Wenn eine gebrochene Heldin auf einem rauen Trip durch die Sterne nach Gerechtigkeit sucht, wird das Superhelden-Kino neu definiert. Mit „Supergirl“ startet an diesem Donnerstag ein visuell überwältigendes Spektakel in den deutschen Kinos, das als eines der ambitioniertesten Projekte des neuen DC-Universums gilt. Wir verraten euch, warum erste Kritiken den Film bereits als schonungsloses Epos im Stil von Mad Max feiern und weshalb diese Heldin deutlich düsterer agiert als ihr berühmter Cousin.
Unter der Regie von Craig Gillespie, der für sein Gespür für komplexe Frauenfiguren bekannt ist, zeigt sich das Comic-Genre von einer herrlich unkonventionellen Seite. Die aufstrebende Darstellerin Milly Alcock übernimmt die ikonische Titelrolle und verleiht der letzten Tochter Kryptons eine faszinierende Mischung aus tiefem Schmerz und unbändiger Kampfbereitschaft. Ihr gegenüber steht Matthias Schoenaerts als skrupelloser Antagonist, der die brutale Reise durch den Kosmos erst ins Rollen bringt. Entstanden ist ein dreckiger, packender und bildgewaltiger Blockbuster, der sich mutig von klassischen Heldensagen abhebt.
Inhalt: Während ihr Cousin Kal-El auf der Erde von liebevollen Adoptiveltern in einer sicheren Umgebung aufgezogen wurde, erlebte Kara Zor-El (Milly Alcock) ein völlig anderes Schicksal. Sie verbrachte die ersten vierzehn Jahre ihres Lebens auf einem abgetrennten, sterbenden Bruchstück ihres Heimatplaneten Krypton. Dort musste sie jeden Tag aufs Neue miterleben, wie alle Menschen um sie herum auf grausamste Weise ums Überleben kämpften und letztendlich starben. Diese traumatische Vergangenheit hat aus ihr eine abgebrühte, zynische Einzelgängerin gemacht, die ihren Platz im Universum noch immer nicht gefunden hat.
An ihrem einundzwanzigsten Geburtstag kreuzen sich ihre Wege unerwartet mit der jungen Außerirdischen Ruthye, deren Vater von dem brutalen Mörder Krem (Matthias Schoenaerts) kaltblütig hingerichtet wurde. Das trauernde Mädchen sucht verzweifelt nach jemandem, der ihr bei einem unbarmherzigen Rachefeldzug beisteht. Obwohl Kara zunächst zögert, lässt sie sich schließlich gemeinsam mit ihrem treuen Begleiter, dem Hund Krypto, auf die gefährliche Mission ein. Eine rasante und überaus brutale Verfolgungsjagd quer durch die unwirtlichsten Winkel der Galaxis beginnt, die Karas ohnehin schon strapazierte Moral auf eine extrem harte Probe stellt.
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