Doctor Who - Fünfter Doktor - Zeitflug – Blu-ray Review | Pandastorm | 31.10.2020

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„Doctor Who – Fünfter Doktor – Zeitflug“ ist seit dem 25. September 2020 auf Blu-ray in der Limited Collectors Edition und seit dem 30. Oktober 2020 als Blu-ray und DVD erhältlich und wir haben das Review dazu!

Pandastorm veröffentlicht am 30. Oktober 2020 mit ihrer Limited Edition Blu-ray „Doctor Who – Zeitflug“, die Finalfolge der 19. Staffel mit Peter Davision als der mysteriöse Doctor. Ein Timelord vom Planeten Gallifrey. Mit diesem Review möchte ich ebenfalls einen Blick zurück auf Peter Davision werfen, der ein ziemlich großes Erbe antreten musste, als er in die Fußstapfen von Tom Baker trat. Baker gehört bis einschließlich heute nicht nur zu den prägendsten Doctor Who Darstellern, sondern er spielte diese Figur von 1974 – 1981 von allen Schauspielern am längsten. So kann man die Fußabdrücke die Baker hinterließ, als er aufgrund einiger Differenzen mit dem Produzenten abdankte, durchaus als riesig betrachten. Prägte er doch die Figur wie sonst keiner seiner Vorgänger oder seiner Nachfolger. Wie sich die Final Episode der 19. Season bei mir geschlagen hat und wie Pandastorms Veröffentlichung geworden ist, erfahrt ihr wie immer in den nachfolgenden Zeilen.

Doctor Who - Fünfter Doktor - Zeitflug Blu-ray Review Kritik shop kaufen Szenenbild

Inhalt:

Auf dem Weg zur Erde stolpert der Doctor wie so oft über ein neues und durchaus mysteriöses Geheimnis. Der Londoner Flughafen Heathrow vermisst ein Flugzeug, um genau zu sein nicht nur ein normales Flugzeug, sondern eine mit Mannschaft und Fluggästen voll besetzte Concorde. Gut, dass der Doctor mitten in der Abflughalle von Heathrow einen Stopp einlegt. Natürlich kann er nicht anders und beginnt mit seinen Untersuchungen. Aber der Doctor wäre nicht der Doctor, wenn er dies nicht auf außergewöhnliche Art tun würde. So ordert er gleich noch eine Concorde, um den Vorfall genauestens nachzustellen. Es kommt wie es kommen muss und der Doctor samt seiner Gefährten Teagan und Nyssa, sowie den Piloten verschwindet vom Radar des Londoner Flughafens. Die Maschine wurde von einer Art Zeitsog in die Vergangenheit gerissen. Hier wartet ein merkwürdiger Fremder namens Kalid auf den Doctor. Bei der Entschlüsselung des Rätsels trifft der Doctor unversehens auf einen alten Widersacher, der es auf die Tardis des Doctors abgesehen hat.

Meinung und Fazit:

Beginnen wir gleich mit Peter Davison, der die Nachfolge von Tom Baker antrat. Davison, der vielen älteren Zuschauern als Tristan Farnham aus der Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ bekannt sein dürfte, löste Anfang der 80er Tom Baker ab. Dabei ging Baker nicht ganz freiwillig, denn seinem Abgang ging ein Disput mit dem neuen Produzenten voraus, der die Serie neu ausrichten wollte. Diese Aufgabe gestaltete sich aber von vornherein schwer, da Baker acht Jahre lang den Doctor verkörperte und ihm einen entsprechend großen Stempel seines eigenen Charakters aufdrückte. So wurden die Fußabdrücke die Baker hinterließ von Jahr zu Jahr immer größer und Peter Davison war derjenige, der diese ausfüllen sollte / musste, da die Produzenten eine jüngere Reinkarnation wünschten. So merkt man Davison schon von Beginn der ersten Episode der 19. Staffel an, wie schwer es ihm fiel, dem Doctor seinen eigenen Stil aufzudrücken. Doch auch die Neuausrichtung machte Davison zu schaffen, da man auf der einen Seite den Umbruch merkte, auf der anderen aber noch kein stimmiges Konzept vorweisen konnte. Im Gegensatz zu Bakers Folgen, hatten die Neuen noch nicht den richtigen Dreh raus. So experimentierten nicht nur die Autoren, sondern auch Davison mit seiner Darstellung des Doctors. Bis heute ist mir nicht klar, ob Davison bewusst einen zurückhaltenden Doctor verkörpern wollte, oder ob er sich nicht so richtig in der Rolle zurechtfand. Vielleicht wollte er auch nicht zu stark auftrumpfen, um die Fans nicht zu verärgern. Rückblickend ist es dennoch kein Wunder, das viele ihn heutzutage als den schwächsten aller Doctoren sehen. Auch wenn sein Spiel nicht schlecht ist, kommt gerade in den ersten Folgen nicht allzu viel von ihm. Um genau zu sein, dreht er erst in den letzten beiden Episoden etwas mehr auf. Bezogen auf alle bisherigen und kommenden Doctoren, bleibt er in der Rolle etwas arg blass zurück und wirkt eher wie ein zurückhaltender Student, als der große Doctor.

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Kommen wir nun zur Finalfolge „Zeitflug“. Im Vergleich zu den vorigen Episoden ist „Zeitflug“ schwächer ausgefallen, was an der etwas unsinnigen Handlung wie auch den merkwürdigen Dialogen liegt. Es wirkt gerade so, als wenn die gesamte Crew inklusive der Autoren noch schnell die letzte Episode zu Ende bringen wollten, bevor man den Urlaub antrat. Dafür kann „Zeitflug“ optisch überzeugen, denn erstmals passt Davisons jugendliche Erscheinung in das Szenenbild der 80er Jahre auf der Erde. Auch die Grundidee für „Zeitflug“ ist dabei gar nicht mal schlecht, nur den recycelten Widersacher hätte es nicht gebraucht. Dafür hakt es an der Ausarbeitung der Idee, der man nicht so recht folgen kann. Eine außerirdische Kollektiv-Intelligenz als Antriebsaggregat für eine Tardis?!? Keine Ahnung was der Autor beim Schreiben geraucht hat. Auch das Ende wirkt leider überstürzt und unrund. Auch der Cliffhanger wird so offensichtlich und uninspiriert vorbereitet, dass man die fehlende Kreativität fast schon körperlich spürt. Dennoch ist „Zeitflug“ nicht so schlecht, wie es sich anhört. Als eine Episode mitten in der Serie wäre sie okay gewesen, als finale Folge mit Cliffhanger ist sie eindeutig zu schwach ausgefallen.

Betreten wir die Tardis und reisen flugs zum Fazit: „Zeitflug“ ist zwar eine anständige Episode mit einigen Schwächen, für ein Staffelfinale kommt aber leider zu wenig und die Handlung ist teils arg krude. Der Cliffhanger selbst wird dem Zuschauer ebenfalls nur vor die Füße geworfen und ist recht einfallslos. Schade, da hätten die Autoren damals wesentlich mehr aus der Story machen können, denn die Grundidee ist dabei eigentlich recht gut. Davison spielt solide, wie auch in den Folgen zuvor, schafft es aber bis zum Staffelende immer noch nicht, dem Doctor seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Er wirkt zu zaghaft, zu brav irgendwie nicht enthusiastisch genug, eher wie ein Student anstatt eines über die Jahrhunderte erfahrenen Doctors. Doch neben all der Kritik gibt es auch einiges an Lob zu verteilen und dieses geht definitiv an Pandastorm. Auch wenn „Zeitflug“ kein großes Highlight unter den Doctor Who Folgen ist, ist die Veröffentlichung von Pandastorm ein eindeutiges Muss geworden. Bei der Veröffentlichung wurde wieder ein toller Job abgeliefert, sei es vom Bild, der Synchronisation oder auch den Extras. Diese bieten einen ungeahnten Mehrwert, da durch die Interviews so vieles erklärt wird. Es macht einfach Spaß, dem inzwischen gealterten Peter Davison und Janet Fielding (Teagon), sowie Sarah Sutton (Nyssa) zuzuhören, wenn diese sich an die Drehzeit von damals erinnern. So kann ich auch diese Veröffentlichung jedem Whovian ans Herz legen, denn der Mehrwert den diese bietet, ist trotz der etwas schwächeren Episode enorm hoch.

Habt ihr den Film gesehen, wie habt ihr ihn empfunden, hat er euch gefallen, bejubelt ihr ihn oder fandet ihr ihn bescheiden, wenn nicht sogar schlecht? Teilt es uns in den Kommentaren mit oder diskutiert eure Meinung in unserem Forum.

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Bild:

Das Bild liegt wie gehabt im Format 4:3 vor und ist bezogen auf das Ausgangsmaterial wieder wirklich gut geworden. Man muss aber auch bedenken aus welcher Zeit diese Serie stammt und welche Technik zum Einsatz kam. In diesem Fall holte man vermutlich das Maximum an Schärfe heraus, ohne die damaligen Greenscreen Effekte zu arg zu betonen. Dass man da einiges falsch machen kann, zeigten schon andere Label. Der alte Green- oder Blu-Screen hatte immer das Problem mit starken Kantenflimmern um die Protagonisten, erhöhte man nun die Schärfe, verstärkte man auch diesen Effekt. Dies ist hier glücklicherweise sehr dezent geschehen, sodass dieses alte Effektmittel nicht zu stark in den Vordergrund rückt. Sobald die Darsteller vor realen Kulissen spielen, ist die Schärfe wirklich toll ausgefallen. Auch die Farben und Kontraste überzeugen. Dieses Mal traten auch so gut wie keine Verwisch- oder anders gesagt Nachzieheffekte auf. Das Bild kann man durchweg als gelungen bezeichnen.

Ton:

Der Ton liegt für Deutsch im Format PCM 2.0 vor, klingt durchweg fehlerfrei und die Dialoge sind immer klar verständlich. Hier kann Pandastorm erneut mit einer überaus gelungenen Synchronarbeit und der Soundaufbereitung des Originaltons glänzen. Surroundfetischisten werden aber wie bei den bisherigen Veröffentlichungen passen müssen.

Extras:

• Booklet mit Vorwort
• Hinter dem Sofa
• Turbulenzen
• Making of
• Mund auf Beinen
• Audiokommentar
• Trailer
• uvm

Technische Bewertungen beziehen sich immer auf das Alter und das vorhandene Ausgangsmaterial!

Wie immer möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit bedanken und hoffe wir lesen uns bei meinem nächsten Review wieder.

(Marc Maurer)

© Medium zur Verfügung gestellt von Pandastorm – Alle Rechte vorbehalten.

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7.7

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