A Fisherman´s Tale (PSVR) | Marchsreiter Communications GmbH

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Die beiden Entwicklerstudios Vertigo Games (Arizona Sunshine) und Innerspace (Firebird – La Pen) haben sich mit dem TV-Sender ARTE für ein neues VR-Rätselabenteuer zusammengefunden. In A Fisherman´s Tale erwarten euch surreale Geschehnisse und Rätsel rund um Holzpuppe Bob, die in einem Leuchtturm gefangen ist und diverse Rätsel lösen muss, um zur Spitze des Leuchtturms zu gelangen.

A Fishermans Tale review SzezenbilderBob und seine Umgebung sind im Comic-Look gehalten. Es werden zwar keine grafischen Höchstleistungen erreicht, aber die Figuren und Umgebungsgrafiken werden detailliert und scharf in VR wiedergegeben. Die Animationen der Figuren sind ebenfalls gut gelungen. Die Geschichte um die Fischerpuppe Bob wird von einem englischen Sprecher mit einer angenehmen sonoren Stimme begleitet und vorangetrieben. Die Zwischensequenzen werden von einem stimmungsvollen Soundtrack abgerundet, der sich passend der jeweiligen Situationen anpasst. Auch die deutsche Synchronisation samt Vertonung ist sehr empfehlenswert.

A Fishermans Tale review SzenenbilderBei einem Blick in den Spiegel sehe ich das erste Mal meinen Alter Ego – den Fischer Bob eine Holzpuppe, die in einem Leuchtturm wohnt und ihre täglichen Abläufe durchläuft. Der Erzähler beschreibt mir die Handlungen, die ich im Prolog zu absolvieren habe – das Zähneputzen, den Ofen mit Holz bestücken, meine Vase abstauben und das Fenster öffnen, um den Blick auf das weite Meer zu genießen. Im Anschluss beginne ich mit meinem Tagewerk, dem Nachbau meines eigenen Leuchtturms in der Mitte des Zimmers. Ich komme gut voran und setze mich nach getaner Arbeit in meinen Wohlfühlstuhl. Am nächsten Tage erwache ich wie gewohnt und möchte mit meinen täglichen Routinen beginnen, aber das Fenster nach draußen ist auf einmal vernagelt – Was ist passiert?

A Fishermans Tale review SzenenbilderMit einem Feuerhaken breche ich das Fenster auf, doch anstelle des Meeres sehe ich mich selbst von hinten und mein eigenes Zimmer. Oder besser gesagt: den Rücken eines gigantischen Maxi-Bobs, der in einer riesigen Version meines Zimmers steht und sich mit mir im Einklang bewegt. Mir kommt eine Idee. Ich drehe mich herum, nehme das Dach meines Leuchtturmmodells ab und schaue in die Miniatur-Version meines Zimmers. In der Tat: Mitten in dem Modellzimmer steht ein Mini-Bob. Wie meine Maxi-Version bewegt sich auch die Miniaturvariante mit mir im Einklang. Verblüffend. Diese Größenunterschiede und der Wechsel zwischen den Welten ist der grundlegende Rätselmechanismus in der Fischers-Geschichte. Ein Beispiel: Ein kleines Krustentier wohnt in meinem Regal. Es weiß, wo der Schlüssel zum nächsten Zimmer liegt. Doch aushändigen will das Scheusal den Schlüssel nur mit einer Kapitänsmütze auf dem Kopf. Zwar finde ich die Mütze schnell in meinem Schrank. Doch sie ist natürlich nicht für meinen Kopf gemacht. Für den kleinen Meeresbewohner ist sie viel zu groß. Also lege ich die große Mütze auf den Tisch neben dem Regal. Anschließend trete ich an das Miniaturmodell meines Zimmers heran und inspiziere dort den Mini-Tisch neben dem Mini-Regal. Und tatsächlich: Dort liegt auch ein Mini-Kapitänshut. Ich greife den Hut und gebe sie dem Krustentier. Rätsel gelöst.

A Fishermans Tale review SzenenbilderDasselbe Prinzip funktioniert von klein nach groß: Der schwere Anker vor der Zimmertür versperrt mir den Weg nach draußen. In der Miniaturversion meines Zimmers kann ich ihn hingegen ganz leicht von der Wand pflücken. Als ich dafür in das Puppenzimmer greife, reicht von oben die gigantische Hand des Maxi-Bobs in meinen Raum und beseitigt parallel die Anker-Barriere in meinem Zimmer.

Die Rätsel sind mit Bobs Schicksal verbunden, das wiederum eng mit dem Meer verknüpft ist. Kurze Zwischensequenzen deuten das an. Bob kämpft in einem kleinen Fischerkutter gegen riesige Wellen. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht – des Rätsels Lösung ist auf der Spitze des Leuchtturms, wo ein Feuer entzündet werden muss – denn ein Sturm zieht auf und ein einsames Boot ist in Gefahr.

Bob wird mit den Move Controllern gesteuert. Die Steuerung um die diversen Bewegungen und das Nutzen der Gegenstände ist anfänglich etwas sperrig. Mit etwas Geduld und Übung gewöhnt man sich aber daran und dann steuert sich Bob ganz passabel. Das Immersionsgefühl ist durch die verschiedenen Perspektiven- und Dimensionsebenen recht intensiv.

Fazit

Mit A Fisherman´s Tale ist Vertigo Games und Innerspace ein interessantes Stück Software gelungen. Das Spiel rund um die Geschichte der Holzpuppe Bob mit seinen Rätseln in verschiedenen Größen-Dimensionen macht wirklich Laune. Einziger Kritikpunkt ist die sehr kurze Spielzeit von gut eineinhalb Stunden. Von meiner Seite eine klare Kaufempfehlung für Freunde von guten Geschichten verbunden mit Rätselspaß in VR.

(Michael Schröder)

© Bilder: Marchsreiter Communications GmbH – Alle Rechte vorbehalten

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