Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn – Blu-ray Review | Warner Bros. | 03.07.2020

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Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2018 2019 Film Kaufen Shop News Review Trailer Kritik
Ab 09. Juli 2020 im Handel

Innerhalb von kurzer Zeit wurde aus dem Sidekick Harley Quinn einer der beliebtesten Figuren, die DC Comics zu bieten hat. Ihren ersten großen Live Action Auftritt hatte Harley Quinn in dem Film „Suicide Squad“. Der Film war zwar ein finanzieller Erfolg, wurde aber von Fans und Kritikern zerrissen. Nur bei einer Sache waren sich alle einig: Margot Robbie rockte die Rolle der Harley Quinn. Entsprechend wurde auch schnell klar, dass man ihr eine zweite Chance geben wollte, diesmal als R-Rated Film, wie es sich für eine Harley Quinn gehört, zumal aktuell die R-Rated Zeichentrickserie „Harley Quinn“ die Fans begeistert. Doch an den Kinokassen blieb „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ weit hinter den Erwartungen, nur um dann die VOD Charts zu stürmen und während der Corona-Zeit die oberen Charts Plätze beibehielt. Für uns Grund genug, den Film, nachdem wir diesen bereits im Kino gesehen haben, noch eine Zweit-Sichtung auf Blu-ray zu gönnen.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2018 2019 Film Kaufen Shop News Review Trailer KritikStory:

Der Joker hat Harley Quinn vor die Tür gesetzt. Gebrochenen Herzens und nach einiger Überwindung, mit sehr viel Alkohol, beschließt sie, wortwörtlich mit einem großen Knall dieTrennung öffentlich bekannt zu geben. Blöd nur, dass jeder nun weiß, dass der Joker sie nicht mehr beschützen wird und Harley hat sich ja mit ihrer Art viele Feinde gemacht. Als sie von Black Mask geschnappt wird und er ihr das Gesicht wegschneiden will, schlägt sie ihm einen Deal vor. Sie besorgt ihm einen speziellen Diamanten, den Black Mask schon lange sucht, und er lässt sie vorerst leben. Black Mask geht darauf ein, doch der Diamant ist in den Händen eines kleinen Straßenmädchens, und um die Sache interessanter zu machen, setzt er einen 500.000 Dollar Kopfgeld auf das Mädchen aus. Harley hinterlässt nun eine Spur der Verwüstung, um das Mädchen und somit auch den Diamanten als Erste zu erreichen.

Eindruck:

Ich muss zugeben, als ich, als großer DC Comic Fan, den Film damals im Kino sah, trat schon etwas Ernüchterung ein, was in erster Linie daran lag, dass bis auf Harley Quinn, die anderen Charaktere wenig bis gar nichts mit ihrer Vorlage gemeinsam hatten. Nun, wo ich halt wusste, worauf ich mich hier einlasse, habe ich bei der Zweit-Sichtung die Comicvorlagen mal komplett ausgeblendet und siehe da, nun konnte ich den Film auch deutlich mehr genießen und hatte tierisch viel Spaß bei dem Film.

Es gibt übrigens auch keine Verweise auf die restlichen DCEU Filme, außer auf den „Suicide Squad“ Film. Diesen muss man aber nicht gesehen haben, um „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ zu verstehen.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2018 2019 Film Kaufen Shop News Review Trailer KritikMargot Robbie rockt erneut die Rolle der Harley Quinn und man merkt auch, wie sie jede Sekunde diese Rolle genießt und die Sau rauslässt, herrlich, wie sie immer wieder die „Vierte Wand“ durchbricht und somit die Story aus ihrer total verrückten Sicht erzählt. Sie ist der Star des Films und liefert wirklich eine sensationelle One Woman Show ab. Die Story selbst an sich ist recht einfach gehalten, jedoch, um den Zuschauer auf Trab zu halten und zum Mitdenken zu animieren, wurde im Storytelling ein sehr einfacher Kniff verwendet – man erzählt die Story nicht linear. Man fängt an zu erzählen, und geht dann auf lustige Weise zwei Schritte zurück, um dann via Rückblenden zu erzählen, wie man zu der Stelle kam. Geht dann abermals wieder einen Schritt vor, wieder zwei, bzw. manchmal sogar vier Schritte zurück, um zur nächsten Rückblende zu gelangen. Regisseurin Cathy Yan nutzt diese Art der Inszenierung während der ersten Hälfte des Films und genau in dem Moment, wo man als Zuschauer denkt, dass es nun anstrengend wird, wird es linear. Auch muss man Yan zugutehalten, dass man trotz der Springerei nie die Übersicht verliert.

Die Birds of Prey kommen an sich allesamt möglichst cool und gefährlich rüber und natürlich sehr verrückt. Auch hier kann man Yan zugutehalten, dass sie nicht dem aktuellen Hollywood Trend verfällt und das Ganze zu einem Hoch auf die Frauen macht und ständig mit dem Gartenzaun auf den Zuschauer einschlägt, wie überlegen die Frauen gegenüber den Männern sind. Sie erwähnt es sogar überhaupt nicht, es ist einfach eine Story, wo sich ein Verbrecherboss dummerweise mit den verkehrten Mädels angelegt hat.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2018 2019 Film Kaufen Shop News Review Trailer KritikEwan McGregor als Bösewicht macht seine Sache super, herrlich sadistisch und psychopathisch und ist, wie alle anderen ebenfalls, mit viel Spaß dabei. Mary Elizabeth Winstead, Jurnee Smollett-Bell und Rosie Perez machen ihre Sache ebenfalls sehr gut, auch wenn die in Sachen Tiefe eher oberflächlich sind. Alle Charaktere dienen aber auch in erster Linie dazu, Margot Robbie die Bälle zuzuwerfen. Wie bereits erwähnt, ist sie der Star des Films, es ist ihr Baby, ihre Geschichte und Robbie, weiß die Bälle gekonnt aufzufangen sind, um auf verrückte Art und Weise für jede Menge absolut fantastische Situationskomik zu sorgen. Dies war genau meine Art von Humor, herrlich böse und verrückt, entsprechend habe ich auch sehr viel gelacht.

Bei „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ wird jetzt nicht nur ein verrückter Moment nach dem anderen gezeigt. Actionfans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Hier war es natürlich ein schlauer Schachzug, „John Wick“ und „Matrix“ Veteran Chad Stahelski als zweiten Regisseur nur für die Actionszenen an Bord zu holen. Mit ihm natürlich eines der besten Stuntteams der Welt im Gepäck, das 87Eleven Stuntteam und hier kann man dem 87Eleven Stuntteam nur applaudieren. Man hat sich hier selbst übertroffen. In klassischer Old School Hongkong Actionmanier werden jede Menge Martial Arts mit wirklich atemberaubenden Körpereinsatz und Stunts gezeigt, so, wie man es in Hollywood kaum noch sieht. Natürlich alles handgemacht ohne große CGI, wurde die Action optisch perfekt aufgenommen. Keine schnellen Schnitte, kein Rumgeschüttel mit der Kamera. Stattdessen lange Aufnahmen, schöne Slow Motions und absolut perfekt ausgeführte Bewegungen, mit komplexer Fightchoreografie ohne, dass die Stunt-Doubles sichtbar waren. Martial Arts Fans kommen hier wirklich mega auf ihre Kosten. Die Fights sind atemberaubend und abwechslungsreich gemacht. Es wird sich wirklich geprügelt, was das Zeug hält und dazu auch extrem hart. Was hier an Knochen gebrochen wird, macht tierisch viel Laune, zumal dank einer Dauer-gutgelaunten Harley Quinn, die Szenen noch mal sehr lustig anzuschauen sind, auch wenn “leicht” Over the Top. Hier muss auch gesagt werden, der Bodycount ist unglaublich hoch. Natürlich agieren die anderen Mitglieder der Birds of Prey ebenfalls sehr rücksichtslos und sehr brachial, was in der ansonsten seichten PG 13 Welt herrlich erfrischend ist.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2018 2019 Film Kaufen Shop News Review Trailer KritikAbsolutes Highlight in Sachen Action ist eine komplexe, herausragend choreografierte Fight Sequenz in einem Polizeirevier. Und dann ist da noch die große Endschlacht, auch hier Martial Arts pur, was einen an Hongkong Klassiker wie “Iron Angels” oder “Devil Hunter” erinnert. Oder einfacher ausgedrückt, die brutale Martial Arts Variante eines Finales von einem Bud Spencer und Terence Hill Film. Auch hier bekommt man stuntmäßig eine absolute Meisterleistung geboten, denn auch hier wurde perfekt und nie unübersichtlich choreografiert und dazu auch sehr fantasievoll, um die Mädels jede für sich wunderbar glänzen zu lassen.

Dazu gibt es zum Abschluss noch eine Verfolgungsjagd, die in Sachen Stunts noch mal ein ganz anderes Level ist, spätestens hier wird klar, warum das 87Eleven Stuntteam zu einem der besten Stunt-Teams der Welt gehört. Spätestens das ist ein Moment, wo der Actionfan aufstehen und applaudieren möchte, weil man merkt, in Sachen Action hat „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ nicht nur total überrascht, sondern verdammt gut abgeliefert.

Das Ende des Films ist dann schön rund, sehr witzig, mit zig Möglichkeiten, wie man die ganze Geschichte weiterspinnen könnte.

Bild:

Die Farbmischung des Films ist etwas wechselhaft. Mal knallbunt, Harley Quinn typisch eben, mal aber auch mit vielen Grautönen, wodurch der Schwarzwert nicht immer gut rüberkommt, trotzdem bleiben die Farben an sich auf recht hohem Niveau. Trotz vieler dunklen/kühleren Szenen, gibt es keinerlei Filmkorn, Grieseln oder Rauschen. Die Schärfe ist durchgängig auf allerhöchstem Niveau, ohne irgendwelche Unschärfen. Details wie einzelne Haare und Poren sind jederzeit sichtbar.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2019 Film Kino kaufen ShopTon:

Der deutsche Ton liegt Dolby Atmos+ True HD 7.1 vor und der englische Ton liegt in Dolby Atmos Digital Plus 7.1 vor. Auf dem Papier könnte man rein theoretisch Unterschiede hören, aber für meine menschlichen Ohren waren beide Tonspuren auf gleichem unglaublich hohem Niveau. Die Details, die man von allen Richtungen zu hören sind, sind außerordentlich. Dazu ist der Ton wirklich kristallklar. Gleichzeitig bieten beide Tonspuren sehr viel Kraft und tolle Bässe. Eine herausragende Demo Disk in Sachen Sound.

Was die Synchro angeht sind alle Sprecher sichtlich bemüht, haben aber gleichzeitig Schwierigkeiten, mit den Originalsprechern mitzuhalten. Vor allem die Margot Robbie Sprecherin schwächelt, da sie nicht die typische Harley Quinn Stimme hat, wie man Harley aus anderen Werken her kennt. Margot selbst dagegen spricht die Rolle genial, mit toller quietschen Stimme und coolem Akzent. Ebenso kommt bei der deutschen Synchro nicht so sehr rüber, dass hier in Wirklichkeit unglaublich viel geflucht wird. Also für die bessere Atmosphäre ist der englische Ton die bessere Alternative.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2019 Film Kino kaufen ShopExtras:

  • Aus der Vogelperspektive: Dieser erfrischende Blick auf den Film ist
  • voller cooler Looks, Fun Facts und Easter Eggs à la Harley, präsentiert
  • im auf die Birds fokussierten Style.
  • Verpatzte Szenen
  • Birds of Prey: Harleys kongeniale Partnerinnen: Wie die Birds zum
  • Leben erwachten
  • Zurechnungsfähigkeit ist so was von out: Alles rund um Fashion
  • Crazy Nerds: Triff Bruce, die Hyäne
  • Gothams düstere Seite: Die ungeschminkte Wahrheit über
  • Produktionsdesign
  • Romanesque: Wer ist Black Mask?
  • Roller Derby Harley

Bei dem „Aus der Vogelperspektive Feature“ kann man sich den Film anschauen, während stets Behind The Scenes Features, Interviews mit Cast und Crew und Texte eingeblendet werden. Die Texte, die eingeblendet werden, sind recht interessant und liefern einiges an Background zur Inspiration und Vorlage, wobei einiges davon dürften den meisten Hardcore DC Fans bereits bekannt sein. Bei den eingeblendeten Interviews beschreiben die Leute ihre Charaktere oder halt, woher die Crew so manche Idee her hatte, was man von den Comics übernahm und wo man einen komplett anderen Weg gegangen ist. Sehr interessant für jeden Actionfan sind dann auch die Momente, wie die Stunts gemacht werden. Auch das wird gezeigt, hierbei kommt auch die Stuntcrew zu Wort.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 2019 Film Kino kaufen ShopNeben dem Feature gibt es noch geschnittene Szenen sowie ca. 45 Minuten an weiteren Features, allesamt in HD. Die gute Nachricht ist, es gibt Informationen, die nicht im „Aus der Vogelperspektive“ Feature enthalten sind. Die schlechte Nachricht ist, einiges wird auch aus dem „Aus der Vogelperspektive“ Feature wiederholt. Die Features enthalten auch fleißig Selbstbeweihräucherung, sprich, es wird stets erzählt wie großartig alles war und wie super alles gelaufen ist. Aber in der Summe muss schon gesagt werden, auch wenn sich manches wiederholt, in Sachen Masse und Informationen, die man hier beim Bonusmaterial geboten bekommt, da könnten sich andere Titel mal eine Scheibe von abschneiden.

Fazit:

In Sachen Comicvorlage müssen Birds of Prey Fans oder DC Fans allgemein die Vorlage komplett ausblenden. Einzig Harley Quinn wurde nahezu perfekt aus der Vorlage übernommen. Der Rest dagegen ist eine recht freie Interpretation, mit komplett anderem Look und dadurch auch komplett andere Atmosphäre. Was man aber sagen muss, der Film an sich, wenn man die Vorlage ausblendet, ist ein Heidenspaß. Margot Robbie liefert eine sensationelle durchgeknallte One Woman Show ab. Verrückter geht es kaum. Es ist ein Genuss zu sehen, wie viel Spaß sie in der Rolle hat und wie sie regelrecht als Harley aufgeht. Als Actionfan kann man hier auch innerlich jubeln, in Sachen Martial Arts oder Stunts bekommt man hier ganz großes Kino geboten. Optisch spektakulär aufgenommen und gleichzeitig, wie der komplette Film, herrlich verrückt. Wer aber nun eine komplexe Story erwartet, der ist hier leider falsch, aber als reiner Fun Film gehört der Film definitiv in die Sammlung.

(Pierre Schulte)

©Bilder und Trailer Warner Bros. – Alle Rechte vorbehalten!

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  • Story 8
  • Bild 8,5
  • Ton 10
  • User Ratings (0 Votes) 0
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Summary
8.7 Awesome

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