Black Christmas (1974) – Blu-ray Review – Mediabook | Capelight Pictures | 21.012.2019

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Black Chrismas 1974 Mediabook Film Shop kaufenStory:

Die Schwesternschaft in einem Studentinnen-Wohnheim feiert Weihnachten. Doch während des besinnlichen Festes verschwindet Clare plötzlich. Da keiner etwas mitbekommen hat, wird sie am nächsten Tag als vermisst gemeldet. Leider reagiert die Polizei erstmal nicht, auf die Meldung ihrer Freunde. Doch das ist erst der Anfang, denn es wird eine Leiche in der Nähe des Studentinnen-Wohnheimes gefunden und so langsam überschlagen sich die Ereignisse. Es gibt immer häufiger seltsame Anrufe in dem Heim, mit bedrohlichem Inhalt. Mittlerweile reagiert auch die Polizei auf die Umstände, sie sieht die Chance in einer Fangschaltung des Anrufers. Ob das die Rettung für die Mädels ist, wird hier natürlich nicht verraten.

Black Chrismas 1974 Shop Film kaufenEindruck:

Der Regisseur Bob Clark ist im Laufe seiner Karriere eigentlich eher für seichte Unterhaltung bekannt. Mit Filmen wie „Porky´s“, „Fröhliche Weihnachten“ und auch „Der Harte und Der Zarte“ sorgten seine Filme eher für Lacher und sind im komödiantischen Genre angesiedelt. Zuvor drehte er aber 1974 mit „Black Christmas“ einen Horrorfilm, der auch als Grundstein für die Slasher-Filme wie „Halloween“ und „Freitag der 13.“ anzusehen ist.

Auch hier gibt es schnell ein Opfer nach dem anderen, zudem meldet sich der Täter mit obszönen Anrufen, die ebenfalls eine nachhaltige Wirkung zeigen. Black Christmas ist unterhaltsam und geradlinig erzählt, auch die Herangehensweise mit den Mädchen im Schwesternhaus ähnelt der üblichen Teenie Clique aus den bekannten Slasher-Filmen. Allerdings kann „Black Christmas“ selten eine vergleichbare Stimmung aufbauen, viele Akteure sind dafür einfach zu humorvoll und spaßig dargestellt. Das passt dann nicht ganz zu der ernsten Thematik des Films, sondern eher zu dem Werdegang des Regisseurs.

Von den Darstellern dürfte am meisten Margot Kidder (Superman & Amityville Horror) sowie John Saxon (Nightmare & From Dusk Till Dawn) bekannt sein. Beide machen ihre Sache gut, auch wenn Margot Kidder mit ihrer Rolle recht eindimensional und bedeutungslos angelegt ist.

Black Chrismas 1974 Shop Film kaufenFazit:

„Black Christmas“ ebnet den Trend zum Slasher-Film, die Inszenierung kommt dem schon sehr nahe. Leider fehlt es ihm hin und wieder an der nötigen Ernsthaftigkeit, dennoch versteht es der Regisseur, diesen Mix aus Humor und Horror überwiegend zu vereinen. Bedenkt man, dass der Film von 1974 ist, stellt sich die Frage, wie hat er die Zeit überstanden, das ist aber gar nicht einfach zu beantworten. Wie gesagt, er hat viele klasse Momente, die düster und bedrohlich wirken. Dazu eine, wenn auch gemächlich erzählte Geschichte, die zum Finale ordentlich an Fahrt aufnimmt. Wer hier, wie ich, mit entsprechenden Erwartungen herangeht, der wird gut unterhalten. Wer einen zu ernsten Film erwartet, mit vielen blutigen Szenen, der liegt hier leider falsch. Dafür wird zu vieles mit hölzernem Humor unterbrochen, wodurch die Stimmung teils ungünstig gekippt wird. Allerdings spreche ich dennoch eine Empfehlung für „Black Christmas“ aus, nicht nur, weil der Film mittlerweile Kultstatus besitzt. Nein, weil er einfach den Grundstein für den Slasher-Film ala „Halloween“ und „Freitag der 13.“ gesetzt hat.

Diese Ehre gebührt ihm ohne Frage.

Das Capelight Mediabook ist wieder ein Hingucker, ein gelungenes Retro-Cover erfreut das Auge. Neben dem obligatorischen Booklet und der DVD, sind jede Menge Extras an Bord. Übrigens Capelight hat seit kurzem auch einen eigenen Online-Shop, schaut doch mal rein, dort sollte jeder Filmfan fündig werden.

Bild:

Das Neu restaurierte Bild zeigt sich zu Beginn noch erschreckend. Die Schärfe steigert sich aber schnell, auch wenn es ab der Halbtotalen schon wieder alles recht weich erscheint. So bekommt der Zuschauer dennoch ein überwiegend gelungenes Bild, ich denke besser hat der Film nie ausgesehen, auch farblich, somit eine klare Steigerung. Dazu ein solider Kontrast ist und ordentlicher Schwarzwert, in den wenig gut ausgeleuchteten Szenen, verschluckt er allerdings viele Details.

Black Chrismas 1974 Shop Film kaufenTon:

Die DTS-HD MA 5.1 Spur kann nicht das bieten, was sie verspricht. Der Score kann hier noch am meisten für ein räumliches Gefühl sorgen. Letztlich eine sehr frontlastige Abmischung, die ich aber auch nicht anders erwartet habe. Dennoch schalten sich gelegentlich die Rears hörbar ein, mehr kann man nicht verlangen, in Anbetracht eines Filmes von 1974. Die Dialoge sind jederzeit klar und verständlich, so wie es sein soll.

Extras:

  • Film mit Audiokommentar von Bob Clark
  • Film mit Audiokommentar von John Saxon und Keir Dullea
  • Black Christmas Revisited (Doku)
  • The 12 Days of Black Christmas (Doku)
  • Film and Furs mit Art Hindle
  • Victims and Virgins mit Lynne Griffin
  • Alternative Titelsequenz
  • Uncovered Sound Scenes
  • Trellis Climb
  • Final Plan
  • Interviews mit den Darstellern
  • Black Stories – Ein Gespräch im Kino
  • TV-und Radio-Spots
  • Original Kinotrailer
  • Filmtipps

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

(Hartmut Haake)

©Bilder Capelight Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

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