Trine 4: The Nightmare Prince – PS4 Review | Frozenbyte | Modus Games

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Trine 4 ps4 CoverAmadeus der Zauberer, Pontius der Ritter und Zoya die Diebin kommen euch bekannt vor?

Dann habt ihr sicher schon von der Bestseller-Spieleserie „Trine“ gehört.

Das finnische Entwicklerstudio „Frozenbyte“ bringt, zusammen mit dem britischen Publisher „Modus Games“, die drei ungleichen Helden für ein neues Abenteuer zusammen. Die vier Jahre nach dem enttäuschenden „Trine 3“ erschienene Fortsetzung der Reihe mit dem Namen „Trine 4: The Nightmare Prince“, wurde von vielen sehnlich erwartet und soll die Fans ab dem 08.10. wieder mit der Serie versöhnen.

Ob dies gelingt und ob das Spiel auch neue Spieler überzeugen kann, werden wir hier einmal durchleuchten.

Doch zuerst die Frage: Was war los mit „Trine 3“?

In der Handlung von „Trine 3: The Artifacts of Power“ ging es, wie der Name schon sagt, vorrangig darum, drei Artefakte zu sammeln. Allerdings hatte das Spiel zu Beginn schon mit erheblichen Bugs zu kämpfen, gegen die „Frozenbyte“ nicht schnell genug nachpatchen konnte. Zudem hatte man das Spielprinzip der Vorgänger, mit ihren zweidimensionalen Welten, um eine dritte erweitert.

Mühevoll bewegte man sich so durch eine verbuggte 3D-Welt, um die Artefakte zu finden.

Als man dann endlich das Erste gefunden hatte, endete das Spiel nach knapp fünf Stunden Spielzeit einfach, ohne dass man die anderen zwei Artefakte überhaupt zu Gesicht bekam. Das Spiel endete mit einem Cliffhanger in Form einer Videosequenz, in dem das Böse noch einmal richtig mit den Muskeln spielt. Unfertig, mit auch nur einem zweifelhaften Bruchteil des Spielspaßes der Vorgänger und maßlos enttäuscht, lies man die Spieler zurück.

Trine 4 PS4 Rew Szenenbild001„Trine 3“ war nicht rechtzeitig zum Abgabezeitpunkt fertig geworden.

Den Rest der Geschichte, den man als DLC hätte nachliefern können, erschien aufgrund der schlechten Kritiken nie.

Doch ist „Trine 4“ jetzt die langerwartete Fortsetzung von „Trine 3“, und wie will man das Sequel vor den schlechten Kritiken des vorherigen Stücks Firmengeschichte schützen?

Die Antwort der Finnen ist simpel gelöst. Positiv sowie auch negativ.

„Trine 3“ bekommt einfach keine Fortsetzung! Nein, man redet einfach nicht drüber, als hätte das ganze Kapitel um die Artefakte der Macht gar nicht existiert und so präsentieren sich die Charaktere wie eh und je.

Keine dämonische Zoya, kein Zwang aufgrund von für immer miteinander verschmolzen Schicksals der Charaktere, nicht mal die kleinste Anspielung. Fans, die gehofft haben, endlich zu einem Ende zu kommen, werden auch hier enttäuscht. Allerdings lässt sich das Spiel dadurch wunderbar spielen, auch ohne die anderen Teile gespielt zu haben in, JA und jetzt kommts, 2,5D Spielen.

Trine 4 PS4 Rew Szenenbild002Das Erfolgsrezept der beiden Bestseller ist wieder zurück, feinster 2,5D Jump & Run, Puzzle Sidescroller Spaß, anstelle von halbgarem 3D-Gedöns mit beschnittener Story.

Grafisch macht das Spiel einen detailverliebten Eindruck. Stimmig durchanimierte, ideenreiche Zauberwelten ergänzen sich absolut grandios durch farbenfrohe, an die finnische Wildnis angelehnte Hintergründe, in denen es immer irgendwo Leben zu geben scheint.

Das Ganze wird mit passender Musik zu jeder Gelegenheit untermalt. Texte auf optional sammelbaren Gegenständen, wie zum Beispiel Schriftrollen, sind übersetzt, sowie alle Konversationen in deutscher Sprache synchronisiert.

Storytechnisch ist „Trine 4“ etwas schwach auf der Brust, was aber nie wirklich die Stärke der Reihe war. Diesmal geht es um Prinz Selius, Schüler der Zauberakademie, welcher von massiven Albträumen geplagt wird und seine Kräfte nicht kontrollieren kann, was der Grund dafür ist, dass überall bösartige Kreaturen aus seinen sowie den Personen, die er auf seiner Flucht vor sich selbst trifft, beschworen werden. Für die drei spielbaren Helden gilt es nun, den Prinzen zu finden, die Albtraumwesen zu bekämpfen und ihn zurück zur Akademie zu bringen.

Die Geschichte ist in Akte unterteilt, die sich in ihrer Erscheinung und Aufmachung erheblich unterscheiden. Diese gilt es, mit den drei Helden durch ihre speziellen Fähigkeiten in alter Rätselmanier zu bewältigen. So müssen zum Beispiel mit dem Magier Kisten, Stahlkugeln oder Planken beschworen, sowie Gegenstände durch die Luft bewegt werden, um das Ziel zu erreichen. Zuträglich ist es gleichzeitig, mit der Diebin Seile zu spannen, daran zu hangeln und ihre Elementarpfeile zu nutzen, während man mit dem Schild des Ritters verschiedenes reflektiert oder sein Gewicht gezielt einsetzt. So ergänzen sich die Fähigkeiten der Charaktere, die man im Singleplayer als auch im Multiplayer jederzeit durch den Druck einer der Schultertasten wechseln kann. Durch das Einsammeln von kleinen Fläschchen, lässt sich Erfahrung sammeln, die man in Form von Punkten, für äußerst sinnvolle Variationen der im Spielverlauf freigeschalteten Fähigkeiten, nutzen kann.

Trine 4 PS4 Rew Szenenbild004Das volle Spaßpotenzial entfaltet sich dann so wirklich erst im von mir getesteten lokalen Mehrspielermodus. Mit bis zu vier Spielern macht das Ganze einen Haufen mehr Spaß, denn hier ist Teamplay gefragt, was bei uns nicht immer, okay…. ich gebe es zu, in den seltensten Fällen geklappt hat. Was aber weniger dem Spiel, sondern eher meinen Mitspielern und mir geschuldet war.

Und so kam es oft einfach nur zu gigantischen Lachflashes oder Sprüchen meiner Mitstreiter, welche die ganze Spielerfahrung einfach zu einem genialen Erlebnis werden ließ.

Genial am Multiplayer ist auch, dass jederzeit in die Party eingestiegen, sowohl auch verlassen werden kann, um später wieder beizutreten, wenn man zum Beispiel für alle ein Bier aus dem Kühlschrank holt und den Mitspielern den Spielspaß durch das Pause drücken oder Warten nicht vermiesen will.

Fazit:

Mit „Trine 4: The Nightmare Prince“ ist es„Frozenbyte gelungen, einen würdigen Nachfolger für die ersten beiden Teile zu kreieren, wenngleich man damit alle Erinnerungen an den dritten Teil einfach vergessen sollte. Liebevolle Grafiken und durchdachter Rätselspaß für bis zu vier Spieler auf dem heimischen Sofa oder auch online, runden das Ganze ab.

Wer ein super Spiel für Klein und Groß oder die komplette Familie gleichzeitig sucht, ist mit der leicht verständlichen Geschichte rund um Pontius, Amadeus, Zoya und dem verwunschenen Prinzen gut beraten.

Pro:

+ deutsche Vollsynchronisation
+ zauberhafte Welten
+ Rätsel mit angemessenem Schwierigkeitsgrad
+ Lokaler- sowie Online-Multiplayer

Contra:

– kein richtiges Sequel
– flache Story
– Verwirrung durch Gastaccounts im Multiplayer
(Bastian Avermann)

©Bilder Frozenbyte – Alle Rechte vorbehalten!

 

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