Valentine – The Dark Avenger – Blu-ray Review | Busch Media Group | 23.09.2020

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Seit 14. August 2020 ist „Valentine – The Dark Avenger” auf DVD und Blu-ray in den Handel.

Die anhaltende Superhelden Verfilmungswelle der Marvel und DC Helden, beginnt weitere Kreise zu ziehen und so präsentieren auch die asiatischen Länder ihrerseits ihre Helden. 2017 nahmen sich die Regisseure Ubay Fox und Agus Pestol der ersten indonesischen Superheldin namens Valentine an. So besetzten sie Sasky Aisyawara in der Rolle des Racheengels Maja / Valentine. Matthew Settle mimt den Trigger / Auslöser namens Bono, der Valentine erschafft. Dies aber nicht, ohne dabei eigene Hintergedanken zu haben. Dazu gesellt sich Arie Dagienkz als Wawan, Kostümdesigner, Kameramann und die gute Seele des Trios. Ein Bösewicht darf ebenfalls nicht fehlen und so entschied man sich für einen eiskalten Killer, samt weiblichem Killer-Riege namens Shadow. Den Namen des Darstellers lasse ich mal bewusst unter den Tisch fallen. Auch wenn der Film dem typischen Schema entspricht, macht er manches ein wenig anders. Ob dies nun positiv oder negativ ist, erfahrt ihr wie immer, wenn ihr meinen Zeilen folgt.

Valentine – The Dark Avenger 2020 Film Kaufen Shop Review News Kritik Trailer

Story:

Die Stadt Batavia erzittert vor den grausamen Verbrechen des maskierten Killers Shadow. Die Gesetzeshüter sind nicht in der Lage, ihm beizukommen, was ebenfalls an seiner Gefolgschaft voller weiblicher psychopathischer Gewaltverbrecher liegt. Die Angst und Mutlosigkeit lassen die Menschen nicht mehr auf das Gute hoffen. Diese Erfahrung macht auch der junge Regisseur Bono, als er eine Absage nach der anderen für sein Superhelden TV-Projekt erhält. So entscheidet er, ohne Hilfe eines Senders, ein Promo-Tape mit einer ausgesuchten Darstellerin der Superheldin zu erstellen. Doch die erste Hürde, die sich ihm stellt, wo findet man eine Protagonistin, die sich auch physisch zu bewegen / wehren weiß? Der Zufall spielt ihm die junge Kellnerin Maya in die Hände. Zusammen mit dem extrovertierten Designer Wawan, beginnt er seine Superheldin Valentine Stück für Stück aufzubauen. Nach etlichen Trainingseinheiten und Kostümproben lässt Bono Maya auf die Verbrecher der Stadt los. Und ja, Maya ist durchaus in der Lage, als Valentine den Kriminellen der Stadt die Hölle heiß zu machen. Was als Film-Shooting begann, wird mehr und mehr zu bitterem Ernst und die Grenzen zwischen Fiktion und Realität schwinden. Maya wird schneller, stärker und besser, auch wenn sie denkt, dass diese Anstrengungen nur für einen Film sind. So hat Bono doch andere Pläne mit ihr, was letztendlich zu einem Vertrauensbruch führt. Erst als Maya die ganze Geschichte um Bono erfährt, ist sie in der Lage, das große Ganze zu sehen. Nachdem Bono von Shadows Gang getötet wird, hat Maya nur noch ein Ziel, Shadow zu stellen. Aber auch hier stolpert sie über ein weiteres Geheimnis, welches ihre leider Weltanschauung erneut erschüttern wird.

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Meinung:

Nach der amerikanischen Superhelden Riesenwelle, die Disney und Warner losgetreten haben, drängen nun auch asiatische Comic Helden auf den westlichen Markt. Hier fallen insbesondere zwei indonesische Produktionen auf: „Gundala“ aus dem Jahr 2019 und „Valentine“ aus 2017, wobei „Gundula“ noch vor „Valentine“ hierzulande veröffentlicht wurde. Beide erzählen zwar wie gehabt eine Origin Geschichte, sprich die Entstehung des jeweiligen Helden. Für „Gundala“ griffen die Macher dafür eindeutig tiefer in die Taschen, weshalb dieser entsprechend hochwertiger ausgefallen ist. Deswegen ist „Valentine“ dennoch kein schlechter Vertreter des Genres. Im Gegenteil, der Film weiß mit einigen Showwerten, gerade bei den Kampfszenen, zu punkten. Die Story selbst bedient sich der gängigen Superhelden Geschichte. Der Held oder die Heldin erlangt im Verlauf der Geschichte Fähigkeiten oder wird durch einen übermächtigen Bösewicht zu einem Helden. Trotzdem gibt es einen gravierenden Unterschied zu Marvels / DCs Helden Vertretern. Die indonesischen Produktionen sind nicht mal ansatzweise so weich gespült. In diesen Filmen geht es wesentlich deftiger und teils auch konsequenter zur Sache. Das Thema Rache oder auch Selbstjustiz ist in diesen Filmen zudem eine wahre Gratwanderung zwischen Gut und Böse. Das fängt bei den Opfern an und zieht sich hin bis zu den Kampfszenen der Protagonisten.

Was ich bei Origin Geschichten, wie auch schon bei „Gundala“ immer wieder gut finde. Die Helden legen selbst an ihrer Kostüme Hand an und versuchen diese zu perfektionieren. Bei der amerikanischen Konkurrenz bastelt entweder ein ganzer Industriezweig an neuen Outfits oder die Klamotten der Helden haben selbst Superkräfte. Dabei scheinen sie entweder unzerstörbar zu sein, können sich von selbst erneuern und je nach Film, erfindet sich das Outfit auch mal schnell selbst neu. Auch wenn die Effekte nicht State of the Art sind, gibt es weitaus schlechtere Vertreter, womit ich sagen will, dass man über diese Defizite locker hinwegsehen kann. Dafür können die Kampfchoreographien durchweg überzeugen. Was unter anderem auch daran liegt, dass die Gegner keine Pixelmännchen sind. Dies fand ich bereits bei „Gundala“ durchaus erfreulich.

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Selbst wenn die Produktionen aus Indoniesen das Genre nicht neu erfinden, wurde ich von diesen bisher positiv überrascht. Hier stellt „Valentine“ keine Ausnahme dar, obgleich dieser schon etwas schwächer als „Gundula“ ausgefallen ist. Einen Vergleich mit den bekannten Hollywood Produktionen möchte ich vermeiden, da diese allein schon vom finanziellen Aspekt her nicht vergleichbar sind. Bei „Valentine“ macht sich auch schon der Unterschied zu „Gundula“ bemerkbar. So macht „Valentine“ Spaß und die Choreographien der Kämpfe sind hochwertig. Das Trio aus Bono, Wawan und Maya erfüllt zwar jegliche Klischees, weiß aber ebenso zu unterhalten, selbst wenn einer der Akteure das zeitliche segnet. Womit wir wieder bei der strikteren Konsequenz gegenüber den westlichen Filmen wären. Es sitzt zwar nicht jeder Dialog oder jede Einstellung und es gibt die eine oder andere Länge. Trotzdem konnte das Regie Duo Ubay Fox und Agus Pestol einen runden Film zustande bringen, der eigentlich nach einer größeren Fortsetzung verlangt.

Fazit:

So möchte ich jetzt das Fazit einläuten: „Valentine“ ist ein weiterer unterhaltsamer Vertreter aus Indonesien. Man merkt im direkten Vergleich zu „Gundula“ zwar das geringere Budget, was man aber jetzt nicht überbewerten muss. Ohne Vergleich und für sich selbst gesehen macht Indonesiens erste weibliche Superheldin doch schon einiges richtig. Dem gegenüber steht die eine oder andere Länge, die durch die klassische Unterbrechung und dem gängigen Vertrauensbruch-Plot zustande kommt. Wie gehabt muss man dann darauf warten, bis sich in diesem Fall die Heldin wieder zusammen reißt. Nach dieser Nummer ist sie dann auch wieder recht aktiv dabei, um in den ein oder anderen Poppes zu treten. Sofern man in der Lage ist, sich von den amerikanischen Hochglanz Produktionen zu lösen, kann man auch an „Valentine – The Dark Avenger“ gefallen finden. Ich zumindest hatte meinen Spaß.

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Bild:

Das Bild bewegt sich durchweg auf ordentlichen Blu-ray Niveau und gab mir während der gesamten Spielzeit keinen Grund zur Klage. Die Kontraste sind durchweg ordentlich, nichts wird verschluckt oder überstrahlt dargestellt, womit auch der Schwarzwert überzeugen kann. Die Farben sind satt und die Schärfe auf gehobenem Niveau. An Referenztitel reicht das Bild zwar nicht heran, positioniert sich dennoch auf den oberen Rängen.

Ton:

Ebenso bietet die Blu-ray ordentlichen Ton, doch hier hätte man sich gerade im Surround Bereich doch wesentlich mehr austoben können. Räumliche Effekte klingen recht verhalten, dafür überwiegt die Dialogverständlichkeit, die zu keiner Zeit überlagert wird und immer im Vordergrund steht. Der Ton liegt jeweils für Deutsch, Englisch, Englisch/Indonesisch im Format DTS-HD 5.1 vor. Surroundjunkies werden wohl etwas enttäuscht sein.

Extras:

  • Original Trailer

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von Busch Media Group – Alle Rechte vorbehalten.

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  • Story 7
  • Bild 8.5
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7.7

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