Kingdoms of Amalur: Re-Reckoning – PS4 Review | THQ Nordic | 08.09.2020

Kingdoms of Amalur Re-Reckoning 2020 Spiel PS4 News Review Kaufen Kritik

Am 08. September 2020 kommt „Kingdoms of Amalur: Re-Reckoning” für die PS4 in den Handel und hier das Review dazu:

Bereits im Februar 2012 haben die Big Huge Games das Action Rollenspiel „Kingdoms of Amalur: Reckoning“ entwickelt. Veröffentlicht wurde das Rollenspiel seinerzeit von Electronic Arts. Mit an Bord waren große Namen wie R. A. Salvatore, Todd McFarlane und Ken Rolston. Das Endergebnis konnte sich wirklich sehen lassen, fuhr gute Wertungen ein und war besonders unter Genrefans sehr beliebt. Später folgten noch zwei gelungene DLCs und danach wurde das Amalur Projekt leider von EA eingestampft. 

Zum Glück hat THQ Nordic im September 2018 die Markenrechte erworben und bringt nun, gute acht Jahre später, „Kingdoms of Amalur: Reckoning“ unter dem Titel „Re-Reckoning“ wieder zurück! Ich staunte nicht schlecht, als ich gelesen habe, dass der Frankfurter Entwickler KAIKO für die Entwicklung verantwortlich ist. KAIKO wurde 1990 von Peter Thierolf, Frank Matzke und Chris Hülsbeck gegründet und war mir daher noch aus der guten alten Amiga-Zeit durch Titel wie Apidya im Gedächtnis geblieben. Da die Jungs von KAIKO bereits für die gelungenen Remasters von „Darksiders I und II“, beides hochkarätige Action-RPGs, verantwortlich waren, scheint das Projekt also in guten Händen zu sein.

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Ob ihnen ihr neues Remaster auch so gut gelungen ist werde ich mir nun genauer anschauen.

Aber was ist eigentlich neu an Re-Reckoning? Verbessert wurde z.B. die Grafik die nun mit schönen Beleuchtungseffekten und, auch in 4K, mit einer einer stets flüssigen Bildwiederholrate daherkommt. Des Weiteren sind die DLCs „Die Legende vom Toten Kel“ sowie „Zähne von Naros“ mit an Bord, was für eine gelungene Erweiterung der ohnehin schon sehr großen Spielwelt sorgt. Mit die Beste Neuerung des Remasters ist jedoch die Tatsache, dass das Niveau einer Zone sowie das Loot nun beim Betreten jedes Mal neu berechnet und dem aktuellen Charakterlevel angepasst werden. Und wer es gerne schwer hat, für den wurde nun sogar ein weiterer, sehr schwerer, Schwierigkeitsgrad eingebaut. 

„Kingdoms of Amalur“ ist berühmt für seine großartige Geschichte aus der Feder des Bestseller-Fantasy-Autors R.A.Salvatore, die große Freiheit, die man als Spieler bei seinen Entscheidungen hat und das gute Gameplay. Für diejenigen, die bisher noch nie etwas von „Kingdoms of Amalur“ gehört haben, fasse ich hier noch einmal die Story kurz zusammen:

Die normalerweise friedlichen Fae wurden von dem bösen und verrückten Gadflow gegen die Menschen aufgehetzt und sind dabei alles zu zerstören. Nachdem wir in einer großen Schlacht gegen die Fae getötet wurden, werden wir von einem mysteriösen Gebilde, dem Seelenquell, von den Toten zurückgeholt. Aber nicht nur das, sondern auch unser Schicksal wurde verändert bzw. ausgelöscht und wir erinnern uns an nichts mehr. Wir bekommen die Möglichkeit unser Schicksal neu zu schreiben und einen neuen Weg einzuschlagen.

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Bei der Charaktererstellung stehen uns vier Rassen (Menschen, Elfen, Dunkelelfen oder Nomaden) zur Verfügung und in drei Talentbäumen (Macht, Raffinesse und Zauberkraft) können wir unsere Fähigkeiten auswählen. Wenn es eine Sache gibt die sicher ist, dann ist es die, dass man an dieser Stelle nicht wirklich etwas falsch machen kann. Egal welche Skillung man wählt oder welches Schicksal man einschlägt, es ist alles nur eine Frage der persönlichen Präferenz. Und geht es doch mal in die Hose skillen wir einfach wieder um und probieren etwas anderes aus.

Ob wir nun als reiner Krieger, Magier oder Dieb spielen wollen oder ob wir uns lieber für einen Zweihänder schwingenden Magier oder doch eher einen magiebegabten Schurken entscheiden steht uns völlig frei. Alles ist möglich und jederzeit anpassbar denn wir bestimmen unser Schicksal selbst. Allein schon durch diese Möglichkeiten und durch das hervorragende, actionlastige Gameplay wird die Reise durch die gewaltige Fantasy Spielwelt niemals langweilig und unser Abenteuer macht richtig Spaß.

Rein optisch erinnert mich das Spiel unweigerlich an World of Warcraft, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. Der helle, lebendige Stil gepaart mit dem prägenden Art-Design von Todd McFarlane ist einfach stimmig. Gemeinsam mit der gelungenen Musikuntermalung entsteht so eine tolle Fantasy-Atmosphäre.

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„Kingdoms of Amalur“ bietet eine Welt voller einzigartiger Charaktere und interessanter Monster und macht viele Dinge, vor allem das Kampfsystem, deutlich besser als einige der besten Action-RPGs. Re-Reckoning ist gut gelungen und verbessert das ohnehin schon sehr gute Spiel an den richtigen Stellen.

Eine Sache hat das Remaster aber leider nicht verbessert, nämlich die stellenweise sehr langen Ladezeiten beim Wechsel der Gebiete oder beim Betreten eines Gebäudes. An dieser Stelle kann man nur hoffen, dass zukünftig ggf. per Update noch einmal nachgebessert wird. Solange dies nicht der Fall ist kann man diese kurzen Pausen aber sinnvoll nutzen, um Snacks nachzufüllen oder sich etwas zu trinken zu holen. 

Fazit:

Schon damals hat mir die Reise nach Amalur sehr viel Spaß gemacht und es war wirklich schade, dass das Projekt seinerzeit eingestampft wurde. Das Remaster macht einen guten Job und kann jedem Fan des Originals und Fans von Action RPGs nur wärmstens empfohlen werden. Die sinnvollen Neuerungen im Gameplay runden das Gesamtpaket ab und der stimmige, modernere Look passt. Dank Re-Reckoning gehen die Abenteuer in der Welt von Amalur sogar weiter, denn für 2021 ist schon ein neuer DLC mit dem Titel „Fatesworn“ angekündigt, wir sind gespannt!

Pro:

  • gute Story
  • gutes, flüssiges Gameplay
  • tolle, einzigartige Fantasywelt
  • großer Spielumfang
  • gute Neuerungen

Contra:

  • Grafik wirkt stellenweise veraltet
  • lange Ladezeiten
  • stellenweise langweilige Grinding-Questen

(Björn Cuber)
© Bilder und Trailer THQ Nordic – Alle Rechte vorbehalten!

  • Inhalt 9
  • Grafik 7
  • Sound 8
  • Spielspaß 9
Summary
8.3