Voriges Jahr veröffentlichte der Streaming-Dienst DC Universe die Eigenproduktion Titans. Nun ist die DC-Serie seit kurzem in Deutschland bei Netflix verfügbar. Weshalb die Serie dennoch nach den eher mittelmäßigen Trailern überraschen kann, erfahrt ihr hier.
Nachdem Batmans allseits bekannter Gehilfe Robin von Gotham nach Detroit umgezogen ist, arbeitet er dort nun als Police-Officer. Aber auch dort dauert es nicht allzu lange, bis es turbulent für ihn wird. Als Robin nämlich wenig später durch Zufall auf Rachel, ein junges Mädchen, trifft und diese über seine Vergangenheit und den Tod seiner Eltern bescheid weiß, beginnt für die beiden ein gemeinsames Abenteuer. Auf ihrer Suche nach Antworten stoßen die beiden unweigerlich auf weitere Begabte wie Gar Logan, der zum Tiger werden kann oder Koriand’r aka Starfire, die mit der Energie der Sonne andere zu staub werden lassen kann. Zusammen bilden sie die Allianz Titans.

Schon am Anfang der ersten Folge sieht man Robin bei einem Drogengeschäft Bösewichte ausschalten. Dabei wird vor Blutmassen nicht zurückgeschreckt. Allerdings wirken die Szenen nie nur platt und sinnlos wie in manch Splatter-Streifen, im Gegenteil, die Szenen werden durch schnelle Schnitte und geniale Kampf-Choreographie in Szene gesetzt. Die Taten der Helden werden nie glorifiziert, sondern immer stark kontrastiert dargestellt. Jene Kampfszenen sind es aber nicht, die diese Serie so gut machen. Das besondere an der Serie ist, dass anders als es DC oft angeht, die Helden menschlich wirken. Ihre Taten sind nicht deswegen brutal, weil sie es können, nein, sie haben eine Vergangenheit. Gerade Protagonist Robin wird von Oscarpreisträger Akiva Goldsman nicht nur als heldenhafter Sieger dargestellt. Er ist viel mehr ein leidendes Opfer seiner Vergangenheit und der Auswirkungen des Heldendaseins.


Fazit
Zusammenfassend hat DC eine äußerst interessante Serie an den Start gebracht. Teilweise wirkt die Serie ein wenig zu sehr nach Teen-Kitsch mit Romcom Einflüssen und auch die stark klischeebehaftete Darstellung der Helden mit Capes und Masken wirkt nach Marvel-Umsetzungen wie The Punisher oder Luke Cage etwas gewöhnungsbedürftig. Wer sich allerdings darauf einlassen kann, bekommt mit Titans eine durchaus sehenswerte Serie voller Action und teils tiefgründigen Einblicken in bekannte Heldenfiguren.
(Nils Zehnder)
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