Der Nebel (2007) (Limited Mediabook Edition, Cover B) – Blu-ray Review | Birnenblatt | 19.12.2019

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„Und schon wieder zieht es uns ins beschauliche Maine.“

Der Nebel 2007 Mediabook Film kaufen Shop Was haben „Die Verurteilten“, „The Green Mile“ und „The Walking Dead“ gemein?

Richtig, alle Werke erschienen unter der Führung des Autors, Produzenten und Regisseurs Frank Darabont und können, ohne sich jetzt zu weit aus dem Fenster zu lehnen, als mehr als gelungen bezeichnet werden.

Aber auch 2007 erschien ein weiterer Titel unter seiner Federführung, nämlich „Der Nebel“ (im Original „The Mist“), eine nervenaufreibende Verfilmung der Kurzgeschichte von Stephen King, in der eine Kleinstadt von einem unheimlichen Nebel, in dem sich mörderische Kreaturen tummeln, befallen wird. Der Film, der auf DVD und später als hochaufgelöste Blu-ray in den Handel kam, wurde schon in so manche Verpackung gesteckt: sei es in die normale Amaray, in ein Steelbook oder aber auch in ein Doppelset.

Anfang des Jahres hatte Birnenblatt ein Erbarmen mit Sammlern von Mediabooks und spendierte der Blu-ray von „Der Nebel“ gleich drei schicke Covervarianten, dessen Auflagen auf je 555 Stück (Cover A) bzw. je 333 Stück (Cover B und C) limitiert wurden.

Für unser Blu-ray Review kauften wir uns ein Exemplar vom Mediabook Cover B (das Insekten-Monster), das nun, wie immer an dieser Stelle, auf Herz und Nieren geprüft wird.

Der Nebel 2007 Mediabook Film kaufen ShopStory:

Ein kleines Dörfchen an der Küste von Maine (nein, dieses Mal nicht Castle Rock) wird ohne Vorwarnung von einem unheimlichen Nebel heimgesucht, in dem sich mörderische Kreaturen tummeln. Einer bunt zusammengewürfelten Truppe von Überlebenden gelingt es, sich in einem Supermarkt zu verbarrikadieren, während vor der Tür noch Soldaten retten, was zu retten ist. Erschwert wird die verzweifelte Situation durch die anwesende Mrs. Carmody, eine religiöse Fanatikerin, die den Angriff als Zorn Gottes wertet und dafür plädiert, den Allmächtigen mit einem Menschenopfer zu besänftigen. Als immer mehr Menschen im Supermarkt sterben, schlägt die Stimmung zu ihren Gunsten um. Künstler David (Thomas Jane) bleibt nur wenig Zeit, um sich und seinen Sohn zu retten…

Frank Darabont. Der Name des bereits 60jährigen französischen Autors und Regisseurs sollte nicht erst seit Erscheinen der Kult-Serie „The Walking Dead“ im Jahre 2010, bei der er als Autor und Produzent mitwirkte, Horrorfans hellhörig werden lassen.

Bereits 1994 bzw. 1999 schuf er mit „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“ gleich zwei filmische Meisterwerke (Platz 1 und Platz 29 der besten Filme aller Zeiten auf IMDb), die auf Romanen vom „Schreiber des Schreckens“, Stephen King, basieren. Beide Filme hatten übrigens bei der Oscarverleihung außer einigen Nominierungen nichts abgeräumt, da sie dort unter anderem gegen „Forrest Gump“ und „Der Herr der Ringe“ bestehen mussten. Noch Fragen?

Der Nebel 2007 Mediabook Film kaufen ShopAber zurück zu Darabont, der hatte 2007 wieder eine King-Geschichte in die Finger bekommen, die es zu verfilmen galt: „Der Nebel“. Auch dieses Mal war es eine kleine, aber feine Charakterstudie gepaart mit Horrorelementen.

Die Charaktere herauszuarbeiten und ihnen eine gewisse Tiefe zu verleihen, war auch wichtig, da sich der Film zu ca. 75% in einem kompakt gehaltenen Supermarkt abspielt. Ihre Dialoge handeln, fast schon „King typisch“ von Misstrauen, Missgunst und Angst. Aber nicht nur die Dialoge wurden von Darabont fein herausgearbeitet. In eindringlichen Bildern zeigt er uns unter anderem auch eine Gruppe von Freiwilligen, die sich vorsichtig nach draußen wagen und deren Körper immer mehr im Nebel verschmelzen. Diese und viele weitere spannende Szenen vermitteln dem Zuschauer ein noch intensiveres und unbehaglicheres Gefühl dafür, welche Gefahr im Nebel lauert.

Apropos unbehaglich:

Der Film, der als eine Mischung aus George Romeros „Dawn of the Dead“ und John Carpenters „The Fog“ beginnt, mutiert immer mehr zu etwas Unerwartetem und gipfelt schließlich in einem fiesen Finale, das jedem Zuschauer einen tiefen Schlag in die Magengrube verpasst. Stephen King selbst äußerte sich einmal in einem Interview, dass er Frank Darabonts schockierendes Filmende wesentlich gelungener als sein eigenes findet.

Auch die Auswahl des Casts könnte nicht stimmiger sein. Neben Thomas Jane („The Punisher“, „The Expanse“) in der Hauptrolle sehen wir unter anderem noch Marcia Gay Harden („Mystic River“) als böse Mrs. Carmody, Laurie Holden („Silent Hill“) als Amanda, Andre Braughter („Brooklyn Nine Nine“) als Brent, Toby Jones („Elizabeth I“) als Ollie, Jeffrey DeMunn („The Green Mile“) als Dan und Melissa McBride, die vielen Serien-Fans als Carol aus „The Walking Dead“ bekannt sein dürfte.

Ein paar kleinere Kritikpunkte gibt es aber auch:

Da wären zum einen die arg stereotype Darstellung einiger Charaktere (Stichwort: Bibelverfechter und Backwood Hillbillies) die in ihrem eigenen Mikrokosmos fest zu stecken drohen und zum anderen einige wenige unnötige Handlungsstränge. Aber auch angesichts des relativ knappen Budgets von 18 Millionen Dollar überrascht es nicht, dass einige der CGI-Effekte weniger spektakulär ausgefallen sind.

Was bleibt, ist eine bedrohliche und stimmige Genreperle, die zumindest bei mir, ungefähr einmal im Jahr im Player landet. Mystery-, Darabont- und King-Fans können bedenkenlos zugreifen.

Der Nebel 2007 Mediabook Film kaufen ShopBild:

Das Bild, das im Vollbild-Ansichtsverhältnis 1,85:1 vorliegt, wird gerade bei Szenen ohne Nebel recht scharf und detailreich präsentiert. Die Farben erstrahlen leicht entsättigt bis natürlich. Der Schwarzwert geht in Ordnung, könnte aber in einigen dunklen Szenen etwas satter sein.

Gelegentlich tauchen auch Randunschärfen auf, die eventuell auch als Folge des häufig ersichtlichen Nebels entstanden sind, aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Weniger schön hingegen sind die oben genannten wenigen, am Computer erstellten Effekte, die man klar als solche erkennen kann.

Dennoch bietet „Der Nebel“ ein solides Bild, das sich vor höher budgetierten Produktionen nicht zu verstecken braucht.

Einen Blick wert ist auch die von Frank Darabont favorisierte nostalgische Schwarz-Weiß-Fassung (Directors Cut – auch bekannt als Directors Choice) des Films, die so an klassische Monsterfilme aus den 50er Jahren wie „Das Grauen aus der Tiefe“ oder „Der Schrecken vom Amazonas“ erinnern soll. Einfach im Hauptmenü anwählen damit das „Retro-Gruseln“ beginnen kann.

Ton:

  • Deutsch DTS-HD MA 5.1
  • Englisch DTS-HD MA 5.1

Director’s Cut:

  • Deutsch DTS 5.1
  • Englisch DTS 5.1

Sowohl der deutsche als auch der englische Originalton sind im Großen und Ganzen in Ordnung. Ein akustisches Effektfeuerwerk darf man zwar nicht erwarten, dennoch fallen dem Zuschauer in diesem doch recht dialoglastigen Mysteryfilm viele direktionale Surround Effekte auf. Erst recht, wenn zum Beispiel das warnende Signalhorn erklingt oder sich der Angriff der ekligen und fliegenden Insekten aus den hinteren Lautsprechern ankündigt, dann erzeugt dies schon eine wohlige Gänsehaut. Auch der Subwoofer darf hin und wieder zeigen was er kann, auch wenn er jetzt nie in den tiefer frequentierten Bereich kommt. Die Dialoge sind stets gut zu verstehen.

Der Score von Mark Isham („Blade“) sowie auch der markerschütternde Soundtrack (wie „The Host of Seraphim“ von Dead Can Dance) tragen enorm zur Stimmung des Films bei.

Der Nebel 2007 MMediabook Film kaufen ShopExtras:

  • Kinofassung (126 Min.) (DTS-HD MA 5.1)
  • Directors Cut (121 Min.) („nur“ DTS 5.1)
  • Entfallene Szenen (optional mit Audiokommentar)
  • Making Of
  • Die Analyse einer Szene
  • Die Monster unter uns – Ein Blick auf die Kreatur-Effekte
  • Der Horror im Ganzen – Die visuellen Effekte
  • Drew Struzan – Der Künstler
  • 3 Webisodes

Erwähnenswert ist auch, dass dem limitierten Mediabook eine passende John Sinclair Hörspiel CD („Der Todesnebel“) mit einer Gesamtlaufzeit von 57 Minuten beigelegt wurde – sehr löblich.

Fazit:

Bild und Ton der blauen Scheibe bieten solide und hochwertige Full-HD-Kost, während die Extras im Mediabook den Film auch als DVD-Version anbieten, genügend interessante Features und sogar ein John Sinclair Hörspiel in Form einer Audio CD beinhalten.

Frank Darabonts „Der Nebel“ ist sicherlich kein Meisterwerk wie seine Werke davor geworden, eine kleine und stimmige Genreperle mit einem der fiesesten Enden der Filmgeschichte bekommen Mystery-Fans aber dennoch geboten – und dieses Mal sogar in einem schicken und streng limitierten Mediabook aus dem Hause Birnenblatt.

Testgeräte:

TV: LG OLED 55C8PLA
Player: Sony UBP X-700
AV-Receiver: Denon AVR X-1500 H
Center-Lautsprecher: Teufel Ultima UL 40 C Mk3
Front- und Surround-Lautsprecher: Teufel Motiv 6
Atmos-Lautsprecher: Teufel Reflekt (Front Height)

(Alexander Gabler)

©Bilder Birnenblatt/ Universum Film – Alle Rechte vorbehalten!

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