Edison - Ein Leben voller Licht – Blu-ray Review | Concorde Video | 25.01.2021

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Am 27. November 2020 kam „Edison – Ein Leben voller Licht“ auf Blu-ray, DVD und digital in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Im Jahre 1880 schwärmt Thomas Edison davon, das Licht in den USA zu revolutionieren. Mit elektrischem Licht will er das komplette Land versorgen, doch seine Vision gestaltet sich schwierig. Zwar gelingt ihm ein kleiner Achtungserfolg, doch Hindernisse, wie die Reichweite und Herstellung seiner Erfindung, erschweren vieles. Doch sein Durchbruch mit der Glühbirne ist nicht aufzuhalten, das erkennt auch der Geschäftsmann George Westinghouse.

Zwischen beiden entflammt ein Konkurrenzkampf, wer die USA mit neuem Licht versorgt. Während Edison den Gleichstrom nutzt, setzt Westinghouse auf Wechselstrom. Sogleich versucht Edison darauf aufmerksam zu machen, wie gefährlich Wechselstrom sei. Doch Westinghouse punktet damit, dass sein System kostengünstiger und wirkungsvoller ist. Der Kampf zwischen Edison und Westinghouse spitzt sich immer mehr zu. Selbst die Mittel die sie anwenden, um an ihr Ziel zu gelangen, werden stetig schlimmer. Es scheint, dass die Erfindung zunehmend in den Hintergrund rückt und jeder nur noch versucht, seinen Vorsprung und die persönliche Vorherrschaft voranzutreiben.

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Photo: Dean Rogers

Eindruck

Der Film von Regisseur Alfonso Gomez-Rejon stammt aus dem Jahr 2017. Mit einiger Verspätung kommen wir nun auch in den Genuss von „Edison – Ein Leben voller Licht“. Wobei anzumerken ist, wie auch der Einführungstext deutlich macht, es ist weniger ein Biopic zur Person Thomas Edison. Viel mehr dreht sich die Geschichte um die zwei Personen Edison und Westinghouse, die alles versuchen, die Überlegenheit ihres Systems zu erreichen.

Ausgetragen wird der Machtkampf von den Darstellern Benedict Cumberbatch (Thomas Edison) und Michael Shannon (George Westinghouse). Das klingt vielversprechend, denn beide Darsteller glänzten schon mit vielfältigen Rollen und Charakteren, denen sie durchaus Akzente gaben. Aber auch der Cast um die beiden mit Darstellern wie Katherine Waterston, Tuppence Middleton, Tom Holland und Nicholas Hoult, ist bestens gewählt. Die Inszenierung auf der visuellen Seite ist beeindruckend, teils faszinierende Kamerafahrten und fantastisch eingefangene Bilder erwarten den Zuschauer. Auch die Kulissen oder Kostüme sind bemerkenswert und vermitteln eine zeitgemäße Atmosphäre. Abgerundet mit einem recht stimmigen Score ist audiovisuell bei „Edison – Ein Leben voller Licht“ alles am Leuchten, besser gesagt, alles richtig gemacht.

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Fazit, „Edison – Ein Leben voller Licht“ bietet auch reichlich Schatten. Das liegt zum einen daran, dass die Auseinandersetzung zwischen Edison und Westinghouse auf großer Distanz ausgetragen wird. Beide Darsteller geben ihr Bestes und bieten überwiegend eine gute Performance. Eine direkte Konfrontation beider Akteure hätte hier aber für mehr Spannung gesorgt. Gerade Michael Shannon bleibt so nur das eine, eben häufig eine finstere Miene auflegen. Hervorzuheben sind die eingefangenen Bilder, die gelungene Kameraführung, welche die Akteure in der Szenerie ins beste Licht rückt. Die Inszenierung dagegen hat Stromschwankungen, zwar wird der Zuschauer überwiegend bei der Stange gehalten, doch so richtig spannend gestaltet sich der Wettstreit nicht, auch weil es den Figuren an Tiefe fehlt. Hier wirken sowohl Edison und auch Westinghouse zu oberflächlich skizziert, um in gewissen Momenten Dramatik zu erzeugen. Einzig die Dialoge sind überwiegend ein Geistesblitz, doch fehlt hier oftmals der Kontrahent, damit durch die Wortwechsel eine gewisse Reibung entsteht, wodurch der Zuschauer dann auch gefesselt wird.

Dennoch ist „Edison – Ein Leben voller Licht“ kein kompletter Stromausfall, dafür unterhält und elektrisiert er zugegeben doch relativ gut. Das liegt vor allem an den gelungenen Dialogen, dem gut gewählten Cast und weil er audiovisuell sehr überzeugend daherkommt. Ebenfalls gibt es viele interessante Momente und Aspekte, die durchaus überzeugend inszeniert sind und in der Geschichte ein gewisses Tempo erzeugen. Somit hinterlässt „Edison – Ein Leben voller Licht“ bei mir gemischte Gefühle. Wäre man etwas mutiger und individueller an die Geschichte herangegangen, gerade in Bezug auf die Figurenzeichnung, würde ich von einem spannenden Drama reden.

Letztlich bleibt Edison eher eine Energiesparlampe und erleuchtet den Zuschauer nur selten ausreichend. Edison ist ein Film, der optisch mehr verspricht, als er inhaltlich halten kann. Der letztlich dennoch solide, wie kurzweilig unterhält, auch Dank der Vielzahl an guten Darstellern.

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Photo: Dean Rogers © 2017 The Weinstein Company

Bild

Die eingefangenen Bilder sind, wie erwähnt, bemerkenswert gut. Farblich mit gelblichen und bräunlichen Stilmitteln versehen, passt es gut zu der Stimmung des Filmes. Insgesamt ein eher dunkel gehaltenes Bild, mit überwiegend spärlicher Ausleuchtung versehen, bietet es dennoch genug Details zu bewundern. Angefangen bei den Gesichtern der Darsteller, über ihre Kleidung, bis hin zu der Kulisse und deren Texturen. Der Kontrast ist relativ ausgewogen und zeigt selten Schwächen. Der Schwarzwert dagegen punktet mit seiner satten Abbildung. Insgesamt ein atmosphärisches Bild, an dem es kaum etwas zu bemängeln gibt.

Ton

Die DTS-HD MA 5.1 Spur bietet trotz des Genres eine lebhafte Tonspur. Die vorhandenen Umgebungsgeräusche werden bestens in den Film und das Boxenset integriert, ohne jedoch eine zu starke Aufmerksamkeit zu erzeugen. Denn natürlich stehen bei Edison die Dialoge im Vordergrund, die jederzeit klar und verständlich sind. Der Score erklingt recht frontlastig, auch wenn er aus den Rears noch zu vernehmen ist. Eine mehr als zweckmäßige Abmischung, die das Gezeigte bestens untermalt und das komplette Boxenset oftmals mit einbezieht. Eine sehr natürliche Tonspur, die sich nicht hervorhebt, sondern harmonisch den Bildern unterordnet.

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Concorde Video – Alle Rechte vorbehalten!

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7.3 Solide

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