Samaritan – Streaming Review | Amazon Original

Samaritan – Streaming Review Film 2022 Artikelbild

Seit kurzem kann man den Film „Samaritan“ bei Amazon Prime sehen und wir haben das Review dazu:

Es gab mal eine Zeit, wo nicht nur Comicfiguren als Helden auf den Kinoleinwänden zu sehen waren. In den 80ern und 90ern gab es noch richtige Actionhelden. Kernige Typen, die noch ihre Stunts selbst gemacht haben und nicht einfach nur vor einer grünen Leinwand am Drahtseil hängen. Die größten Actionstars der damaligen Zeit waren Arnold Schwarzenegger und Silvester Stallone. Beide haben die Filmlandschaft geprägt und Kultfiguren geschaffen. Doch ihre erfolgreichsten Zeiten sind schon lange vorbei. Nun versucht sich Silvester Stallone erneut als Superheld. Zwar nicht basierend auf einem Comic, doch die Frage ist natürlich, kann der einstige Mega Star in diesem inzwischen überpräsenten Genre überzeugen? Inzwischen ist der Film „Samaritan“ auf Amazon Prime gestartet und wir haben ihn für euch getestet und können es euch ganz genau sagen.

Story:

Nach der Schlacht gegen Nemesis ist der große Superheld Samaritan wie vom Erdboden verschluckt, jeder hält ihn für Tod. Der Junge Sam ist aber fest überzeugt, dass trotz 15 Jahre Abwesenheit, Samaritan noch am Leben ist. Nach langer Recherche glaubt Sam, dass sein Nachbar Mr. Smith einst der Samaritan war, doch ist er das wirklich? Und kann Sam ihn überzeugen, wieder als Held in Erscheinung zu treten, in einer Welt, wo immer mehr das Verbrechen herrscht?

Eindruck:

Als Actionfan alter Schule war ich natürlich sehr neugierig auf den Film. Gleichzeitig habe ich aber auch nicht das Desaster von „Judge Dredd“ vergessen, wo Stallone den Titelgebenden Helden einst spielte. Entsprechend bin ich mit nicht so hohen Erwartungen an „Samaritan“ rangegangen. Zwar ist „Samaritan“ keine Comicverfilmung, aber immerhin kriegt man von der ersten Sekunde an das Gefühl, es wäre eine. Aber bei der Masse ragt der Film leider nicht herraus. Alles wirkt sehr 08/15, schablonenhaft und irgendwie auch schon wie schonmal gesehen. Für mich war es auch ein großer Fehler, dem Jungen Sam die Hauptrolle zu geben, anstatt das Hauptaugenmerk auf Stallone zu richten. Stallone hat hier, ähnlich wie bei den „Creed“ Filmen, nur eine größere Nebenrolle. Aber wo bei „Creed“ mit Michael B. Jordan ein würdiger Hauptdarsteller war, nervt Javon Walton hier eher mit seinem Dauergrinsen, dem Rumzicken oder auch Rumbrüllen.

Auch der Bösewicht ist absolutes Klischee und bietet absolut keine Tiefe in seiner Rolle. Im Grunde ist er eher ein besserer Handlanger, als ein würdiger Bösewicht. Stallone selbst ist derjenige, der den Film rettet. Als gebrochener alter Mann mit Superkräften brilliert er in jeder Szene mit seiner tollen Ausstrahlung und auch seinem Schauspiel. Jede Minute mit ihm ist klasse. Sobald er aber nicht im Bild ist, wird es arg bräsig. Wer dann auch noch auch auf Action hofft, den muss ich leider enttäuschen. Auch hier passiert nicht wirklich viel. Im Grunde nur während der letzten halben Stunde. Diese macht dann  aber Spaß, ist spannend gemacht und Stallone lässt hierbei wunderbar seine innere Actionsau raus. Leider macht man aber den Fehler in dem man auf kindergerecht PG13 setzt, somit gibt es kein Blut zu sehen. Hätte man das Ganze zu einem Gorefest gemacht wie z. B. bei John Rambo, wäre das Finale ein regelrechtes Actionfest geworden. So aber ist es nur gut, mit Luft nach oben.

Problem beim Finale, neben der Kinderaction, ist bedauerlicherweise auch die CGI. Die ist richtig übel. Man sieht die Greenscreens leider sehr deutlich, wodurch auch der Trash Faktor sehr stark zum Vorschein kommt. Die große Wendung zum Schluss ist seit dem Intro sehr offensichtlich. Das Ende hat zwar Potenzial für weitere Teile, doch da der Film an sich bisher nur mittelmäßig bei den Zuschauern ankommt, darf bezweifelt werden, dass noch weitere Teil von „Samaritan“ erscheinen werden.

Fazit:

Insgesamt ist „Samaritan“ nur etwas für Stallone Fans. Er hebt den Film merklich und jede Szene mit ihm ist klasse. Leider hat Samaritan auch mit vielen Problemen zu kämpfen, nämlich dass sämtliche Charaktere abseits von Sly nichts taugen, die CGI mies ist und die Action zu kindergerecht. Zum einmal anschauen reicht es aber allemal.

Amazon bietet den Film in 4k an

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
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