Absentia – Season 2 – Review | Sony Pictures Television (Zu sehen auf Amazon Prime)

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Stana Katic ist in erster Linie durch ihre Rolle der Kate Beckett aus der erfolgreichen Kultserie „Castle“ bekannt. Jedoch hatte sie sich im Verlauf der acht Staffeln „Castle“ mehr und mehr mit Hauptdarsteller Nathan Fillion verkracht, was so sehr eskalierte, dass man beschloss, ihren Vertrag nach Season 8 nicht mehr zu verlängern und die Serie, ohne sie weiter zu führen.

Diese Spannungen übertrugen sich schon beim Dreh der Staffel 7-8 so sehr, so dass der Zuschauer diese auch merklich während der Folgen sahen und die Qualität entsprechend abnahm. Von der einstigen Hitserie brachen mehr und mehr die Zuschauer weg. Es kam schließlich nicht mehr dazu, die Serie ohne Stana Katic fortzusetzten, sondern sie wurde nach Staffel 8 von ABC abgesetzt.

Absentia Review SzenenbildStana Katic versank nach dem Ende von „Castle“ aber nicht in der Versenkung, sondern kehrte ein Jahr später mit der Serie „Absentia“ zurück, welche sie auch selbst mitproduzierte. Vom Free TV ins Pay TV. Und auch, wenn sie hier wieder eine Hüterin des Gesetzes spielte, war es doch komplett das Gegenteil von dem, wie man sie aus „Castle“ kennt. Es wurde dreckiger, härter und heftiger und zur Überraschung vieler war Staffel 1 auch richtig gut.

Inzwischen ist auf Amazon Prime nun auch die zweite Staffel von „Absentia“ erschienen.

Story:

FBI Agentin Emily Bryne hat sich nach den Ereignissen aus Staffel 1 zurückgezogen und vegetiert halb in einer Welt voller Sex und Drogen vor sich hin, doch dann steht ihre verwirrte biologische Mutter vor der Tür. Als diese kurz darauf von einem Serienkiller ermordet wird, kehrt Emily zurück in den Dienst, um sich den Fall anzunehmen. Schnell wird ihr klar, nichts ist so, wie es scheint. Da sie immer noch von posttraumatischem Stress geplagt wird, ist der Fall für sie alles andere als einfach, doch sie kommt einer großen Verschwörung auf die Spur.

Eines vorweg, die zweite Staffel kann leider nicht mit der wirklich tollen ersten Staffel mithalten. Die Story der ersten Staffel war eigentlich abgeschlossen, zwar baut die zweite Staffel darauf auf und die Ereignisse von damals haben enorme Auswirkungen auf die Charaktere, aber hier heißt es: komplett neuer Fall. Und dadurch gibt es auch eine merklich andere Atmosphäre.

Die Story ist, wie bei der ersten Staffel, durchgängig erzählt und hat 10 Folgen zwischen 41-46 Minuten. Der Fall selbst ist gewohnt sehr mysteriös und als Zuschauer kann man sehr gut mitraten, aber leider nicht ganz so intensiv und dramatisch, wie in der ersten Staffel. Die Spannung ist nicht mehr so zu spüren und ab und an hat die zweite Staffel von „Absentia“ mit ein paar Längen zu kämpfen. Stana Katic liefert hier trotzdem immer noch eine wirklich klasse One-Woman-Show ab. Sie gibt ihrem Charakter eine wirklich sehr gute Tiefe und Ausstrahlung und zeigt auch ordentlich Härte.  Der Rest des Casts agiert solide, ohne groß herauszuragen.

Action gibt es jetzt nicht viel, es ist eine klassische Old School Crime Ermittler Serie mit vielen Wendungen, wobei diese Wendungen stark „Over the Top“ sind. Man sollte auch nicht groß nach Logik Ausschau halten, denn damit hat man es in der Serie nicht so. Vor allem, wie dann zum Schluss der Bogen zur ersten Staffel gespannt wird, ist schon arg an den Haaren herbeigezogen. Das sorgt schon für ein gewisses Stirnrunzeln und Augenverdrehen. Man hat das Gefühl, als ob man mit aller Gewalt den Bogen zur ersten Staffel spannen wollte und das sah definitiv sehr erzwungen aus.

Absentia Review Szenenbild005Okay, dafür rechnet man mit der Auflösung absolut gar nicht und man erlebt die erste Staffel dadurch noch mal in einem komplett anderen Blickwinkel, so dass mit dem neuen Wissen ein Return der ersten Staffel wieder sehr interessant wird. Aber die Auflösung selbst ist nicht ganz so heftig und schockierend, wie bei der ersten Staffel, aber definitiv auch sehr böse. Die wenige Action selbst ist recht kurz und sehr hart gemacht, dazu wird auch fleißig geflucht, wie man es im Pay TV gewöhnt ist.

Optisch wurde die zweite Staffel, wie auch die Erste, kostengünstig am Stück in Bulgarien gedreht. Zwar wirkt alles oft sehr kühl bzw. kahl, aber es muss sich von der Optik und der Inszenierung sich nicht hinter Serien aus den USA verstecken. Blöd ist nur, dass die zweite Staffel zum Großteil in Bosten spielt und dementsprechend sieht das Ganze absolut gar nicht nach Bosten aus.

Das Ende der Serie ist abgeschlossen, aber es endet auch sehr abrupt. Da sich zum Schluss die Ereignisse im Hinblick auf die Auflösung sehr überschlagen, geht es etwas polterig zur Sache. Mit dem Ende der Staffel kann man zwar gut Leben, aber gleichzeitig fragt man sich, wie jetzt, war das alles, kommt da noch was?

Eine dritte Staffel wurde bisher nicht bestätigt, aber trotzdem muss ich sagen, ich bin neugierig, wie man auf dieses Ende aufbauen möchte.

Fazit:

Staffel 2 ist nicht ganz so dramatisch und intensiv wie die Vorgängerstaffel, aber für Fans von Old School Crime Serien ist die Staffel genau das Richtige. Dazu spielt Stana Katic ihre Rolle einfach wieder toll. Abstriche muss man aber in Sachen Logik machen, da einige Wendungen halt sehr an den Haaren herbeigezogen sind. Insgesamt kein Meisterwerk, aber definitiv ein Blick wert und eine ordentliche Fortsetzung der genialen ersten Staffel.

Amazon bietet diese Serie auch in 4k an.

(Pierre Schulte)

© Bilder Amazone Prime – Alle Rechte vorbehalten!

Staffel 2

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Staffel 1

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