Slashed – Aufgeschlitzt – Streaming Review | Tiberius Film

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Slashed Review Prime CoverSpätestens seit der „Saw“ Reihe und der ich sag mal etwas bösen Filmreihe von Eli Roth, ist der Begriff Torture Porn als Subkategorie im Horror-Bereich bekannt. Unzählige Nachahmer folgten seit diesen besagten Filmen, manche sehr erfolgreich, andere dagegen komplett unbekannt.

Wie üblich im Horror-Bereich, gibt es auch in Sachen Torture Porn in Sachen Budget eine extrem unterschiedliche Spannbreite. Von Hochglanz Big Budget bis hin zu Low Budget Amateur Bereich ist alles dabei.2016 erschien bereits der kleine Torture Porn Film „Slashed – Aufgeschlitzt“, nun schafft es dieser Film via Tiberius Film auch nach Deutschland.

Wir konnten den Film für euch testen.

Story:

Die beiden Brüder Corey (Joe Bocain) und Jeffrey (Brian Landis Folkins) arbeiten als Sanitäter, doch nicht immer liefern sie ihre Patienten im Krankenhaus ab, stattdessen nutzen sie ihren Job, umPatienten auszuschlachten und die Organe auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Eigentlich hatten sie auch dasselbe mit der jungen Wanderin Cindy (Jenice Marshall) vor, die sich den Knöchel verstaucht hat, aber weil sie genauso aussieht wie die verstorbene Schwester der beiden Brüder, beschließen die beiden, sie als Gefangene zu behalten. Für Cindy beginnt die Hölle, deswegen ist ihr bald jedes Mittel recht, um zu fliehen.

Rodney Wilson, der bisher meist nur Kurzfilme und ein bisschen was fürs TV gemacht hat, hat diesen Film mit knapp 500.000 Dollar Budget geschaffen. Optisch wird das Ganze sehr gut kaschiert, da der Großteil innerhalb eines Raumes spielt, was dafür sorgt, dass dieser Film zu einem ganz ordentlichen Kammerspiel wird und im Grunde nur alles nur um die drei Hauptdarsteller dreht.

Slashed Review Szenenbild001Schauspielerisch sollte man aber nichts großes Erwarten. Zwar agiert keiner auf extremen Amateurniveau, aber man merkt schon, dass niemand von denen einen Oscar gewinnen wird. Bekannt von den Darstellern ist keiner, alle hatten vorher nur kleine Rollen im TV oder waren mehr oder weniger nur in Kurzfilmen zu sehen. Auch wenn man stellenweise schon sehr merkt, dass alle drei mit ihren Rollen etwas überfordert sind und alle – ich sag mal stets bemüht sind, ist das Zusammenspiel der drei ganz ordentlich, wobei man auch nicht immer denen ihre Rollen abnimmt. Joe Bocain hat z.B. Probleme den Psychopathen raushängen zu lassen, da es von seiner

Ausstrahlung nicht immer passt, da er mehr wie der freundliche Junge von nebenan rüberkommt. Wobei, wenn man an Ted Bundy denkt und wie er rüberkam, vielleicht passt es doch. Zumindest hat Bocain auch mit starkem Overacting zu kämpfen.

Janice Marshall auf der Gegenseite dagegen nutzt ihre Chance mehr oder Weniger, um sich sehr oft nackt zu zeigen, denn von allen dreien merkt man, dass sie schauspielerisch am meisten in der Rolle überfordert ist, vor allem während der zweiten Hälfte hat man Schwierigkeiten, ihr die Rolle abzunehmen.

Slashed Review Szenenbild003In Sachen Gore und Psycho sollte man sich aber als Zuschauer schon etwas wappnen, die Goreszenen sind wirklich sehr gut und es geht vor allem am Anfang sehr brutal zur Sache, egal ob Knochenbrüche oder Eingriffe am offenen Körper, es wird alles sehr expliziert gezeigt. Auch in Sachen Vergewaltigungen ist es hier sehr ausführlich und nimmt sogar keine Rücksicht auf Nekrophilie. Als Zuschauer muss man bei solchen Szenen schon etwas kämpfen, um nicht angewidert wegzuschauen.

Der Film ist zwar nicht extrem mega gorelastig, weil es mehr in Richtung Psychospielchen geht, aber eben durch diese Psychospielen gewinnt die Gewalt in diesem Film noch mal mehr an Härte und Heftigkeit, dementsprechend ist der Film jetzt nicht gerade für Zartbesaitete.

Überraschungen bietet der Film jetzt nicht, denn er ist sehr gradlinig erzählt und wenn man in dem Genre sich nur grob ausgeht, weiß man direkt, wie der Film ablaufen wird, zumal es auch sehr nach dem Baukastenprinzip funktioniert.

Fazit:

Slashed Review Szenenbild004In Sachen Torture Porn ist „Slashed – Aufgeschlitzt“ ein sehr solider Streifen geworden, besonders in Anbetracht des niedrigen Budgets und der nicht gerade hohen Schauspiellevels. Die Härte ist auf jeden Fall heftig und wirkt wie ein Schlag in dem Magen, wer als auf dieses Genre steht, kann dem Film schon mal ein Blick gönnen, aber an die großen Titel des Genres reicht „Slashed“ nicht annähernd ran. Wer es aber eher seichter mag, sollte dem Film aus dem Weg gehen.

Die FSK hatte dem Film die Freigabe verweigert, deswegen bringt Tibirius Film „Slashed – Ausgelöscht“ nur in einer zwei Minuten gekürzten Fassung auf Blu-ray, DVD und Digital heraus.

(Pierre Schulte)

©Bilder Tiberius Film – Alle Rechte vorbehalten!

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