Retro-Filme neu angeschaut: Requiem | Bavaria Filmstudios

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Als Exorzismus bezeichnet man die religiöse Praxis, den Teufel auszutreiben. Regisseur Hans-Christian Schmid, der unter anderem auch durch Filme wie „Nach Fünf im Urwald“ oder „Was bleibt“ bekannt wurde, bezieht sich in seinem Werk „Requiem“ aus dem Jahr 2006 auf den großen Exorzismus der Anneliese Michelin den 70er Jahren an.

Requiem SzenenbildInhalt: Siebziger Jahre – Michaela Klinglerist eine junge Abiturientin, die in einem von Religion geprägtem Elternhaus groß geworden ist. Die unter Epilepsie leidende junge Frau möchte gern Pädagogik studieren. Als sie in Tübingen angenommen wird, ist die Freude groß bei ihr. Obwohl die Eltern Bedenken haben, setzt Michaela sich durch und beginnt ihr Studium. Sie findet Freunde und verliebt sich sogar in einen jungen Chemiestudenten. Als sie wieder einen ihrer Anfälle bekommt, ist sie der Überzeugung, dass sie vom Teufel besessen ist. Sie stürzt sich mit Besessenheit in ihr Studium und es kommt zu einem psychischen Zusammenbruch. Obwohl ihre Freunde sie in ein Krankenhaus bringen wollen, trifft ihr Freund die Entscheidung und bringt sie zu ihren Eltern nach Hause. Eine Entscheidung, die ihr das Leben kostet, denn der Pfarrer der Gemeinde beginnt mit fanatischen Kollegen eine Teufelsaustreibung, die Michaela am Ende das Leben kostet.

Requiem Szenenbild„Requiem“ ist ein ruhig erzählter Film, der die Problematik von Teufelsaustreibungen in den 70er Jahren aufzeigt. Gekonnt zeigt er, wie eine aufgeklärte junge Frau dazu getrieben wird zu glauben, vom Teufel besessen zu sein, als man keine für die Glaubensgemeinschaft gottesfürchtige Erklärung findet. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, wie dem deutschen Filmpreis 2006 als „Bester Spielfilm“ in Silber, dem „Silbernen Berliner Bär“ oder als Gewinner in der Kategorie „Bester Film“ auf dem Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya 2006 ist „Requiem“ ein Film, den man sich doch mal ansehen sollte.

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