JUDY – Blu-ray Review | Universal Pictures | 16.05.2020

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Judy 2019 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerStory:

Lang ist es her, dass Judy Garland ein vergötterter Star war, die in jungen Jahren das Publikum nicht nur als Darstellerin in der Zauberer von Oz beeindruckte, sondern auch mit ihren Gesangskünsten imponierte. Inzwischen ist sie 46 Jahre alt, quasi Bankrott und beruflich nahezu genauso am Ende. Sie lebt in Hotels mit ihren beiden Kindern und ist dem Alkohol und Tabletten verfallen. Doch es gibt etwas Hoffnung, der Theaterproduzent Bernard Delfont bietet ihr einen mehrwöchigen Job in London an. Dazu muss sie natürlich Los Angeles verlassen, ihre beiden Kinder bei ihrem Ex-Ehemann lassen und mit ihrer angeschlagenen körperlichen Verfassung das Engagement durchstehen. Ein nicht unbedingt verlockendes Angebot in ihren Augen, letztlich allerdings besser als nichts, tritt sie die Reise nach London an.

Judy 2019 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerEindruck:

Mit „JUDY“ bringt der Regisseur Rupert Goold eine Filmbiografie der Legende Judy Garland, die sowohl filmisch wie musikalisch enorme Erfolge feierte, auf die Leinwand. Er beleuchtet allerdings überwiegend die Zeit nach ihrer gelungenen Karriere und zeigt uns ebenso ihre Schattenseiten.

Natürlich ist es schwer, eine so schillernde Figur wie Judy Garland in knapp zwei Stunden entsprechend zu würdigen. So ist der Ansatz, die Biografie am Ende ihrer Karriere zu starten und mit einigen Rückblenden zu versehen, nicht die schlechteste Lösung. In den besagten Rückblenden sieht man die junge Judy Garland, wie sie am Filmset durch den MGM-Studioleiter Louis B. Mayer mehr als nur zum kommenden Star geformt wird. Hier wirkt nichts romantisch, wie die Kulisse, in der sie steht. Die Anforderungen an Judy sind enorm, der Druck auf den Teenie erscheint endlos und qualvoll. Wenige Bilder zeigen ein fröhliches Kind, dass längst schon zum Instrument der Filmindustrie umfunktioniert wurde.

Judy 2019 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerRegisseur Rupert Goold verpackt „JUDY“ in prachtvollen, wie tragischen Bildern. Mit einer eindrucksvollen Kulisse abgerundet und mit dem zeitgenössischen Setting und den ebenso treffenden Kostümen, lässt er uns in die 60er Jahre eintauchen.

Renée Zellweger (Judy Garland) verkörpert ihre Rolle mit einer Intensität, die einfach bewegt, von humorvollen Momenten, über ihre Zerbrechlichkeit bis hin zu der tragischen und selbstzerstörerischen Art, die ihn ihr schlummerte. Dazu ein lebhaftes Mienenspiel, das mehr sagt als Worte und die Last ihres Lebens widerspiegelt. Der illustre Cast ist mit Jessie Buckley, Rufus Sewell, Finn Wittrock und Michael Gambon, um nur einige zu nennen, perfekt abgestimmt und fügt sich bestens neben Renée Zellweger ein.

Fazit:

„JUDY“ ist eine Filmbiografie, die lediglich nur einen begrenzten Ausschnitt aus dem Leben von Judy Garland bietet. Sie zeigt den alternden Star, der seine Kinder abgöttisch liebt und ignoriert die Probleme von Judy nicht. Die Leistung von Renée Zellweger ist wie gesagt eindrucksvoll, die ich ehrlich gesagt, so nicht erwartet habe. Schön zu sehen, dass man noch überrascht werden kann, ob der Oscar als beste Hauptdarstellerin für Renée Zellweger verdient ist, sollte jeder für sich selbst herausfinden, meinen Segen hat sie. Die Herangehensweise von Regisseur Rupert Goold erinnert etwas an die Filmbiografie „Stan & Ollie“, die ebenfalls nach England aufbrechen, um ihre Karriere neu zu beleben. Das war es aber auch mit den Gemeinsamkeiten, „JUDY“ ist kaum ein Feel-Good-Movie, ihr jugendliches Schicksal, ihre Sucht und Einsamkeit bestimmen den Film. Ein Bild, das manche Erinnerungen an die majestätisch anmutende Judy Garland zerstören wird, dennoch ist diese Aufarbeitung einer Periode in ihrem Leben, eine sehenswerte Erfahrung. Für mich bleibt Judy Garland in der „Zauberer von Oz“ und mit dem Song „Over the Rainbow“ im Gedächtnis. Der Film „JUDY“ zeigt eindringlich, dass sie mehr war, als meine Kindheitserinnerung, ein nicht einfacher Star, dessen Tragik in jungen Jahren unverschuldet begann und sie prägte.

Judy ist somit auch ein Seitenhieb auf die Filmindustrie und was sie aus den Menschen machen kann. Renée Zellweger lässt uns mit ihrer bewegenden Darstellung mitfühlen, sie erweckt Judy Garland angemessen schillernd und mitreißend zum Leben.

Judy 2019 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerBild:

Ein überwiegend gelungenes Bild, das häufig etwas zu bläulich gefiltert wurde, daneben gibt es oftmals eine wärmere Farbgebung. Letztlich eine abwechslungsreiche farbliche Stimmung, die nicht immer natürlich wirkt, aber Stimmung des Gezeigten entspricht. Die Schärfe ist imposant und offenbart nicht nur in Renée Zellwegers Close-ups genügend Details. Bleiben der Schwarzwert und Kontrast, beide bieten kaum Anlass zur Kritik und hinterlassen eine mehr als solide Performance.

Ton:

„JUDY“ ist akustisch in erster Linie Dialog, selten werden die Rears hörenswert eingebunden, denn wie im Bild, ist der Focus bei Judy. Somit eine überwiegend zurückhaltende und frontlastige Abmischung. Die vielen Gesangseinlagen in dem Club heben sich wohltuend ab, bilden nicht nur eine Bühne, plötzlich wirkt alles dynamischer und räumlicher. Klingt insgesamt nach wenig Spaß für eine 5.1 Spur, entspricht aber dem Gezeigten und bauscht nichts unnötig auf.

Judy 2019 Film Kaufen Shop News Review Kritik TrailerExtras:

  • Featuretten
  • Interviews mit Darstellern und Crew

Testequipment:

JVC DLA-X35
Panasonic DMP UB704
Marantz AV8801 / MM7055
B&W 7er Serie 5.1

(Hartmut Haake)

©Bilder und Trailer Universal Pictures – Alle Rechte vorbehalten!

 

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