Hollywood ist dafür bekannt, von ausländischen Filmen, eigene Remakes zu verfilmen. So zum Beispiel von den französischen Filmen: „Die Besucher (1992)“, „Taxi (1998)“ und zuletzt von „Ziemlich beste Freunde (2011)“. Im Fall von „Hard Powder“ kommt das Original mal nicht aus Frankreich, sondern aus Norwegen. Deutscher Titel „Einer nach dem anderen“ aus dem Jahr 2014 von dem norwegischen Regisseur Hans Petter Moland. Moland ist es auch selbst, der bei „Hard Powder“ Hand anlegte und somit sein eigenes amerikanisiertes Remake drehte. Wobei ihm diesmal natürlich wesentlich mehr Geld aus Hollywoods Quellen zur Verfügung stand, als bei dem Vorgänger. Dies hatte nach Molands eigener Aussage ihn aber nicht dazu verleiten lassen, aus seinem Film, einen von diesen Hochglanz Filmen im Stile Hollywoods zu machen. Und so präsentiert uns Moland „Hard Powder“ in einem ähnlichen, dreckigen Look wie sein Original. Dennoch war die eingesetzte Technik natürlich wesentlich hochwertiger. Was man im Vergleich zum Original auch sieht. Mehr Budget zu haben, hat auch seine Vorteile, sei es bei der Technik und besonders bei den Darstellern.
Story:

Wen ruft man bei Entführungsfällen oder Rachegelüsten? Natürlich Liam Neeson! In „Hard Powder“ geht er auf die Hatz nach den bösen Jungs, die seinen Sohn auf dem Gewissen haben. Dabei läuft erwartungsgemäß nicht alles glatt und so präsentiert uns Moland einen Haufen skurriler Momente, in der Eiswüste von Kehoe. Umso länger der Film läuft, desto mehr gewinnt man den Eindruck, dass Moland ein Fan der Gebrüder Coen sein muss und da besonders von einem ihrer Filme. Na wer weiß es? Natürlich lautet die Antwort: „Fargo“. Das Setting, der Look, die skurrilen Figuren und Momente, immer wieder ertappt sich der Filmkenner dabei, an Fargo zu denken.

Somit sitze ich etwas zwischen den Stühlen, bis zur ersten Hälfte würde der Film eine Wertung im Bereich einer 4 bis 4,5 bekommen. Umso enttäuschender ist es, dass der Film vom guten Start dem Durchschnitt entgegen schliddert. Was hätten dem Film ein paar Straffungen und Szenenstreichungen doch gutgetan. Nun ist es leider wie es ist und somit kommt der Film bei mir auf eine Wertung von noch guten 3 Punkten.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.
Bild:
Das Bild ist jetzt so eine Sache, während die Außenaufnahmen tadellos sind, findet sich in dunklen Szenen eine Körnung vor, gerade in der Discoszene ist diese sehr auffallend. Ich empfand es sogar schon als störend. Mit der heutigen Technik sollte diese Körnung eigentlich nicht auftreten, da die Außenaufnahmen alle durchwegs gut sind. Daher vermute ich bei dem Einsatz der Körnung, eine Art von Stilmittel. Im Zusammenspiel mit dem Schwarzwert, kann auch dieser nicht brillieren. Wobei ich die Körnung in Verdacht habe, den Schwarzwert zu stören und ihn eher dunkelgrau wirken zu lassen. Diese beiden Punkte führen somit zur Abwertung, wobei die Farben und Schärfe keinerlei Anlass zur Kritik geben. In der Eiswüste blinkt jedes farbige Teil geradezu aus dem Bild.
Ton:

Extras:
- geschnittene Szenen
- Interview mit Liam Neeson
- Interview mit Hans Petter Moland
- Featurette „Willkommen in Kehoe“
- Trailer
Das Bonusmaterial bietet Standard-Kost, ein paar geschnittene Szenen und Interviews, bei denen man jetzt nichts verpasst hat, wenn man diese nicht gesehen hat. Das Featurette bietet dafür einen interessanten Aspekt. Dort geht man darauf ein, wie das Team, das schon das Original filmte, es nun empfand, den gleichen Film nochmals zu drehen.
(Marc Maurer)
©Bilder, Trailer und Medium zur Verfügung gestellt von Studiocanal – Alle Rechte vorbehalten.
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