Komiker und Satiriker Herbert Feuerstein mit 83 Jahren verstorben | 08.10.2020

Der allseits beliebte Komiker und Kabarettist Herbert Feuerstein ist im Alter von 83 Jahren in Köln verstorben.

Wie der WDR den Medien mitteilte ist der Kult-Kabarettist Herbert Feuerstein im Alter von 83 Jahren, in seiner Wahl-Heimatstadt Erftstadt bei Köln, verstorben. Bezüglich der Todesursache hielt man sich bisher bedeckt.

Tom Buhrow, Intendant des WDR gedenkt zum Tod von Herbert Feuerstein mit folgenden Worten:

„Wir bedanken uns bei Herbert Feuerstein nicht nur für ‚Schmidteinander‘, eine Kult-Show, die Fernsehgeschichte geschrieben hat und vieles verändert hat. Sondern auch für seinen klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus und viele, viele höchst unterhaltsame Fernseh- und Hörfunkstunden. So oft hat er uns zum Lachen gebracht. Heute sind wir traurig.“

Tom Buhrow

Der am 15. Juni 1937 im österreichischen Zell am See geborene Herbert Feuerstein studierte in Salzburg Musik und folgte Anfang der 60er Jahre seiner ersten Liebe, Pearl Higa, nach New York, wo er diese auch ehelichte. In New York arbeitete er als Redakteur und übernahm 1968 einen Chefredakteurs Posten. Dazu war er noch beim Hörfunk tätig und war auch USA Korrespondent des deutschen Satire Blatts „Pardon“. Nach seiner Scheidung kehrte er nach Europa zurück und wurde Verlagsleiter bei Bärmeier & Nikel, die auch das Satireblättchen „Pardon“ veröffentlichten. Anschließend wurde Feuerstein Chefredakteur beim deutschen Ableger des MAD-Magazins.

Mitte der 80er Jahre wurde er Autor für die WDR Michael Braun Talkshow. Mit Harald Schmidt zusammen wurde er in der Show „Schmidteinander“ und durch die Sendung „Pssst…“ als Teil des Rateteams bundesweit bekannt. Nach Ende dieser Sendungen trat Herbert Feuerstein in vielen weiteren Formaten auf, darunter in der „Lindenstraße“ oder auch in Ingolf Lücks Wochenshow auf Sat1 als Teil des Comedy-Teams in der Rolle des Spartakus. So trat Herbert Feuerstein bis zu seinem offiziellen Rückzug aus dem Fernsehgeschäft im Jahr 2015, in verschiedenen Film- und TV-Formaten auf.

Einer seiner Weggefährten, Harald Schmidt, aus der Satire Show „Schmidteinander“, verabschiedete sich auf seine ihm eigene Art und in Anekdoten von seinem Kollegen mit folgenden Worten:

„Feuerstein war ein Genie – das hat er mir selbst gesagt, und ich habe es ihm bestätigt.“ „Während ‚Schmidteinander‘ hat er mir befohlen, zuerst zu sterben – jetzt ist es anders gekommen.“ „An der Sicherheitskontrolle am Flughafen Berlin-Tegel habe er Feuerstein gesagt, dass er ihm im Grunde seine Karriere verdanke. „Er hat es mir bestätigt – Feuerstein ist unsterblich, zumindest solange mir noch wildfremde Leute auf Rolltreppen das Putzgeräusch der Zwergbrillenratte vorspielen“, sagte der 63-Jährige Schmidt dem WDR weiter. „Zum Abschied danke und leise servus auf der Nasenflöte – tschüss, Feuerstein.“

Harald Schmidt

Und… wie habt ihr Herbert Feuerstein in Erinnerung, wer kennt ihn noch aus „Schmidteinander“ oder der Sat1 „Wochenshow“? Schreibt es uns doch gleich in die Kommentare und diskutiert mit uns darüber in unserem Forum.

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Quelle: WDR / Twitter | Spiegel.de
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