Killerman – Blu-ray - Review | Capelight Pictures | 20.12.2019

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Killerman 2019 Review Film Shop kaufenDas Thriller-Drama „Killerman“ mit Liam Hemsworth, von dem hierzulande recht unbekannten Regisseur Malik Bader aus dem Jahre 2019, feierte seine deutsche Kinopremiere am 08. August 2019. Die bisherigen Kritiken waren recht verhalten, nun liegt mir der Film als Heimkino-Veröffentlichung auf Blu-ray vor. Ob ich mich den bisherigen Kritikern anschließe und wie ich den Film empfunden habe, erfahrt ihr in folgenden Zeilen.

Inhalt:

Der Geldwäscher Moe möchte ganz groß ins Geschäft einsteigen und durch den Onkel seines Kumpels Skunk soll ihm dies gelingen. Skunks Onkel hat aus seinen „unsauberen“ Deals, Millionen, die gewaschen werden müssen, und an diesen könnten sich Moe und Skunk ebenfalls gesundstoßen. Die Testphase für Onkel Perico läuft zu dessen vollster Zufriedenheit ab, aber nun wird es ernst, denn 20 Millionen sollen innerhalb zwei Wochen absolut blütenrein werden. Die Chance für Moe und Skunk jeweils eine Million pro Person abzugreifen. Doch Onkelchen Perico legt die Übergaben der Schwarzgelder unerwartet auf Eis. Skunk ist am ausrasten, die Kohle, die ihnen jetzt flöten geht, wäre die Chance auf eigene Deals gewesen. Doch was wäre, wenn sie das bisherige Geld, das sie erstmal aufbewahren sollen, für einen fetten Deal unter der Hand benutzen würden? Moe hält das für eine seltenblöde Idee, doch Skunk lässt nicht locker bis Moe einwilligt. Sofort ist ein Deal einfädelt, Ort, Übergabe, alles ist narrensicher geplant. Es kommt wie es kommen muss, der Deal läuft total aus dem Ruder und Drogenfahnder tauchen auf. Für Moe und Skunk gibt’s nur noch die Flucht nach vorn und so schaffen sie es gerade noch, die Drogen und das Geld abzugreifen und einem ihrer Kumpels zu übergeben. Doch während ihrer wilden Fluchtfahrt überschlägt sich Moes Auto, dennoch schaffen sie es, schwer angeschlagen zu Fuß weiter zu flüchten, dies aber nicht ohne Folgen für Moe. Der Aufprall war so hart, dass Moe sein Gedächtnis verliert, er hat keinerlei Erinnerung wer Skunk ist, warum sie Taschen voller Geld und Drogen haben. Dank eines Unterschlupfs verschaffen sie sich erstmal eine Atempause. Derweil wird Moe von allerlei Selbstzweifel geplagt, Drogen, illegales Geld, wer ist er eigentlich, er kann doch kein Böser sein, das fühlt sich falsch an. Doch durch Skunks Einfluss nimmt Moe seine ihm zugesagte Rolle immer mehr an. Wird schon stimmen, was sein vermeintlicher Kumpel ihm da erzählt. Moes Amnesie soll aber nicht sein einziges Problem bleiben, Onkel Perico ist überhaupt nicht darüber erfreut, was mit seinem Geld passiert und auch die Drogenfahnder sind nicht gerade begeistert, dass ihnen der Stoff durch die Lappen ging. Denn dieser sollte nie in der Asservatenkammer landen, eher ihre schwarzen Konten füllen. Durch diese Aktion haben sich Moe und Skunk zwischen zwei Fronten katapultiert und diese Situation wird auf allen Seiten Opfer fordern. Aber auch Moes Amnesie fordert ein weiteres Leben und zwar sein bisheriges…

Killerman 2019 Review Film Shop kaufenMeinung und Wertung:

Regisseur Malik Bader, der auch das Drehbuch zu „Killerman“ schrieb, erzählt uns die allseits bekannt klassische Geschichte zweier Gauner, die versuchen, durch einen Deal ins große Geschäft einzusteigen. Der Twist der Geschichte wird durch einen geplatzten Deal und Moes Amnesie in Gang gebracht. Die Spannung wird durch die Jagd auf Moe und Skunk und die eigentliche Frage nach Moes Identität aufgebaut. Der Kenner ahnt natürlich schon, dass mehr hinter der Person stecken muss, als Anfangs bekannt. Action Sequenzen sind zwar vorhanden, werden aber recht dosiert eingesetzt, weshalb ich die Bezeichnung Action-Drama einiger Rezensenten für falsch halte, Thriller-Drama mit Actionelementen trifft es wohl eher. Die Inszenierung ist Dank filmischer Stilmittel recht dreckig, dunkel und kalt gehalten. Der Cast ist, bis auf Liam Hemsworth, Emory Cohen und Zlatko Buric, eher unbekannt. Hemsworth spielt souverän seinen Part, ebenso Cohen. Nur bei Zlatko Buric hat man teilweise das Gefühl, dass er nicht ganz bei der Sache ist und öfter mal auf sein Stichwort wartet, um dann wie aus einer Schockstarre zu erwachen. Dazu kommt es auf Seiten des Casts der korrupten Cops ab und an zu Overacting Szenen. Aber auch die gesamte Inszenierung wirkt manchmal etwas hakelig bzw. konfus und nicht wie aus einem Gus. Ich empfand dies jetzt nicht so dramatisch wie manch anderer Rezensent, aber auffällig war es schon.

Killerman 2019 Review Film Shop kaufenFazit:

Kommen wir zum Fazit. Regisseur Malik Bader präsentiert dem Zuschauer zwar einen klassischen „kleiner Gauner will zum „fetten“ Drogendealer aufsteigen“ Film und benutzt dabei auch die bekannten Storyelemente prominenter Vorgänger, würzt die Geschichte dabei aber mit einem Extra-Twist um das Thema Amnesie. Die Inszenierung ist richtig schön old-school, dreckig, ungeschönt und ohne CGI, zumindest wäre mir diese nicht aufgefallen. Mit diesen Aussagen könnte man ihn unter dem Begriff Standard einstufen, doch Regisseur Malik hat ein paar unerwartet heftige Szenen und Wendungen eingebaut und führt zum Ende hin einen gewissen erwarteten Twist unerwartet weiter. Da saß sogar ich, als alter Cineast, erstaunt vor der Glotze. Mit diesem Mut des Regisseurs hätte ich nicht gerechnet, das gibt Bonuspunkte.

Alles in allem ein sehenswerter Film, dem ich jedem empfehlen kann, der mal wieder fernab von Hochglanzproduktionen ein Crime-Thriller-Drama sehen möchte, welcher so richtig schön old-school inszeniert wurde. In Kauf nehmen muss man dabei zwar die eine oder andere nicht so schöne darstellerische Leistung und auch das Timing ist nicht immer ganz astrein. Dafür wird man aber mit einigen harten Szenen, konsequenten Entwicklungen und einem mutigen Finale belohnt, das mancher sicherlich so nicht erwarten würde.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

Killerman 2019 Review Film Shop kaufenBild:

Der Film präsentiert sein analog gefilmtes Bild definitiv nicht in Hochglanz-Optik. Durch die eingesetzten Kameras und wohl auch durch Filter wird ein gewisser dreckiger, sehr körniger Look erzeugt, der gerade in dunklen Szenen noch zunimmt. Der Farbraum ist kalt und die blauen Farbtöne unterstützen den kalten Look obendrein. Die Kontraste bewegen sich mehrheitlich im dunklen Bereich. Der Schwarzwert lässt unterstützt durch Kontraste und Filmkorn so manches absaufen und obwohl die Schärfe hoch ist, unterstützt diese ebenfalls eher das Filmkorn. Menschen mit starker Abneigung gegen körnige Bilder, sollten eventuell vorher eine Trailersichtung in Betracht ziehen, bevor sie sich nachher grün ärgern.

Ton:

Die Tonspuren liegen für deutsch und englisch jeweils im Format dts HD-Master 5.1 vor. Der Ton kommt kräftig und räumlich ins Wohnzimmer. Die Dialoge sind immer klar verständlich, auch wenn der Surroundsound gerade bei Actioneinlagen etwas mehr zu tun bekommt. An dem Ton gibt es im Grunde nichts zu mäkeln, er kann zwar nicht mit großen Produktionen mithalten, die Dolby Atmos einsetzen, das muss er aber auch nicht.

Extras:

  • Trailer

(Marc Maurer)

©Bilder und Medium zur Verfügung gestellt von Capelight – Alle Rechte vorbehalten.

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Ein sehenswerter Film, dem ich jedem empfehlen kann, der mal wieder fernab von Hochglanzproduktionen ein Crime-Thriller-Drama sehen möchte, welcher so richtig schön old-school inszeniert wurde.

  • Story 6.5
  • Bild 6.5
  • Ton 8.5
  • User Ratings (0 Votes) 0
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Summary
7.2 Gut

Kommentare

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