Mosquito Coast – Blu-ray - Review | PIDAX | 17.05.2020

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Mosquito Coast 1986 film Kaufen Shop News Kritik ReviewDie 80er Jahre dürften für Harrison Ford den Einstieg in seine überaus erfolgreiche Karriere gewesen sein. Nach seiner Rolle als Han Solo aus „Star Wars“ (1977) hatte er die Gelegenheit, mit einigen großen und erfolgreichen Regisseuren zu drehen, darunter unter anderem mit Roman Polanski in dessen Film „Frantic“. „Mosquito Coast“ ist bereits die zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Peter Weir („Truman Show“, „Master and Commander“), mit dem er bereits den Thriller „Der einzige Zeuge“ drehte. „Mosquito Coast“ basiert auf dem gleichnamigen Roman des Autors Paul Theroux aus dem Jahr 1981. Dabei wird die Geschichte des Familienvaters und Erfinders Charlie Fox erzählt, dem die moderne Gesellschaft mit all ihren Zwängen, dem Konsumrausch und der Wegwerfmentalität zuwider wird und er mit Sack und Pack reiß aus vor diesem, seinem Gräuel nimmt. Im Film mit dabei ,in der Rolle des ältesten Sohnes, River Phoenix („Stand by me“), dem man eine große Karriere vorhersagte, die ihm aufgrund seines frühen Todes verwehrt blieb und als Ehefrau die großartige Helen Mirren („R.E.D.“, „Die Queen“). Wie der Film auf mich heute wirkt und wie sich die Blu-ray schlägt, erfahrt ihr wie immer wenn ihr weiter lest.

Mosquito Coast 1986 film Kaufen Shop News Kritik ReviewStory:

Allie Fox hat es satt, die moderne Konsumgesellschaft mit all ihrem Überfluss, der Überproduktion und der Wegwerfmentalität widert ihn an. Der exzentrische Erfinder hadert schon lange mit der modernen Gesellschaft. Als die Menschen aber auch noch seine ökologisch perfekte Erfindung einer Eismaschine, die der Umwelt mal nicht schadet, ablehnend gegenübersteht, hat er es endgültig satt. So beginnt er sich umzuorientieren, irgendwo auf dem Planeten muss es noch Menschen geben, die sein Denken, seine Erfindungen auch wertzuschätzen weiß. Dieses Glück, so meint er, wird in einem der ärmsten Länder Mittelamerikas finden. So zieht er mit Sack, Pack, Frau und Kindern Richtung Honduras in den Urwald Mittelamerikas. Auf der Überfahrt lernen sie Reverend Spellgood nebst Familie kennen. Da Allie aber jegliche Form des Glaubens als Indoktrination falschen Gedankenguts ansieht, hat er für Reverend Spellgood nur Sarkasmus und Häme übrig. Angekommen im gelobten Land stürzt, sich Fox samt Familie in das Abenteuer ihres Lebens. Er besorgt sich Land, gräbt um, baut um, baut auf und erschafft für sich, seine Familie und seine kleine Dorfbevölkerung ein kleines Paradies. Und ja, auch dort baut er seine phänomenale Eismaschine. Doch die nicht ganz erhoffte Anerkennung ist ihm immer noch nicht genug. Er muss Menschen finden, Eingeborene, die wirklich zu schätzen wissen, was er der Menschheit geben kann. Und so macht er sich noch tiefer in Urwald auf, doch sein Wahn und das, was er dort findet, gefährdet was er aufgebaut hat, sowie das Wohl seiner Familie und auch sein eigenes.

Mosquito Coast 1986 film Kaufen Shop News Kritik ReviewMeinung:

Was man Anfangs für eine recht einfache Aussteiger Geschichte hält, entwickelt sich nach und nach zu einem Psycho Drama. Zu Beginn des Filmes erleben wir Harrison Ford als den exzentrischen und unglaublich hochbegabten Erfinder Allie Fox. Diesen zog es nach seiner Universitätsarbeit aufs einfache Land, wo er der Bevölkerung mithilfe seiner Erfindungen Unterstützung bringen will. Doch die Landbevölkerung ist noch nicht bereit für Fox Ideen. So fühlt sich dieser Missverstanden und sucht samt Familie sein Glück in der Ferne. So weit so gut, Ford gibt den extremen Exzentriker wirklich hervorragend. So folgt man gespannt den Taten und Ideen von Allie Fox, bis zur Hälfte des Films ist man sogar der Meinung, einem Abenteuerfilm wie zum Beispiel der Familie Robinson zu folgen. Diese mussten sich zwar aus anderen Gründen, aber dennoch mit viel Ideenreichtum, eine neue Heimat aufbauen. Doch umso länger der Film läuft, desto mehr steigt ein eher unangenehmes Gefühl in einem auf. Die Figur Allie Fox steigert sich bei seiner Suche nach Erfüllung und Anerkennung immer mehr in einen Wahn hinein. Vom Ehrgeiz zerfressen, den Eingeborenen ein Wunder zu bringen, demontiert sich Allie Fox nicht nur selbst, sondern nach und nach auch alles, was er sich und seiner Familie aufgebaut hat. Was anfangs noch wie ein großes enthusiastisches Abenteuer wirkt, entwickelt sich ab der Hälfte des Filmes in ein Drama bestehend aus Chaos, Unheil und Tod.

Erzählt wird die Geschichte aus dem Off, aus Sicht des ältesten Sohns Charlie, gespielt von River Phoenix. Auch dieser macht eine ähnliche und doch ganz andere Wandlung wie sein Vater durch. Ist er, sowie sein jüngerer Bruder, die Zwillinge und seine Mutter noch ganz fasziniert von Vaters Ansichten, Erfindungen und dem was er scheinbar aus dem Nichts zu erschaffen vermag, bröckelt langsam, aber sicher Charlies Vertrauen in diesen. Zu viele Dinge geschehen, die ihm sein blindes Vertrauen mehr und mehr nehmen. Und so vollzieht auch er eine Wandlung, vom Sohn, der zu seinem Vater aufschaut, zu dem Sohn, der seinen Vater über alle Maßen hasst. Noch lange bevor es seine Mutter erkennt oder erkennen will, sieht Charlie, welche Auswirkungen Vaters handeln hat und in welchen Abgrund dieser sich und seine Familie hinab zieht. Vater muss aufgehalten werden, doch schlussendlich ist es Allies eigenes wirres Handeln, welches ihn aufhält.

Mosquito Coast 1986 film Kaufen Shop News Kritik ReviewFazit:

In den tiefen des Urwalds findet sich nicht nur Allie Fox‘ Eismaschine, sondern auch das Fazit: Vorab kann ich schon mal sagen, wenn es ein Film gibt, der als Metapher für den Spruch „Zwischen Genie und Wahnsinn liegt nur ein ganz schmaler Grat“ herhalten kann, dann ist es „Mosquito Coast“. Was zu Beginn einem Abenteuerfilm gleicht, welchen man „Familie Robinson geht in den Urwald“ nennen könnte, entwickelt sich dieser im Verlauf zur irrsinnigen Achterbahnfahrt eines vom Ehrgeiz zerfressenen Genies. Harrison Ford als Allie Fox spielt seine Rolle des irrwitzigen Genies absolut glaubhaft. Man merkt der Figur an, dass diese ein größeres Ziel verfolgt und man möchte ihm den Erfolg gönnen. Doch mit jeder Minute, die vergeht, kann die Entscheidungen von Allie Fox nicht mehr gutheißen. Die Gedanken seines Sohnes findet man im ersten Moment abstoßend, doch im weiteren Verlauf werden diese, so schrecklich es klingt, immer nachvollziehbarer. Und so wird aus einem fälschlich gehaltenen Abenteuer Film ein astreines Drama, welches schon eine tragische Komik aufweist. Was die Dramatik verstärkt ist die Erkenntnis, dass die Familie nur durch den, wenn auch anfangs gut gemeinten Wahn des Vaters, in diese Lage geraten ist. Der Film zeigt dann aber eiskalt die Kehrseite, der Flucht vor der modernen Gesellschaft und wie ein anderer Wahn ebenfalls zum Untergang führen kann. Um zu Ende zu kommen, auch wenn „Mosquito Coast“ einige Jahre auf dem Buckel hat und kein Happy End liefert und mehr der schweren Kost zugeordnet werden kann, wird man mit einem tollen Schauspiel belohnt sowie einer Story, die wohl mehr denn je Bestand hat. Ein Film, den man sich auch heute noch sehr gut anschauen kann, nicht umsonst erhielt dieser Film das Prädikat wertvoll.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Mosquito Coast 1986 film Kaufen Shop News Kritik ReviewBild:

Das Bild der Blu-ray ist ausgesprochen gut geworden, sehr gute Schärfe, gute Kontraste und ein guter Schwarzwert. Besonders gut sind die Farben ausgefallen, der Dschungel leuchtet in seiner grünsten Pracht. Man merkt dem Bild manches Mal sein Alter an, aber darüber kann man getrost hinweg sehen. Im Vergleich zur DVD bekommt man hier ein lohnenswertes Upgrade.

Ton:

Die Blu-ray bietet deutschen und englischen Ton im Format Dolby Digital 2.0. Dieser klingt sauber und klar, Surroundeffekte sind keine gegeben, auch wenn die Dschungelumgebung sicherlich den ein oder anderen räumlichen Effekt hätte liefern können. Dafür ist die Dialogverständlichkeit durchweg gegeben.

Extras:

  • Sind keine enthalten

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von PIDAX – Alle Rechte vorbehalten.

 

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  • Story 7
  • Bild 8.5
  • Ton 7
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7.5

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