Kommt „No Time To Die“ direkt zu Netflix, AppleTV+, Amazon und Co.? | Universal Pictures | 26.10.2020

James Bond Nachfolger MGM 2020 Apple Netfilx

Corona verändert alles, selbst die Unterhaltungsbranche. So stehen seit einigen Tagen Gerüchte im Raum, dass sich Netflix und Co. um die Ausstrahlungsrechte des neuen James Bond Films „No Time To Die“ bemühen würden. Aber was ist nun an der Sache wirklich dran und warum treffen die Verschiebungen MGM doppelt so hart?

Entgegen mancher Fan Gerüchte wollen wir mal einen anderen Blick auf die Situation rund um den neusten Bondfilm werfen. Die Pandemie nagt an allen Gewerken der Industrie, des Handwerks und des Handels und auch die Unterhaltungsbranche leidet immens an den Einschränkungen. Während Disney mit seinen Titeln wie „Mulan“ und im Dezember auch mit „Soul“ auf den hauseigenen Streamingsender Disney+ ausweicht und somit seine Kinopremieren in die heimischen Wohnzimmer verlegt, können andere Studios dies nicht so einfach tun.

So entbrannten der Tage Gerüchte um einen angeblichen Bieterwettstreit der Großen Streamingplattformen von James Bonds neusten Abenteuer „No Time To Die“. Dort spricht man zwischenzeitlich von Geboten um die 500 Millionen und mehr. Universal Pictures wie auch MGM sind von einer erfolgreichen Kinovermarktung abhängig, doch diese rückt gerade in immer weitere Ferne. Diese Verschiebungen kosten die Unternehmen Unsummen. Verbrannte man Anfang des Jahres doch schon Millionen mit der beginnenden Marketing Kampagne und sobald der nächste Kinostart näher rückt, stehen erneut Millionen Werbeausgaben an. Somit wäre ein Ausweichen auf eine Streaminplattform zumindest von finanzieller Seite ein logischer Schritt.

Was ein gesundes Unternehmen eventuell noch abfangen kann, bedeutet für weniger Liquide Studios eventuell das Ende ihrer Existenz und so kommen wir zu dem allseits bekannten Studio MGM. Denn die Gerüchte über eine Direktvermarktung des neuen Bonds kommen nicht von ungeduldigen Fans oder Pseudo Insidern, diese bekommen unter anderem ihre Nahrung durch das Wall Street Journal. Das altgediente Studio MGM bewegt sich schon lange am Rande des finanziellen Abgrunds. Nach dem Konkurs im Jahre 2010 sucht der Hauptanteilseigner Anchorage Capital Group immer noch einen Käufer und seit 2018 hat MGM nicht mal mehr einen Geschäftsführer.

So hofft die Anchorage Capital Group auf einen großen Kinoerfolg, welcher MGM wieder für Interessenten interessant machen soll. Dies sollte eigentlich der neue Bondfilm richten, doch wo kein Kinostart, ist auch kein Gewinn zu machen. Aufgrund der aktuellen Situation und der steigenden Infektionszahlen ist nicht kalkulierbar, wohin dies noch führen wird und ob Bond selbst seinen nächsten Termin wird einhalten können. Daher ist der Gedanke einer Vermarktung über eine Streamingplattform nicht mal so falsch, zumindest wenn es darum geht keine weiteren finanzielle Einbußen einstecken zu müssen. Denn egal wie sich die Pandemie fortbewegt, die Unternehmen haben laufende Kosten, die es zu decken gibt und wie wir alle wissen, ist irgendwann kein Geld mehr da, um einfach nur noch nach zu buttern.

Was haltet ihr von dem Gedanken Bonds Premiere auf dem heimischen TV anstatt im Kino schauen zu können? Schreibt es uns doch gleich in die Kommentare und diskutiert mit uns darüber in unserem Forum.

Quelle: wsj.com
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