Sonja: The White Swan – Blu-ray Review | Lighthouse Home Entertainment | 25.02.2021

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Am 26. Februar 2021 kommt „Sonja: The White Swan“ auf Blu-ray, DVD und digital in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Schon in jungen Jahren entdeckte der Vater von Sonja Henie ihr Talent beim Schlittschuhlaufen. Zu verdanken hat sie es auch ihrem älteren Bruder Leif, der sie mit aufs Eis nahm. Gefördert durch ihren Vater, entwickelte sich Sonja zu einer der erfolgreichsten norwegischen Eiskunstläuferin. Im Jahr 1928 holte sie ihr erstes olympisches Gold und es sollte nicht ihre letzte Medaille sein.

Sonja war immer sehr ehrgeizig und selbstbewusst, nach ihrer Wettkampfkarriere, begeisterte sie die Zuschauer mit spektakulären Eisrevuen. Doch sie wollte mehr, bei 20th Century Fox bot man ihr einen Kurzauftritt in einem Film an. Für Sonja war das allerdings keine Option, sie handelte gleich einen Vertrag für mehrere Filme aus, indem sie der Star ist.

Sonja the White Swan Blu-ray Review DVD shop kaufen Szenenbild

Auf der Erfolgswelle gleitet Sonja lange dahin, doch sie wird nicht jünger und die Konkurrenz steht schon auf dem Eis. Das nagt an Sonja, die sich mit wilden Feiern und viel Alkohol bei Laune hält, aber ihren Ehrgeiz dadurch nicht unterdrücken kann. So versucht sie auf eigene Faust, an frühere Erfolge anzuknüpfen, denn das Geld geht ihr dank eines exklusiven Lebens, mittlerweile aus.

Eindruck

Die norwegische Regisseurin Anne Sewitsky drehte das Biopic „Sonja: The White Swan“ und setzte ihrem Leben damit ein filmisches Denkmal. In ihrem Film reißt sie ihre Jugend und den Gewinn der olympischen Goldmedaillen nur kurz an. Der Fokus liegt auf ihrem Weg nach Hollywood, der damit verbundene Erfolg und auch dessen Schattenseiten. Sie inszeniert den raschen Einstieg und Aufstieg in den Filmolymp von Sonja sehr eindrucksvoll. Ebenso zeigt sie Sonja eitel und erfolgsverwöhnt, was sich auch in ihrem Lebensstil widerspiegelt. Dazu bekommt der Zuschauer einen Einblick in ihr familiäres Leben, welches durch ihren riesigen Erfolg fast nur noch oberflächlich stattfindet. Aber auch der Karriereknick wird von der Regisseurin aufgegriffen, in dem Sonja plötzlich nicht mehr gefragt ist und sich dieser Herausforderung stellen muss.

Die Darsteller dürften den meisten unbekannt sein, Ine Marie Wilmann spielt Sonja Henie. Sie zaubert mit ihrer Darbietung einen glänzenden und erfolgsverwöhnten Star, der den Zuschauer mitreißt. Aber auch die gefallene Version von Sonja, die mit ihren Schicksalsschlägen zu kämpfen hat, genauso wie ihre Flucht in Alkohol zeigt Ine Marie Wilmann sehr intensiv. Des Weiteren spielen in „Sonja: The White Swan“ noch Valene Kane (Connie), Elda Skar (Leif Henie) und auch Anders Mordal (Wilhelm Henie) an ihrer Seite. Der Cast spielt gut auf, gerade Valene Kane, deren Rolle großzügiger ausgefallen ist, überzeugt mit beeindruckendem Spiel. Insgesamt fällt hier keiner aus der Rolle und alle bieten eine überzeugende Leistung.

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Fazit, hier muss ich gestehen, ich kenne Sonja weder als Eiskunstläuferin, noch ihre Hollywood Karriere. Aber der Regisseurin gelingt es, mir ihr Leben schmackhaft zu machen und ihre Verfilmung ist somit sehr gelungen. Sie pumpt den Film nicht mit zu vielen Eislaufszenen voll, sondern versteht es, diese kurz aber prägnant einzubauen. Im Vordergrund steht die Person Sonja, wie sich ihr Leben entwickelt, der Ruhm, ihr Fall und auch das stärker werdende Alkoholproblem. Ebenso werden Weggefährten interessant in Szene gesetzt, die natürlich nicht nur Freunde waren und wie all diese ihr Leben beeinflussten. Die Inszenierung gefällt. In schillernden Bildern wird der Aufstieg von Sonja eingefangen. Die Kulisse ist umwerfend und versetzt den Zuschauer gekonnt in die damalige Zeit. Auch das Drumherum wie Kostüme oder Interieur, zeugen von großer Sorgfalt und alles wirkt stimmig.

Wie schon angesprochen, die Darstellung von Sonja gelingt Ine Marie Wilmann sehr eindrucksvoll. Man lernt sie als aufstrebenden Star kennen, verfolgt gespannt ihren Weg und leidet auch bei ihren Rückschlägen mit. Der Zuschauer wird ebenfalls mit ihren Macken konfrontiert, ihrem Ehrgeiz, ihrem Stolz und ihrem überschwänglichen Leben in Luxus und Partys. Hier schafft es die Regisseurin gekonnt ein Bild zu erzeugen, das uns nach der anfänglichen Einführung teilweise so gar nicht schmeckt. Sie lässt uns zunehmend kritischer das Leben von Sonja betrachten, die eine starke Frau ist, aber nicht so stark wie wir es vermuteten. Aber gerade diese Herangehensweise macht „Sonja: The White Swan“ so sehenswert, es ist kein Biopic mit nur glitzernden Seiten der Eiskunstläuferin. Man bekommt und entdeckt immer wieder andere Seiten von Sonja gezeigt, auch und vor allem Abseits des Rampenlichtes, welches die Regisseurin mutig und ohne es zu verschönern, dem Zuschauer präsentiert. Dadurch bekommt der Film nicht nur Würze, er wirkt auch ehrlich und nachvollziehbar.

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„Sonja: The White Swan“ ist ein Film, dessen Thematik mich eigentlich nicht sonderlich interessiert hat. Doch gelingt es der Regisseurin sehr gut, dem Zuschauer der Sonja nicht kennt oder sich für Eiskunstlauf interessiert, dennoch für die Materie zu begeistern. Auch wie erwähnt Dank der vorzüglichen Hauptdarstellerin, die alle Facetten von Sonjas Lebensweg eindrucksvoll spielt. Es ist ein Film, der gut unterhält, mit spannenden, wie dramatischen Momenten. Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt dann den, dass einige nicht unwichtige Figuren in Sonjas Leben zu wenig Spielzeit bekommen. Dadurch erzeugen sie kaum Tiefe in ihrer Darstellung und einige Szenen, die durchaus dramatischer sein könnten, bleiben eher blass. Insgesamt ist „Sonja: The White Swan“ ein faszinierendes Biopic geworden, weil der Zuschauer nicht aufs Glatteis geführt wird, sondern Sonjas schillerndes Leben authentisch abgebildet wird. Das macht den Film sehr sehenswert. Daher eine klare Empfehlung von mir.

Bild

Das Bild arbeitet mit einigen Stilmitteln, viele Momente werden sehr kühl, fast bläulich gehalten. Dann erscheint alles plötzlich sehr warm, mit erdigen, leicht oranger Farbgebung. Dazwischen gibt es aber auch sehr natürlich gehaltenen Szenen, die aber nie aufgesetzt wirken, sondern gut zum Rest passen. Die Schärfe ist überzeugend, von der Nahaufnahme bis zur Totalen, gibt es genug Details zu erblicken. Der Kontrast ist ausgewogen und der Schwarzwert ist überwiegend gut ausgefallen, hin und wieder muss er sich aber dem Stilmittel geschlagen geben.

Ton

Die DTS-HD MA Tonspur kann überzeugen. Denkt man vielleicht, dass der Film thematisch eher dialoglastig ausfällt, liegt man nicht verkehrt. Aber angefangen beim Score und den teils flotten Musikstücken, bekommt man ein raumfüllendes Erlebnis. Und auch bei diversen Nebengeräuschen, wird das Boxenset gut gefüttert. Zwar nie so, dass man davon abgelenkt wird, aber dennoch stetig präsent und gekonnt implementiert. Eine gelungene, wie dynamische Abmischung, wodurch die Wirkung der schönen Bilder zusätzlich verstärkt wird.

Extras

  • Trailer

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
© Bilder und Trailer: Lighthouse Home Entertainment – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8
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8.0 Empfehlung

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