Saga of Tanya the Evil – Vol. 1 – Blu-ray Review | AV Visionen

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Saga of Tanya the Evil Vol 1 Review BD CoverDie Jugendromanreihe von „Yōjo Senki“ von Carlo Zen, international eher bekannt unter dem Titel „Saga of Tanya the Evil“, wurde mit der Zeit immer beliebter, zumal die Reihe auch als Manga veröffentlicht wurde. Einen richtigen Push bekam die Reihe, als das gerade gegründete Studio NUT die Reihe als 12-teilige Anime Serie adaptierte. Inzwischen wurden bereits 3 Mio. Mangas und Bücher der Reihe verkauft und die Serie erschien überall auf der Welt.

Am 05. September 2019 bringt AV Visionen die Serie nun auch bei uns auf Blu-ray mit deutscher Syncro raus, bzw. Vol. 1 der Reihe erscheint dann, denn die Serie ist bei uns aufgeteilt in 3 Volumes.

Wir konnten Vol. 1 für euch testen.

Story:

Als ein Büroangestellter von seinem ehemaligen Mitarbeiter getötet wird, steht die Zeit still und er steht vor einem mysteriösem Wesen. Da der Büroangestellte ein strenger Atheist ist weigert er sich, das Wesen als Gott anzuerkennen und wird prompt als junges Mädchen in einer Welt, die Europa während des Ersten Weltkrieges ähnelt, wo er/sie nicht nur den Krieg miterleben muss, sondern auch nicht sterben kann, hineinversetzt. Trotzdem weigert er/sie sich, an Gott zu glauben und will lieber ein Spitzensoldat sein.

Eindruck:

Vol. 1 hat vier Folgen zu je 24 Minuten und ist durchgängig erzählt.Der Einstieg ist erst mal heftig. Man wird direkt in die Action hineingeworfen ohne, dass groß Charaktere oder Handlung vorgestellt werden. Die Action ist direkt ein Gemisch aus Kriegsaction und Fantasy Kämpfen und kommt richtig gut rüber. Sie ist atmosphärisch wirklich gut und Hauptcharakter Tanya von Degurechaff kommt sehr brachial und extrem cool rüber.

Die erste Folge bietet nahezu keinerlei Verschnaufpause, bis ein Sprung in die normale Welt kommt, die jede Menge Fragen aufwirft. Erst im Verlauf der anderen Folgen kriegt man raus, dass es eine Rückblende war und so die entsprechende Verbindung herstellt.

Das Storytelling ist aber sehr sprunghaft, da stellenweise Mal eben jahresweise gesprungen wird und jedes Mal ist der Einstieg in das andere Jahr nicht immer einfach, sodass man entsprechend gut aufpassen muss, damit man genau weiß, was Sache ist und wo sich wer gerade befindet.

Saga of Tanya the Evil Vol 1 Review Szenenbild001Die Deutsche-Reich-Atmosphäre (auch wenn es hier nicht direkt Deutsches Reich genannt wird, z.B. wird aus Berlin mal eben Berun) kommt sehr gut, aber nach zwei Folgen ist die Luft raus. Die Action wird hier komplett zurückgefahren und man erlebt, wie Tanya als Kriegsheldin versucht, Karriere zu machen und diese typische Streber Manier ist extrem anstrengend zu schauen. Nicht umsonst hat man die Streber in der Schule am liebsten verprügelt. So geht es einem als Zuschauer auch mit Tanya. Die Coolness, die sie am Anfang hat, war in dem Moment komplett flöten.

Die restlichen Charaktere sind zwar allesamt ganz nett, aber kaum der Rede wert. Schließlich dreht sich alles nur um Tanya, so nervig wie sie charakterlich ist, wird sie aber wirklich gut und komplex dargestellt. Aber da es nach Folge 2 auch entsprechend ruhiger wird, ist es dann doch recht langatmig, denn auch der Humor zündet jetzt nicht immer, aber es bietet zumindest noch ein paar ordentliche Ansätze.

Von den Animationen her ist die Serie jedoch sehr hochwertig gezeichnet mit vielen Details. Auch von den Figur-Animationen ist die Serie sehr gelungen und braucht sich nicht vor großen Titeln zu verstecken.

Saga of Tanya the Evil Vol 1 Review Szenenbild004Bild:

Das Bild ist sehr gelungen, es gibt keinerlei Artefaktbildung, kein Rauschen, selbst bei der Kriegsaction bleibt alles klasse scharf mit sehr guten Details und wirklich hervorragenden Farben. Hier hat man klar alles richtig gemacht.

Ton:

So gut das Bild auch ist, leider muss man, wie so oft beim Anime, Abstriche im Ton machen. Der deutsche sowie der japanische Originalton liegt nur in HD DTS 2.0 vor. Dementsprechend muss man leider auf Raumklang verzichten. Es bietet aber immerhin gute Bässe und ist komplett frei von Rauschen, verschluckt aber gerne ein paar Details, vor allem am Anfang während der Kriegsaction hat man das Gefühl, dass ein bisschen was beim Ton untergeht.

In Sachen Syncro sind die deutschen Stimmen sehr gut gewählt, wobei die vom Sprechen her stellenweise etwas gefühllos und mechanisch sprechen. Hier hat der japanische Ton entsprechend mehr Gefühl drin, dafür ist beim japanischen Ton die Stimme von Tanya recht quietschig. Also beide Syncros haben vor und Nachteile.

Extras:

  • Trailer
  • Credits

Das Bonusmaterial hat leider nicht viel zu bieten, außer die Anfangs und Endcredits sowie diverse Trailer. Immerhin allesamt in HD. Auch wenn man als Anime Fan mittlerweile gewohnt ist, dass man nicht viel Bonusmaterial bekommt, bleibt es trotzdem klar zu wenig.

Saga of Tanya the Evil Vol 1 Review Szenenbild003Fazit:

Als Start der Serie ist es noch einigermaßen schwer, etwas dazu zu sagen. Die ersten beiden Folgen haben wirklich klasse Action, nur um dann in den nächsten beiden Folgen zu schwächeln. Mit sprunghafter Story und anfangs coolem Hauptcharakter, der nach und nach immer nerviger wird, ist das Ganze irgendwie noch nichts Halbes und nichts Ganzes. Vol. 1 von „Saga of Tanya the Evil“ kann natürlich nicht annähernd mit den großen Animes mithalten, ist aber natürlich auch weit weg wirklich mies zu sein. Im Grunde ist es solide Anime-Kost, die man sich mal anschauen kann.

Potenzial ist da, dass Vol. 2-3 definitiv besser werden kann.

(Pierre Schulte)

©Bilder KAZÈ – Alle Rechte vorbehalten!

©Carlo Zen, PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION/Saga of Tanya the Evil PARTNERS

 

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