„Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“ – Ein Meisterwerk über Schuld und Vergebung | Happy Entertainment

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Wenn ein literarischer Weltbestseller neu verfilmt wird, sind die Erwartungen stets enorm. Doch mit „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“, der an diesem Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft, beweist der französische Regisseur Éric Besnard eindrucksvoll, dass Victor Hugos Klassiker auch ohne musikalische Untermalung eine unglaubliche erzählerische Wucht entfalten kann. Wir verraten euch, warum dieses bildgewaltige und tief emotionale Charakterdrama ein absolutes Muss für alle Liebhaber des anspruchsvollen Kinos ist und wie es gelingt, den Ursprung einer weltbekannten Legende greifbar zu machen.

Regisseur und Drehbuchautor Éric Besnard, der sich mit Filmen wie „Birnenkuchen mit Lavendel“ einen Namen gemacht hat, widmet sich in seinem neuesten Werk ganz bewusst nur den ersten beiden Teilen der berühmten Vorlage. Anstatt die gesamte epische Breite der Geschichte in einen einzigen Film zu pressen, fokussiert er sich auf das intime, hochspannende Aufeinandertreffen zweier völlig gegensätzlicher Lebensentwürfe. In der Titelrolle liefert Grégory Gadebois eine schauspielerische Meisterleistung ab und verleiht dem getriebenen Protagonisten eine fast schon beängstigende physische Präsenz. Ihm gegenüber steht Bernard Campan, der als grundgütiger Bischof brilliert. Ergänzt wird das hervorragende Ensemble durch Isabelle Carré und Alexandra Lamy. Vor der malerischen Kulisse der Provence, eingefangen in melancholischen und düster-sanften Bildern, entspinnt sich ein packendes Plädoyer für zweite Chancen.

Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1815 in Frankreich: Das Land ist gezeichnet von Armut und einer schweren Wirtschaftskrise in Folge der Napoleonischen Kriege. In dieser unbarmherzigen Zeit wird Jean Valjean (Grégory Gadebois) nach unfassbaren neunzehn Jahren harter Arbeit aus dem Gefängnis entlassen. Seine ursprüngliche Strafe für den Diebstahl eines einzigen Brotes hatte sich durch Fluchtversuche immer weiter verlängert. Die jahrelange Gewalt und das ständige Leid haben ihn zu einem gebrochenen, aber auch extrem gefährlichen Mann gemacht. Erfüllt von tiefer Wut auf die Gesellschaft und einem unbändigen Gefühl der Ungerechtigkeit, traut er niemandem mehr über den Weg.

Als frisch entlassener Sträfling wandert Jean Valjean ziellos durch den Süden Frankreichs. In jedem Dorf, in dem er um Arbeit oder ein warmes Bett bittet, schlagen ihm Ablehnung und Vorurteile entgegen. Als er fast schon aufgeben will, findet er unwissentlich Zuflucht bei Monseigneur Bienvenu (Bernard Campan), dem örtlichen Bischof, der mit seiner Schwester Baptistine (Isabelle Carré) und der resoluten Hausangestellten Magloire (Alexandra Lamy) ein äußerst bescheidenes Leben führt. Der Geistliche empfängt den verstoßenen Ex-Häftling nicht nur mit einer warmen Mahlzeit, sondern begegnet ihm völlig ohne Vorurteile. Von dieser bedingungslosen Güte völlig überrumpelt, gerät Valjeans von Hass geprägtes Weltbild ins Wanken. Es beginnt ein innerer Kampf, bei dem er sich entscheiden muss, ob er seinem Zorn nachgibt oder den Weg der Vergebung wählt.

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Ab 2. April im Kino.

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