Blumhouse’s Der Hexenclub – Blu-ray Review | Sony Pictures | 03.02.2021

Der Hexenclub Film 2020 Kinostart Shop kaufen Artikelbild

Am 12. Februar 2021 kommt „Blumhouse’s Der Hexenclub“ auf Blu-ray, DVD und digital in den Handel und wir haben schon jetzt das Review dazu:

Als 1996 der Film „Der Hexenclub“ in die Kinos startete, ahnte niemand, was der Film für einen Erfolg werden würde. Mit den damaligen Shootingstars wie Neve Campbell und Robin Tunney, sowie einem überragenden Soundtrack, wurde der Film zu einem der Kultfilme der 90er. Und wie so oft, wenn etwas Kult ist, kriegt es meist ein Remake, Reboot oder eine Fortsetzung. So geschehen 2020, wo sich die Kultschmiede Blumhouse der Sache erneut angenommen hat. Erst hieß es noch, es würde ein Remake werden, aber am Ende wurde draus eine Fortsetzung. An den Erfolg des Vorgängers konnte die Fortsetzung jedoch nicht heran reichen, denn Corona machte „Blumhouse’s Der Hexenclub“, wie so vielen anderen Filmen einen Strich durch die Rechnung. Doch eine Frage stellt sich trotzdem, kann die Fortsetzung eines 24 Jahren alten Films mit dem Original mithalten oder ist es erneut ein verzweifelter Versuch, mit einem bekannten Namen Kohle zu machen, der nach hinten losging. Wir haben den Film für euch getestet und können es euch ganz genau sagen.

Story:

Weil ihre Mutter wieder geheiratet hat, musste Lily mit ihr in eine andere Stadt ziehen. Für sie bedeutete dies eine neue Schule, ein neues Haus und 3 Stiefbrüder. Doch der Neuanfang verläuft alles andere als gut. Bereits am ersten Schultag tritt sie mit Wucht ins Fettnäpfchen und wird zur Zielscheibe ihrer Stiefbrüder. Doch mit Frankie, Tabby und Lourdes, findet sie drei neue Freundinnen der besonderen Art. Sie sind Hexen und Lily soll als vierte Hexe die Gruppe komplett machen. Als sie anfangen mit Zaubereien zu experimentieren, macht es anfangs noch extrem viel Spaß, doch dann geht ein Zauber nach hinten los und ihre Freundschaft droht zu zerbrechen.

Eindruck:

Ich habe die 96er Version zig mal gesehen und ich muss sagen, dass man hier bei „Blumhouse’s Hexenclub“ mehr als deutlich merkt, dass man das Ganze in erster Linie als Remake geplant hat. Der Verweis zum ersten Teil passiert im Grunde nur zum Schluss des Films. Vor allem während der ersten Hälfte des Films, wird im Grunde die alte Story von damals wiederholt. Nur halt in modern, mit anderem Cast und deutlich schwächerem Soundtrack. Tatsächlich ist der Soundtrack recht austauschbar geworden, mit ein bisschen Geklimper und gut ist. Was natürlich die tolle Atmosphäre, die den ersten Film so cool machte, nicht mal annähernd wiederholte. Genauso austauschbar wie der Score, ist leider auch der Cast geworden, hier wurden anstatt junger Shootingstars zwar auch junge Darstellerinnen gecastet, aber allesamt eher bekannt aus Serien, die binnen kurzer Zeit abgesetzt worden sind. Entsprechend bleibt auch kaum einer vom Cast wirklich im Gedächtnis. Wobei Hauptdarstellerin Cailee Spaeny ihre Sache schauspielerisch ganz gut macht und man ihr Gefühlschaos wunderbar ansehen kann. Leider wirkt sie aufgrund ihrer extrem zierlichen Art weniger wie ein Teenager, sondern mehr wie eine 10-12-Jährige, wodurch es nicht einfach ist, in ihr eine High School Schülerin zusehen.

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Was  gut rüberkommt ist der Zusammenhalt der Vier und auch die Magie Effekte sehen sehr gut aus. Für die Leute, die aber den ersten Film kennen, bietet die erste Hälfte nichts Neues. Einfach, weil alles nur wiederholt wird. Auch für diejenigen, die den ersten Teil nie gesehen haben, ist die erste Hälfte eher zahnlos. Ja nett anzuschauen, nie langweilig, aber irgendwie auch nichts Besonderes, um in der großen Liga mitzuspielen. Dies ändert sich aber ab der zweiten Hälfte des Filmes, wo der Film in eine komplette andere Richtung geht und nicht nur einfach wiederholt. Die Atmosphäre steigert sich merklich und es wird deutlich düsterer, wodurch auch etwas mehr Spannung entsteht. Die Story selbst bleibt aber auch ohne Vorwissen sehr vorhersehbar und auch die Wendungen sind nicht überraschend. Dies macht Laune und sorgt für ein sehr cooles und verhältnismäßig actionreiches Finale mit einem Ende, was vor allem für Fans des Vorgängers für Jubelmomente sorgt und regelrecht nach einer Fortsetzung schreit. Ob man diese erhält, ist zum aktuellen Stand leider nicht vorhersehbar.

Bild:

Das Bild ist wirklich sehr gelungen und bietet trotz vieler dunkler Szenen keinerlei Unschärfen. Details, wie einzelne Haare und Poren sind jederzeit sichtbar. Filmkorn, Grieseln oder Rauschen war nie zu sehen. Das Bild bleibt stets schön sauber. Auch die Farbmischung ist sehr gelungen.

Ton:

Der deutsche und der englische Ton liegen jeweils in DTS HD 5.1. vor und sind beide auf demselben Niveau. Beide Tonspuren bieten eine gute Kraft mit sehr guten Bässen. Details werden nicht verschluckt. Der Raumklang erweist sich als sehr detailreich. Rauschen oder Knistern war nie zu hören.

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Die deutsche Synchro erweist sich als ganz solide. Ein Großteil der Stimmen passen sogar recht gut. Nur ein paar kleine Ausrutscher sind dabei, wo die Klangfarbe der Stimmen weniger passt. Aber in der Summe ganz ordentlich.

Extras:

  • Featurette: Blumhouse-Franchise & Starke Geschichte
  • Featurette: Magische Regisseurin
  • 4 alternative Szenen (mit Einleitung von Regisseurin Zoe Lister-Jones)

Das Bonusmaterial ist komplett in HD, jedoch bemerkt man die Coronaauswirkungen. Viele Interviews sind via Videochat gemacht. Auch was die Masse angeht, kriegt man nicht wirklich viel. Beide Features bleiben jeweils unter 3 Minuten Laufzeit. Zwar gibt es auch einen netten Rückblick zum Original, aber so richtig informativ ist das Bonusmaterial nicht, eher viel Selbstbeweihräucherung. Da hätte man schon mehr draus machen können.

Fazit:

Ich muss sagen, diese Remake-Fortsetzung ist jetzt nicht so schlecht, aber für diejenigen, die das Original aus den 90ern kennen, eher überflüssig. Es erzählt mehr oder weniger dieselbe Geschichte und bietet kaum neue Facetten. Wer das Original nicht kennt, für den ist das Ganze ein recht solider Hexenfilm, den man sich gut anschauen kann, ohne, dass einem langweilig wird. Dauerhaft im Gedächtnis bleibt der Film aber sicherlich auch nicht, dafür ist das Ganze doch zu oberflächlich und zahnlos und irgendwie auch nichts Neues. Einen Vorteil gibt es aber, man braucht das Original nicht kennen, um den Film zu verstehen. Einzig die Schlussszene bietet hierzu eine Sequenz, die den Kreis zum ersten Film schließt. Mehr aber auch nicht. Aus technischer Sicht hat Sony jedoch eine herausragende Disk abgeliefert.

 

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Sony Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 6
  • Bild 10
  • Ton 10
Summary
8.7 Gut

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