orton vs. Wyatt. Wobei man es auch nicht richtig als Match bezeichnen kann, denn im Grunde gibt es zwar einige Moves, aber ansonsten stehen die beiden nur da und man darf deren Psychospielchen zuschauen. Alexa Bliss, als Wyatts Begleiterin, ist außerhalb des Ringes zwar herrlich psycho, aber ganz ehrlich, das Ende macht es so ziemlich keinen Sinn, außer jemand hat zu viele schlechte Horrorfilme gesehen. Eines der WrestleMania Matches, welches viele wohl überspringen werden.

Auch das zweite Match des zweiten Abends wird nicht zum großen Match. Die Damen sind sichtlich bemüht und machen, ohne Frage, ihre Sache solide. Erst recht wenn man bedenkt, wie limitiert die Teilnehmerinnen in ihren Wrestling Fähigkeiten sind. Es ist eben weniger Technik und dafür viel Kraft. Es ist zwar keine Gurke, aber spannend anzuschauen leider auch nicht.

Danach folgt ein Match mit zwei wirklich guten Technikern, die auch noch echte Freunden im wirklichen Leben sind. Die Rede ist von Kevin Owens vs. Samy Zyan. Leider ist auch dieses Match nicht so, wie es man sich erhofft, was aber auch daran liegt, dass man von den beiden bereits deutlich bessere Matches gesehen hat. An sich ein gutes Match, vor allem der Stunner zum Schluss sorgt für ein Lächeln, aber trotzdem hat man sich hier deutlich mehr erhofft. Vielleicht ist zwischen den Beiden aber auch ein bisschen die Luft raus, wer weiß.

Auf ähnlichem Niveau agieren dann auch Sheamus vs. Riddle. Ein gutes Match, was in einer wöchentlichen Show ohne Frage ganz gut wäre, aber hey wir haben hier WrestleMania! Ein gutes Matchs reicht dabei nicht aus, da muss mehr kommen, viel mehr! Und danach folgt dann auch noch mit Apollo Crews vs. Big E das schwächste Match des zweiten Tages. Beide sind an sich gute Wrestler, aber mal ganz ehrlich, man nimmt ein No Disqualification Match und tauft es in Nigarian Drum Fight um, da es besser klingt, wie bräsig ist das denn? Klar gibt es ein paar nette Spots, aber nachdem man die beiden bereits zig mal gegeneinander antreten sah, ist für viele die Luft der Fehde raus. Ähnlich wie beim Match Zyan gegen Owens. Entsprechend merkt man an der Stimmung, dass hier nicht viel gerissen wird.

Nun fassen wir mal den zweiten Tag zusammen. Von den ersten 5 Matches sind zwar keine Gurken dabei, aber man ist deutlich hinter dem Level des 1. Tages geblieben. Solide Matches, diese aber ohne wirkliche Wow-Effekte, ohne große Begeisterung und fragwürdigen Entscheidungen, was die Ausgänge der Matches angeht.

Doch es kommen ja noch zwei Matches und jetzt muss ich sagen, wer bis hierhin durchhält, der wird belohnt. Auf der Blu-ray kann man natürlich auch direkt dort hin springen, jeder wie er es mag. Rhea Ripley vs. Asuka ist ein klasse Championship Match. Asuka ist perfekt, um Ripley zu pushen, wodurch beide eine herausragende Show liefern. Asuka steht perfekt im Einklang mit dem Publikum, wodurch auch die Stimmung merklich steigt. Die Spots haben es in sich. Es geht hin und her, ohne, dass jemand überlegen scheint. Zwar ist, in der Summe gesehen, das Match nicht so gut, wie das zwischen Banks und Belair vom Vortag, doch zu diesem Zeitpunkt ist es das mit Abstand beste Match des Abends. Doch es kommt ja noch das Match zwischen Edge, Reigns und Bryan.

Bei Edge fragte man sich, ob er es immer noch drauf hat, nachdem er bei der letzten WrestleMania ein eher mieses Match hinlegte. Dabei ist es natürlich von Vorteil, dass man mit Bryan einen brillanten Techniker im Ring hat und gleichzeitig einen Meister im Geschichten erzählen, während eines Matches. Es gibt tolle harte Spots und technisch atemberaubende Moves. Nachdem dieses Match von Anfang an mit voller Power punkten konnte, wurde es zum Ende hin mit der Verleihung es Titels versaut. Das will das Publikum natürlich am wenigsten sehen, wodurch sicherlich einige Zuschauer sehr frustriert nach Hause gegangen sind.

Zwischen den ganzen Matches gibt es, neben den Hall of Fame Teilnehmern, noch ein paar unnötige Auftritte der „Gastgeber“ Hulk Hogan und Titus O’Neill. Beide „Gastgeber“ machen dabei einen eher weniger guten Job, tauchen nur wenige Mal auf, beweihräuchern sich und sind dann wieder verschwunden. Dazu gibt es auch immer mal wieder Comedy Sequenzen mit Bailey, die versucht vor die Kamera zu kommen. Lustig? Naja nicht wirklich, aber immerhin gut für eine Toilettenpause.

Bild:

Das Bild liegt in 1080i vor und ist sehr gelungen. Knallige Farben und tolle Schärfe, sodass jederzeit Details wie einzelne Härchen, Schweißperlen und Co sehr gut sichtbar sind. Auch wenn die komplette Show auf einer Disk ist, Pixelbildung, Artefaktbildung, Rauschen oder Grieseln war nicht zu sehen. Das Bild bleibt durchgängig sauber.

Ton:

Der deutsche und der englische Ton liegt jeweils in Dolby Digital 2.0 vor und unterscheidet sich im Grunde nur von der Tatsache, dass beim Deutschen Ton die deutschen Kommentatoren mit dabei sind. Die übersetzen dann auch die Interviews. Raumklang gibt es bei beiden Tonspuren nicht. Der deutsche Kommentar ist aber ein paar Nuancen lauter als der englische Originalkommentar. Mir persönlich gefällt der englische Ton besser, da das Ganze für mich authentischer klingt. Am Ende ist es aber, wie bei allen Wrestling Blu-rays, Geschmackssache.

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Extras:

Raw:

  • Bobby Lashley vs. Cedric Alexander NXT TakeOver: Stand & Deliver:
  • MSK vs. Grizzled Young Veterans vs. Legado Del Fantasma (NXT Tag Team Championship Triple Threat Match)
  • Io Shirai vs. Raquel Gonzalez (NXT Women’s Championship Match)
  • Finn Bálor vs. Karrion Kross (NXT Championship Match)

Smackdown:

  • Andre the Giant Memorial Battle Royal
  • The Head of WrestleMania

In der Summe gibt es über 2h Laufzeit an Features und das komplett in HD. Schade ist natürlich, dass die Hall of Fame Show nicht dabei ist, dieses war meist ein zusätzliches Highlight. Irgendwelche Dokus oder ein Blick hinter die Kulissen von WrestleMania sind nicht dabei, sondern „nur“ zusätzliche Matches aus den Shows, die kurz vor, oder kurz nach WrestleMania ausgestrahlt wurden. Wobei gesagt werden muss, die Matches von NXT TakeOver, haben es in sich und sind allesamt besser, als die meisten Matches während der eigentlichen WrestleMania. Damit ein klares Highlight beim Bonusmaterial. Wer vorher noch kein Fan von NXT war, sollte dies unbedingt anschauen, denn spätestens dann wird man zu einem.

Fazit:

„WWE WrestleMania 37″ ist nicht das beste WrestleMania aller Zeiten, aber es ist um Längen besser, als „WrestleMania 36“. Highlights sind in erster Linie bei Tag 1 zu erwarten. Beim zweiten Tag sind zwar keine Gurken dabei, doch erst gegen Ende holte man die wirklich guten Matches raus. Dadurch bietet dieses Wrestlemania in der Summe für die meisten einen guten Unterhaltungswert, Luft nach oben ist aber immer noch da.

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Fremantle Media – Alle Rechte vorbehalten!

  • Unterhaltung 7
  • Bild 10
  • Ton 4
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Summary

„WWE WrestleMania 37" ist nicht das beste WrestleMania aller Zeiten, aber es ist um Längen besser, als "WrestleMania 36".

7.0 besser

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