Vom bescheidenen Schuhverkäufer zum egomanischen Tischtennis-Genie: Mit „Marty Supreme“ startet an diesem Donnerstag ein mitreißendes und unkonventionelles Sport-Drama in den deutschen Kinos. Unter der Regie von Josh Safdie liefert Hollywood-Star Timothée Chalamet eine absolute Glanzleistung ab, die bereits im Vorfeld als heiße Oscar-Anwärterschaft gehandelt wurde. Wir verraten euch, warum dieser bildgewaltige Aufstieg eines exzentrischen Außenseiters ein absolutes Pflichtprogramm für alle Kino-Fans ist.
Für seinen ersten Solo-Film nach dem Ende der kreativen Zusammenarbeit mit seinem Bruder Benny Safdie widmet sich Regisseur Josh Safdie einer Geschichte, die lose vom Leben der US-amerikanischen Tischtennis-Legende Marty Reisman inspiriert ist. Entstanden ist jedoch kein klassisches Biopic, sondern ein rasanter, fieberhafter Trip in das New York der 1950er-Jahre, der international bereits an den Kinokassen überzeugte und zum bisher erfolgreichsten Film des Studios A24 avancierte. Im Zentrum steht Timothée Chalamet, der seinen Charakter als faszinierenden, aber oft auch moralisch fragwürdigen Antihelden anlegt. An seiner Seite glänzt ein hochkarätiger und teils überraschender Cast: Neben Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow, die nach längerer Pause auf die Leinwand zurückkehrt, gibt auch der Musiker Tyler, the Creator sein gefeiertes Schauspieldebüt. Die dichte Atmosphäre, gepaart mit einer atemlosen Inszenierung, macht den Film zu einem intensiven Erlebnis über Ambition, Obsession und den Preis des Erfolgs.
Inhalt: New York im Jahr 1952: Der junge Marty Mauser (Timothée Chalamet) arbeitet im kleinen Schuhgeschäft seines Onkels Murray (Larry Sloman) in der Lower East Side. Obwohl er ein echtes Verkaufstalent besitzt und sein Onkel große Pläne für ihn hat, sehnt sich Marty nach einem völlig anderen Leben. Seine wahre Leidenschaft und sein überragendes Talent gehören dem Tischtennis. Nachts zieht es ihn gemeinsam mit seinem besten Freund Wally (Tyler, the Creator) in die dunklen, verrauchten Spielhallen der Stadt, wo er bei illegalen Wettkämpfen hohe Geldsummen gewinnt.
Doch Martys Ambitionen sind grenzenlos: Er träumt davon, Weltmeister zu werden und will unbedingt am renommierten British Open in London teilnehmen. Dafür ist ihm fast jedes Mittel recht. Er erpresst das nötige Reisegeld rücksichtslos aus dem Tresor seines Onkels und lässt auch seine heimliche Affäre mit seiner verheirateten Jugendliebe Rachel Mizler (Odessa A’zion) ohne zu zögern zurück. Auf seinem rasanten Weg an die Weltspitze kreuzt er schließlich den Weg der wohlhabenden, ehemaligen Schauspielerin Kay Stone (Gwyneth Paltrow), die ihn in eine Welt voller Luxus, aber auch neuer Abhängigkeiten zieht. Während Marty auf sportlicher Ebene unaufhaltsam brilliert, droht ihn sein ungezügelter Ehrgeiz menschlich völlig in den Abgrund zu stürzen.
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