„Spaziergang nach Syrakus“ – Sehnsucht, Flucht und die Liebe zur Heimat | Pandora Film Verleih

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Wenn das Fernweh so groß wird, dass man dafür sein Leben riskiert, und die Liebe zur Heimat so stark ist, dass man freiwillig zurückkehrt, entsteht ein zutiefst bewegendes Kinoerlebnis. Mit „Spaziergang nach Syrakus“ startet an diesem Donnerstag die Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Friedrich Christian Delius in den deutschen Kinos. Wir verraten euch, warum dieser Film eine völlig neue, faszinierende Perspektive auf die deutsch-deutsche Geschichte wirft und wie ein waghalsiger Segeltörn zum ultimativen Liebesbeweis wird.

Unter der Regie von Lars Jessen entfaltet sich ein feinfühliges Roadmovie, das die Absurditäten der DDR-Diktatur mit leisem Humor und großer emotionaler Tiefe beleuchtet. In der Hauptrolle brilliert Charly Hübner als sturer Träumer, der sich von staatlichen Grenzen nicht aufhalten lässt. An seiner Seite überzeugt Lina Beckmann als seine Ehefrau, während Thorsten Merten das hochkarätige Ensemble wunderbar abrundet. Der Film verzichtet auf klassische Flucht-Klischees und konzentriert sich stattdessen auf die universelle Sehnsucht nach Freiheit und die Verbundenheit zur eigenen Wurzel. Ein herzerwärmendes Drama, das den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Inhalt: Im Jahr 1982 lebt Paul Gompitz (Charly Hübner) ein eigentlich beschauliches Leben in Rostock. Er hat eine Datsche an der Ostsee, ein sicheres Auskommen und liebt seine Frau Anne (Lina Beckmann) innig. Doch tief in ihm brennt ein unstillbarer Traum: Er möchte unbedingt auf den Spuren des berühmten Dichters Johann Gottfried Seume wandeln und das ferne Syrakus auf Sizilien mit eigenen Augen sehen. Das gewaltige Problem an diesem Vorhaben ist die unerbittliche Realität der DDR. Sämtliche Anträge auf eine legale Ausreise – sei es für eine Studienreise oder den Besuch bei Verwandten – werden von den Behörden kategorisch abgelehnt.

Da ihm der bürokratische Weg versperrt bleibt, fasst Paul einen ebenso verwegenen wie lebensgefährlichen Entschluss. Heimlich lernt er das Segeln und bereitet über Jahre hinweg eine illegale Flucht über die Ostsee vor. Doch sein Plan unterscheidet sich maßgeblich von dem Tausender anderer DDR-Bürger: Paul will den Westen nicht als neue Heimat, sondern betrachtet ihn lediglich als Transitstrecke. Nach seiner Sehnsuchtsreise nach Italien will er zwingend in die DDR und zu seiner geliebten Anne zurückkehren. Es beginnt eine unglaubliche Odyssee, die seinen Mut und die Loyalität zu seiner Heimat auf eine extreme Probe stellt.

© Bilder und Trailer: Pandora Film Verleih – Alle Rechte vorbehalten!

Ab 20. August im Kino.
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