The Relative Worlds – Blu-ray Review | Koch Films | KSM Anime | 28.01.2021

The Relative Worlds [Blu-ray] Review shop kaufen Artikelbild Film 2021

Am 21. Januar 2021 kam „The Relative Worlds“ auf Blu-ray, DVD und digital in den Handel und wir haben schon jetzt das Review dazu:

Es gab mal eine Zeit, da ging es in jedem zweiten Kinofilm gefühlt darum, dass irgendwelche Teenager sich gegen die Regierung auflehnten und die Welt retteten. So auch in „Tribute von Panem“, „Maze Runner“ oder „Die Bestimmung“, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Aber auch im Anime Bereich haben oft Teenager die Hauptrolle und dürfen die Welt retten. Okay liegt auch ein bisschen daran, dass meist Teenager die Mangas lesen und Animes gucken. Mit seinem Spielfilmdebüt „The Relative Worlds“, greift Regisseur Yuhei Sakaragi dieses altbekannte Schema auf. Doch kann das Ganze auch immer noch begeistern oder ist es inzwischen zu sehr ausgelutscht? Wir haben „The Relative Worlds“ für euch getestet, sodass wir euch die Antwort dazu liefern können.

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Story:

In Japan sterben die Menschen reihenweise an einer mysteriösen Krankheit genannt „Sekundentod“. Die Menschen fallen einfach um und sterben, ohne irgendwelche Anzeichen einer Krankheit. Niemand ahnt, dass die Erde in zwei Welten aufgeteilt ist und jede Person einen Doppelgänger in der anderen Welt hat. Jedoch stirbt eine Person in der einen, stirbt dieser automatisch auch in der anderen Welt. Nachdem der junge Schüler Shin wegen dem Sekundentod seinen Vater beerdigen musste, taucht sein Doppelgänger Jin in Japan  mit dem Ziel auf, die Doppelgängerin der Herzogin seiner Welt zu töten, um somit den Krieg in seiner Welt zu beenden. Dummerweise hat die Herzogin Soldatinnen ausgeschickt, um Shin zu töten und dadurch Jin aufzuhalten. Aber für Shin gibt es noch ein weiteres Problem. Die Doppelgängerin der Herzogin ist Kotori, Shins Freundin und große Liebe. Shin muss somit alles riskieren, um die Welten voneinander zu trennen, um somit die Möglichkeit des Sekundentodes zu stoppen.

Eindruck:

Wenn man sich die Story so durchliest, klingt es vielleicht ein bisschen kompliziert, aber tatsächlich ist der Film beim Schauen recht einfach zu verstehen. Anfangs ist „The Relative Worlds“ recht ruhig gehalten. Auch wenn der leichte Cell Shading Look erst mal gewöhnungsbedürftig ist, beginnt das Ganze als eine klassische Liebesgeschichte zwischen den beiden Schülern Shin und Kotori. Wie sie sich kennenlernen und näher kommen, was aber durch den plötzlichen Tod von Shins Vater auch eine gewissen dramatische Note bekommt.

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Kurz bevor „The Relative Worlds“ anfängt Längen zu kriegen, weil es zu sehr nach Liebesdrama rüberkommt, bekommt das Ganze eine enorme Gradwendung und die Erzählgeschwindigkeit steigert sich enorm und was dann passiert, hat es wirklich in sich. Allein das zeitgleiche Auftauchen von Jin und der Soldatin der Herzogin, bei Shin und Kotori, erinnert an den Klassiker „Terminator 2“, wo beide Terminatoren zeitgleich auf John Connor treffen. Die Action, die da präsentiert wird, ist optisch eine Wucht. Schöne Slow Motions im Wechsel mit hoher Geschwindigkeit, wodurch der Film zugleich enorm an Spannung, Dramatik und Wucht gewinnt. Man aber keine Daueraction geboten. „The Relative Worlds“ bietet dem Zuschauer immer wieder Verschnaufpausen zwischen der hervorragenden Action, die sich wie ein roter faden durch den Film zieht. Hier gibt man dem Zuschauer Zeit, das Geschehene zu verdauen und offene Fragen zu beantworten.

Beide Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sehr gut vorgestellt und man kann auch die Doppelgänger gut voneinander unterscheiden, denn obwohl sie gleich aussehen, ist das Verhalten jeweils sehr unterschiedlich. Wo der Film stark punktet, sind die sehr konsequenten und schockierenden Wendungen. Damit rechnet man nicht und weil es so schockt und unter die Haut geht, ist es auch weniger für Kinder geeignet. Zwar ist das Ganze jetzt nicht unbedingt blutig, aber aufgrund der hohen Dramatik und der harten Rücksichtslosigkeit, könnte „The Relative Words“ zu viel für die Kleinen sein.

Womit der Film zu kämpfen hat, ist die Logik. Warum die japanische Regierung lieber Shin und Jin in die Schlacht ziehen lässt, anstatt besser Soldaten oder Polizei auszusenden, sollte man hier wohl lieber nicht hinterfragen. Stattdessen sollte man sich diesen wirklich optisch herausragenden intensiven Trip voller Spannung und Dramatik genießen. Trotz aller Logiklöcher, muss ich sagen, hab ich richtig mitgefiebert. Man spürt zu jeder Sekunde, dass unglaublich viel auf dem Spiel steht und das alles möglich ist. Vor allem auch während er Schlachten, die im Verlauf immer größer werden. Das Ende selbst hinterlässt zwar immer noch ein paar Fragen, aber dafür gibt es dem Zuschauer das tolle Gefühl, gerade was ganz Großes gesehen zu haben.

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Bild:

Das Bild ist hervorragend. Es gibt keinerlei Filmkorn, kein Rauschen, keine Pixelbildung, wunderbar sauber mit klasse knalligen Farben und einer Schärfe, die ein absoluter Traum ist. So wünscht man sich jede Anime Blu-ray.

Ton:

Der deutsche und der japanische Ton liegen jeweils in DTS HD 5.1 vor und sind beide auf gleichwertigem Niveau. Beide Tonspuren bieten eine enorme Kraft mit einem tollen kristallklaren und auch detaillierten Raumklang. Rauschen war nie zu hören. Die deutsche Sychro ist sehr gelungen und die Stimmen funktionieren sehr gut und sind sehr hochwertig gesprochen.

Extras:

  • 4 Postkarten
  • Wendecover
  • Trailer
  • Bildergalerie

So richtig viel hat die Blu-ray nicht an Bonusmaterial zu bieten. Die Charakterpostkarten sind aber immerhin sehr hochwertig und auch die Bildergalerie bietet sehr schöne Eindrücke. Ein Wendecover, welches heute immer seltener wird, ist auch dabei. Aber so richtig Informationen über den Film und über die Entstehung ist nicht mit dabei.

Fazit:

Ein wirklich toller Film, fernab der klassischen Blockbuster, der ein wunderbares Wechselbad der Gefühle bietet. Intensiv, spannend und dramatisch ist das Ganze ein Fest für die Augen, ohne irgendwelche Längen. Einzig ein paar Logiklöcher und offene Fragen trüben das Bild minimal. Trotzdem gehört dieser Film in jede guten Anime-Sammlung. „The Relative Worlds“ kann definitiv auch in der großen Liga mitspielen. Geheimtipp!

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
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  • Story 9
  • Bild 10
  • Ton 10
Summary
9.7 Geheimtipp!