TERMINATOR: DARK FATE – Kino Review | 20th Century Fox

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Terminator Dark Fate Kino Review PlakatStory:

Sarah Conner (Linda Hamilton) hat den Tag des Jüngsten Gerichts vereitelt und das Leben von Milliarden Menschen gerettet –  doch die Menschheit ist noch lange nicht in Sicherheit, denn eine neue Gefahr soll das Leben auf der Erde endgültig auslöschen. Dafür wird erneut ein hochentwickelter Terminator (Gabriel Luna) durch die Zeit gesendet und sein Auftrag lautet, die junge Dani Ramos (Natalia Reyes) zu terminieren. Welch eventuell tragende Rolle Dani für die Zukunft spielt, ist noch unklar, aber Grace (Mackenzie Davis) – ein aus der Zukunft gesandter Cyborg – wird das mit allen Mitteln verhindern wollen. In Sarah Conner finden Dani und Grace eine weitere Verbündete im Überlebenskampf gegen den mörderischen Terminator, der unaufhaltbar seinem Ziel nachgeht.

Kritik:

Fast drei Jahrzehnte sind seit dem zugeletzt gedrehten “Terminator: Tag der Abrechnung” von James Cameron vergangen und obwohl bis heute hin drei weitere Produktionen das Licht der Welt erblickt haben, konnte ohne das Mitwirken von Cameron nie die Qualität der ersten beiden Teile erreicht werden. So hat James Cameron als Produzent nun wieder das Zepter in die Hand genommen und für “Terminator: Dark Fate” mit Unterstützung von David S. Goyer ein Drehbuch verfasst, dass nicht nur Arnold Schwarzenegger, sondern vor allem Linda Hamilton zur Rückkehr überzeugte und selbst Edward Furlong mischt mit – aber dazu später mehr. Dabei ignoriert “Terminator: Dark Fate” alle Filme seit “Terminator: Tag der Abrechnung” und führt die Geschichte von 1991 nahtlos weiter – und das soll erst der Anfang sein. James Cameron selbst hat nämlich eine Trilogie vor Augen, die bei einem Erfolg des neusten Ablegers, tatsächlich umgesetzt werden könnte – immerhin, so darf man meinen, hat man aus den Fehlern und Schwächen der anderen Terminator-Filmen gelernt, um diese bewusst zu vermeiden.
Der Regiestuhl wurde Tim Miller anvertraut, der mit einem – für Hollywood-Verhältnisse – kleinen Budget, eine sehenswerte Arbeit bei “Deadpool” vollbrachte und damit ungewollt das perfekte Bewerbungsschreiben für Cameron ablieferte – und er sollte nicht enttäuschen.

Terminator Dark Fate Kino Review Szenenbild001Der neuste Terminator fackelt nicht lange rum und sorgt für einen fulminanten Einstieg in das Geschehen, der erst für einen kurzen Schock-Moment sorgt und anschließend sich dem Adrenalin-Pegel widmet. Die lobenswerte Action lebt von der harten und kompromisslosen Inszenierung Millers, die teils auf CGI-Effekte und teils auf die klassische Handarbeit setzt. Die Sequenzen profitieren vor allem durch die richtig gesetzten Schnitte und den löblichen Kameraaufnahmen, die nicht nur das Geschehen bestens verfolgen lassen, sondern visuell das Maximum an Intensität raus holen. Dabei wird eine spannende und fesselnde Darstellung kreiert, die bei Betrachtung einen teilweise anspannen lässt. Besonders das Finale ist in puncto Action gigantisch aufgebaut worden und spielt von der Machart her in der oberen Liga mit.

Vor der Kamera harmoniert der Cast blendend zusammen und das Mitwirken von Linda Hamilton in einem Terminator seit 1991 ist sozusagen die Piemont-Kirsche auf der Sahne-Haube.

Nur schade, dass es nicht auf alle vom alten Cast zutrifft, denn der zu Anfang genannte Edward Furlong wurde grade mal ein paar Sekunden in Szene gesetzt und ob er diese tatsächlich selbst gedreht hat, ist bei der Kürze sogar fragwürdig.  Oder die noch bessere Frage wäre: Ob es der Rede wert ist, Edward Furlong – für die paar Frames – im neuen Teil anzukündigen? Sei’s drum – so gut Tim Miller die Umsetzung der Action geglückt ist und so begeisternd der Cast aufspielt, so fragwürdig ist der gebotene Inhalt – denn man hat unweigerlich das Gefühl, eher ein Remake zu betrachten, anstelle eines neuen Terminators. Schonwieder wird ein Terminator durch die Zeit zurückgeschickt und selbstverständlich darf auch hier der Beschützer wiederum nicht fehlen. Der Ablauf des Films dürfte ab jetzt jedem bekannt sein und tatsächlich gibt es darüber hinaus nichts neues zu vermelden – dabei wäre es mit den alten Figuren die beste Chance gewesen, die Geschichte – interessant gestalten – weiter zu erzählen.

Terminator Dark Fate Kino Review Szenenbild002Wie kam es doch noch zur Entwicklung der künstlichen KI, wie ist der Krieg letztendlich ausgebrochen und wie konnte die Menschheit diese Katastrophe überhaupt überleben, geschweige denn sich aus dem Schutt und der Asche gegen die Maschinen erheben? Wie konnte man die Technologie aufbringen, Waffen zu produzieren, die im Kampf gegen die Maschinen von nutzen sind oder gar einen Menschen operativ zu modifizieren und dadurch zu optimieren?

Selbst die letzten Jahrzehnte von Sarah Connor werden in einem flachen, kurzgehaltenen Dialog festgehalten und bringen nichts Wissenswertes zum Vorschein – selbiges trifft auch auf den Cyborg Grace zu. Einzig das Aufeinandertreffen mit dem T-800 brachte einige interessante Fakten mit sich und gab gleichzeitig den zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere etwas mehr Tiefe.

Bitte nicht falsch verstehen: “Terminator: Dark Fate” weiß – trotz zu lang geratenem Mittelteil – zu unterhalten und Actionfans kommen – dank Tim Millers großartiger Leistung – voll auf ihre Kosten. Aber es ist schwer zu glauben, dass James Cameron an diesem Drehbuch gearbeitet hat, denn es fehlt einfach an allen Ecken und Kanten an Kreativität und nach dem x-ten Terminator Film, hätte man sich spätestens jetzt etwas Frisches gewünscht.

Terminator Dark Fate Kino Review Szenenbild003Fakt ist, dass Tim Miller den Film vor einem Flop bewahrt und den weltweiten Terminator Fans ein sensationelles Actionspektakel geschenkt hat, der – den bereits guten Abschluss – nochmals ein gutes Ende verleiht und damit das Kapitel “Terminator” hoffentlich endgültig abschließt.

Abschließend sei noch die tolle Leistung von Synchronsprecher Bernd Egger zu loben, der Arnold Schwarzenegger seine Stimme geliehen hat und damit unter Beweis stellte, dass er definitiv in die Fußstapfen von Thomas Danneberg treten kann.
Fazit:

Tim Millers “Terminator: Dark Fate” genießt eine harte und kompromisslose Inszenierung, die in allen Belangen erhaben ist und für Begeisterung sorgt. Inhaltlich bekommt man leider nichts Nennenswertes oder Neues serviert, obwohl die Geschichte um den Kampf zwischen Menschen und Maschine so viel parat halten würde.

(Deniso)

©Bilder und Trailer 20tu Centuty Fox – Alle Rechte vorbehalten!

 

Tim Millers "Terminator: Dark Fate" genießt eine harte und kompromisslose Inszenierung, die in allen Belangen erhaben ist und für Begeisterung sorgt.

  • Story 5
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7.0 Gut

Discussion1 Kommentar

  1. Avatar

    Im Zusammenhang mit Terminator und Cameron, wage ich zu bezweifeln dass dieser hier auch nur eine Textzeile verfasst hat. Wenn überhaupt hat er eventuel einen Rahmen vorgegeben. Cameron ist doch nur noch als Namensgeber gut, aber an alte Qualitäten reicht sein mitwirken schon längst nicht mehr ran. Siehe u.a. Aluta Battle Angel, auch nicht gerade der Hit.

    Danke noch für das aufklärende Review.

Kommentare

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