GLASS – Blu-ray Review | Walt Disney Company

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Glass Review BD CoverAls Filmemacher M. Night Shyamalan 1999 seine zweite Regiearbeit „The Sixth Sense“ ablieferte, war das ein gigantischer Erfolg, der die ganze Welt auf ihn aufmerksam machte. Bereits im Jahr darauf folgte „Unbreakable – Unzerbrechlich“, wobei dieser zwar nicht mehr ganz so erfolgreich war, aber dennoch nicht nur mich als Zuschauer begeistern konnte. Danach wechselten sich Highlights („The Sign“, „The Village“) und Tiefpunkte („Die Legende von Aang“, „After Earth“) bevor er 2016 mit „Split“ wieder an das alte Niveau anknüpfen konnte.

 

 

Story:

Worauf können wir uns freuen? In „Unbreakable – Unzerbrechlich“ spielte Bruce Willis („Death Wish“) die Rolle des David Dunn und auch Samuel L. Jackson („The Hateful 8“) werden wir in seiner Rolle als Elijah Price, auch bekannt unter seinem Pseudonym Mr. Glass, wiedersehen. James McAvoy („X-Men-Reihe“) erweckte in „Split“ eine Reihe multipler Persönlichkeiten bei Kevin Wendell Crumb und Anna Taylor-Joy („The Witch“) erleben wir als Casey Cooke, die die einzige Person war, die das Aufeinandertreffen mit dem „Biest“ überlebt hat. Wie wir uns schon denken konnten, war „Split“ nicht das Ende der Geschichte. In „GLASS“ nun erleben wir, wie David Dunn (Bruce Willis) jeden Schritt von Crumbs (James McAvoy) übermenschlichen Wesen – dem Biest – überwacht. Doch das ist sehr heikel, denn jedes Zusammentreffen ist hochexplosiv und kann eskalieren. Doch eine weitere Gefahr droht durch Elijah Price, der die Fäden des grausamen Spektakels in der Hand hält, denn er kennt dunkle Geheimnisse, die für Dunn und Crumb gefährlich werden könnten.

Glass review Szenenbild001Die Überraschung war letztendlich bei „Glass“ doch noch wesentlich größer, als bekannt wurde, dass „Unbreakable – Unzerbrechlich“ und „Split“ im selben Universum spielen und diese sich nun im aktuell vorliegenden Film vereinen. Während der Streifen mit James McAvoy eher im Horror-Thriller-Genre angesiedelt ist, schlug Shyamalan anno 2000 eher den Comic-Fantasy Weg ein, wobei sich nun „Glass“ auch eher an diesem orientiert. Dabei ist es gewiss von Vorteil, wenn man beide vorhergehenden Filme gesehen hat, wobei der Regisseur, Drehbuchautor und Co-Produzent in Personalunion dem Zuschauer mithilfe von Flashbacks sowohl gezielt abholt als auch nicht aus dem Sehfluss reißt. Schauspielerisch knüpfen Willis, Jackson und McAvoy durchaus an ihre Glanzrollen aus besagten Filmen heran. Denn gerade in der Hinsicht liefert letztgenannter wieder mit seinen zahlreichen Figuren, die er verkörpert, eine herausragende Leistung ab, die nahtlos an die Performance bei „Split“ anknüpft.

Glass review Szenenbild002Zugegeben, es gelingt Shyamalan nicht durchweg die beiden Handlungsstränge miteinander zu verbinden, wobei die Ausgangslage dennoch gut ausgefallen ist, von wegen, dass sich jeder das jeweils nur einbildet. Allerdings erscheinen einige Elemente in der Darstellung doch ein wenig konstruiert und könnte da doch natürlicher erscheinen. Das hat man etwa bei „The Sixth Sense“ oder „The Village“ doch natürlicher und ausgewogener gesehen, so dass man getrost behaupten darf, dass der amerikanische Filmemacher durchaus das Zeug dafür hat.

Aber dennoch gelingt es ihm dessen ungeachtet, den Zuschauer über die knapp zwei Stunden Spielzeit bis zum Schluss bei Laune zu halten, wobei gerade das Spannungslevel bis kurz vor Ende sich konsequent steigert. Ich kann zumindest ehrlich zugeben, dass ich bis zum Schluss mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe. Zwar schafft es Shyamalan dabei  nicht ganz an die beiden Ursprungsfilme „Unbreakable – Unzerbrechlich“ und „Split“ heranzureichen, aber dennoch kann man die zusammenführende Fortsetzung wirklich als gelungen bezeichnen.

Bild:

Glass review Szenenbild004Der Film wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras in 3.4k gedreht, wobei das Digital Intemediate in 4K angefertig wurde. Für die Blu-ray ist das tatsächlich eine sehr gute Ausgangslage. Die Schärfe erreicht dabei fast durch die Bank weg – gerade bei optimaler Ausleuchtung – hervorragende Werte. Allerdings macht sich vereinzelt doch leichtes Rauschen bemerkbar und auch das Bild ist insgesamt eher flach ausgefallen und lässt an Plastizität missen. Ob das bei der 4K UHD Disc besser ausschaut kann ich leider nicht beurteilen, würde mich aber wirklich interessieren. Davon abgesehen ist auch die Durchzeichnung in manchen dunkleren Abschnitten nicht gerade die Beste, aber dennoch gut genug, so dass unterm Strich von einem gutklassigen HD Bild gesprochen werden kann.

Ton:

Glass review Szenenbild005Der Ton wurde in den Varianten Deutsch DTS-HD High Resolution Audio 5.1, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 und Italienisch DTS-HD High Resolution Audio 5.1 auf die Blu-ray gepackt. Die deutsche Abmischung schlägt sich dabei nicht einmal so schlecht, wobei man im Direktvergleich mit dem englischen Original doch Abstriche hinnehmen muss. So ist beispielsweise die Dynamik nicht ganz so umfangreich, wobei beim Synchro Mix dieser dennoch passabel ist, aber natürlicher sein könnte. Ähnlich verhält es sich beim Bass, denn irgendwie hat man hier das Gefühl, das hier noch mehr Wumms in den entsprechenden Szenen kommen könnte, auch wenn der Subwoofer gewiss nicht tatenlos in der Ecke steht. Abgesehen davon sind allerdings die Surroundeffekte wirklich gut und sorgen zusammen mit dem tollen Score für eine schöne Räumlichkeit. Die Dialoge bleiben dabei stets klar verständlich.

Extras:

  • Alternativer Anfang (2:55 Min.)
  • Die Hauptfiguren und ihr Hintergrund (8:17 Min.)
  • Ein Gespräch mit James McAvoy und M. Night Shyamalan (5:07 Min.)
  • Das Team kommt wieder zusammen (3:00 Min.)
  • David Dunn gegen die Bestie (2:06 Min.)
  • Die Stunts in „Glass“ (1:24 Min.)
  • Das „Glass“ Universum (2:46 Min.)
  • Der Filmemacher M. Night Shyamalan (2:38 Min.)
  • Der Sound von „Glass“ (1:47 Min.)
  • Die Effekte von „Glass (2:50 Min.)
  • Raven Hill Memorial Hospital (2:13 Min.)
  • Nights Vision: Die Storyboards (1:53 Min.)
  • Zusätzliche Szenen (25:43 Min.)

Testgeräte:

TV: Panasonic TX 55CWX704
Player: Panasonic DMP-UB900EGK
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 & Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1

 (Sascha Hennenberger)

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