DARLIN‘ Blu-ray Review | Capelight Pictures | 15.12.2019

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Daerlin Review 2019 Shop kaufenStory:

Eine völlig verwilderte junge Frau landet in einem Krankenhaus. Der Kontakt zu ihr gestaltet sich schwierig, sie spricht nicht und ihr gesamtes Verhalten ähnelt eher einem Tier. Kurz darauf kommt sie in ein katholisches Heim für Mädchen, ihre wilde instinktive Art stellt eine willkommene Herausforderung für den örtlichen Bischof dar. In der Obhut der Schwestern und besonders unter der jungen Schwester Jennifer, entwickelt sich Darlin mit sichtbarem Erfolg. Zunehmend passt sie sich der Umgebung an und findet auch langsam Kontakt zu ihren Mitschülerinnen. Doch innerlich schlummert die Vergangenheit in ihr, ein Mysterium, das sie nicht komplett unterdrücken kann. Zudem ist Darlin in jungen Jahren von einer ähnlichen Frau aufgezogen worden und diese ist mittlerweile auf der Suche nach ihr.

Daerlin Review 2019 Shop kaufenEindruck:

Ein Beitrag von Regisseurin Pollyanna McIntosh zum Fantasy Filmfest, der eine eigenständige Fortsetzung zu den Filmen „Offspring“ und „The Woman“ aus dem Jahr 2009/2011 darstellt. Es ist ihr erster Film, ansonsten stand sie überwiegend hinter der Kamera, die meisten kennen sie bestimmt aus „The Walking Dead“.

Prinzipiell ein recht gelungener Einstieg, die Story bietet einen vielversprechenden Mix aus Drama und Horror. Doch die Inszenierung ist recht holprig, die verknüpften Themen fügen sich selten konstant zusammen. Darlin´s Integration wirkt häufig unglaubwürdig und überhastet, die blutigen Rückblenden vereinfachen den Zugang nicht und wirken teils wie ein Fremdkörper. Auch der Stich gegen die katholische Kirche, inklusive Kindes- Missbrauch oder das Thema Obdachlosigkeit, werden nur oberflächlich behandelt und reißen den Zuschauer nur selten mit.

Lauryn Canny (Darlin) bietet zwar eine überzeugende Leistung, auch die Schwester Jennifer, gespielt von Nora-Jane Noone (The Descent), gefällt. Doch das war es leider schon, Bryan Batt als Bischof wirkt stoisch, aufgesetzt und recht unglaubwürdig. Gerade seine Rolle ist nicht unwichtig, doch er bildet einfach keinen akzeptablen Gegenpol zu Lauryn. Hier stimmt die Chemie nicht, ihre gemeinsamen Szenen erzeugen kaum mit Spannung.

Daerlin Review 2019 Shop kaufenFazit:

„Darlin’“ ist trotz der angesprochenen Punkte kein schlechter Film. Er bietet teils recht gute Ideen und einen gewissen Unterhaltungswert. Allerdings sollte man auch mit der richtigen Erwartung an diesen Film gehen und keinen Hochglanz-Horror Made in Hollywood erwarten. Neben den guten Ansätzen gibt es auch ein paar innovative Einfälle und ein interessantes Finale. Der Blick auf die katholische Kirche und den Bischof wirkt aber zu klischeehaft. Seine Ambitionen, das Tier in Darlin zu zähmen, mag nachvollziehbar sein, wird aber zu unspektakulär dargestellt und trägt eher einen Hauch Satire in sich. Insgesamt ein durchschnittlicher Film, hier hätte man sicherlich mehr herausholen können. Aufgrund der Unerfahrenheit der Regisseurin, ist deren Erstlingswerk dennoch solide geraten, auch weil sie ein paar positive Akzente setzen kann. Und bedenkt man hier das geringe Budget und, dass „Darlin‘“ mit eher amateurhaften Darstellern realisiert wurde, ist das Ergebnis einen Blick wert.

Das Capelight Steelbook mit 4K und Blu-ray ausgestattet, überzeugt durch ein gelungenes Artwork und einem geprägten Schriftzug auf dem Cover. Definitiv ein schönes Steelbook, das Fans begeistern wird.

Daerlin Review 2019 Shop kaufenBild:

Das Bild wirkt recht milchig, bietet aber teilweise recht ausgewogene Szenen. Insgesamt ist dennoch alles irgendwie recht farblos, von einer kräftigen Farbgebung fehlt fast jede Spur. Die Schärfe schwankt etwas, es gibt viele knackige dargestellte Einstellungen, dann wiederum, wirkt es wie schlecht fokussiert. Letztlich könnte das als Stilmittel durchaus gewollt sein, das kann ich leider nicht beurteilen. Allerdings der Kontrast und Schwarzwert können überzeugen, insgesamt ein zufriedenstellendes Bild.

Ton:

Gleich zu Beginn wabert der Bass wuchtig durch den Raum, das macht Lust auf mehr. Doch der Film bietet wenig Spielraum dafür, die Tonspur gestaltet sich eher ruhig. Überrascht zwar mit einigen dynamischen Ausbrüchen, in den eine gelungene Räumlichkeit entsteht. Doch der überwiegend ruhige Film, ist eher dialoglastig gehalten. Daher eine Abmischung, die frontlastig erscheint und selten die Rears mit einbezieht.

Extras:

  • Entfallene Szenen
  • Musikclips
  • Trailer
  • Filmtipps

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

(Hartmut Haake)

©Bilder und Trailer Capelight Pictures – Alle Rechte vorbehalten!)

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