Flashback – Blu-ray Review | Capelight Pictures | 06.09.2021

Flashback Film 2021 Blu-ray Review Artikelbild

Am 27. August 2021 kam „Flashback“ auf Blu-ray und DVD in den Handel und wir haben das Review dazu:

Story

Eigentlich sollte es Fred gut gehen, ist er glücklich verheiratet und mit einem guten Job gesegnet. Doch gerade auf der Arbeit wächst der Druck und irgendwie ist er mit den Gedanken woanders. Das liegt auch an seiner Mutter, die im Sterben liegt und dieser Umstand nagt schon sehr an ihm. Eine zufällige Begegnung mit einem Obdachlosen lässt ihn in der Vergangenheit schwelgen. Plötzlich erinnert er sich an seine Freunde aus der Jugend und auch an das Mädchen Cindy, mit der er gemeinsam eine neuartige Droge getestet hat. Und auch daran, wie Cindy danach spurlos verschwunden ist. Doch nicht nur die wiederkehrende Erinnerung an die alten Freunde ist seltsam, weil es so real wirkt. Zunehmend bekommt Fred Flashbacks und verliert scheinbar das Gefühl für Zeit und Realität.

Flashback Film 2021 Blu-ray Review szenenbild

Eindruck

Der Regisseur Christopher MacBride schrieb und verfilmte die Story zu „Flashback“. Die Geschichte ist nicht einfach zu erfassen, es dauert etwas, bis der Regisseur den Zuschauer ein paar Hinweise serviert. Die Handlung zeigt Vergangenheit und Gegenwart, was aber nicht immer sofort zu erkennen ist. Der Regisseur verschmilzt bisweilen die Passagen, ohne, dass es einem sofort auffällt. Dann zeigt er aber auch mal auffällig den Wechsel an.

Die Inszenierung ist ungewöhnlich wie faszinierend, mal sieht man Fred in normalen Alltagssituationen und plötzlich verwandelt sich alles in einen surrealen Rausch. Fred wird von Dylan O`Brien gespielt, daneben ist Hannah Gross, die seine Frau Karen darstellt. Unter anderem gibt es noch Maika Monroe, Emory Cohen und auch Keir Gilchrist zu sehen. Die darstellerische Leistung, in diesem vielschichtigen und kniffeligen Film ist gar nicht so einfach zu bewerten. Da vieles wie auf Droge wirkt und die Figuren fast lethargisch agieren.

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Fazit, „Flashback“ macht es mir nicht wirklich einfach. Eine verwobene Erzählstruktur, die Fragen welche im Raum stehen und der eigentliche Sinn der Geschichte, sind anfänglich schwer zu erfassen. Wie angesprochen, zugänglich ist der Film kaum, er nimmt sich viel Zeit, bevor er dem Zuschauer ein paar Information liefert, die dann einen Aha-Effekt bewirken. Hinzu kommt, dass Dylan O`Brien (Fred) bei mir kaum Emotion erzeugte, nicht das seine Performance schlecht ist, allerdings scheint das Drehbuch hier auch wenig Spielraum zu liefern.

So vielversprechend die Ausgangslage auch klingt, kommt hier einfach zu wenig beim Zuschauer an. Natürlich ist es ein Film, der viel Raum für Interpretation zulässt, das ist schon reizvoll und herausfordernd für den Zuschauer, insofern die Zusammenhänge auch irgendwie schlüssig erscheinen. Doch hier übertreibt es der Regisseur überwiegend. Der Zuschauer wird mit den vielen Zeitsprüngen, der Frage nach dem Sinn und durch die künstlerisch-experimentellen Bilder quasi erschlagen, fast sogar überfordert. In „Flashback“ ist vieles einfach zu wirr, dazu kommen zusätzliche neu geschaffene Aspekte und Szenen, die sich dann aber scheinbar wiederholen, diese fordern einfach die komplette Aufmerksamkeit, um hier am Ball zu bleiben, insofern möglich.

Flashback Film 2021 Blu-ray Review szenenbild

Der Regisseur baut hier zwar ein ansprechendes Konstrukt auf, doch ein stetiger Schleier liegt über seiner Geschichte und es liegt an der Wahrnehmung des Zuschauers diese zu lüften. Daher, ein Film der Herausfordernd ist, in dem man versucht die Hinweise einzusortieren, um die Story zu ergründen. Es ist keine einfache Kost, wenn man Fred durch die Geschichte begleitet, allerdings irgendwie einnehmend ist es schon.

„Flashback“ ist ein seltsamer Trip, surreal, bizarr, philosophisch und teils alles ineinander vermischt. Audiovisuell recht gelungen, möchte er eine komplexe Geschichte erzählen, die aber zu unübersichtlich gerät. Dennoch, Freunde von innovativen Filmen, weit weg vom Mainstream, könnten gefallen daran finden. Denn „Flashback“ ist trotz der teils zähen Herangehensweise ein mutiger und durchaus interessanter Film.

Flashback Film 2021 Blu-ray Review szenenbild

Bild

Das Bild ist recht düster gehalten, die Schärfe ist überwiegend gut. Stilistisch gibt es aber Szenen, die recht soft und detailarm daherkommen. Mal kühl und warm gefiltert, bleibt die Szenerie farblich recht neutral. Einige starke Lichteffekte im Film erzielen somit eine fast hypnotisierende Wirkung. Der Kontrast ist recht ausgewogen, der Schwarzwert hat nicht immer leichtes Spiel, dank der stilistischen Inszenierung.

Ton

Die DTS-HD MA 5.1 Spur nutzt hier das komplette Boxenset. Allerdings gibt es selten dynamische Momente, hier profitiert überwiegend der Score. Dennoch gibt es gut verteilte Nebengeräusche, die mal mehr oder weniger intensiv abgemischt worden sind. Somit gibt es keine Probleme mit der Sprachverständlichkeit, auch wenn ein paar Effekte druckvoller in den Raum gestellt werden und der Subwoofer etwas Arbeit bekommt. Rein akustisch passt es sehr gut zu dem Gezeigten, daher eine gelungene Tonspur.

Extras

  • Entfallene Szenen
  • Kinotrailer
  • Filmtipps

Testequipment
JVC DLA-X35
SONY KD-77AG9
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

Hier erhältlich:

(Hartmut Haake)
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Bewertungen: 4.8 / 5. 586

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