Wenn der Ring nicht der einzige Ort ist, an dem man um sein Überleben kämpfen muss, entsteht ein Biopic, das sprichwörtlich unter die Haut geht. Mit „That’s Why The Lady Is A Champ“ startet an diesem Donnerstag die elektrisierende Lebensgeschichte der Box-Ikone Christy Martin in den deutschen Kinos. Wir verraten euch, warum dieser intensive Film von Regisseur David Michôd das Genre des Sportdramas um eine wichtige weibliche Perspektive erweitert und wie eine furchtlose Athletin sich gegen alle gesellschaftlichen Widerstände an die Spitze kämpft.
Der australische Filmemacher beweist erneut sein Gespür für raue Milieus und gebrochene Charaktere. Dabei liefert Hollywood-Star Sydney Sweeney in der Hauptrolle als Christy eine der besten und physisch forderndsten Leistungen ihrer Karriere ab. Unterstützt wird sie von einem grandiosen Ensemble: Ben Foster glänzt als ihr manipulativer Trainer und späterer Ehemann Jim Martin, während Katy O’Brian und Merritt Wever dem vielschichtigen Drama zusätzliche emotionale Tiefe verleihen. Der Film spart die extremen Schattenseiten des Erfolgs nicht aus und bietet ein ungeschöntes, packendes Porträt über toxische Beziehungen, Selbstfindung und den brutalen Preis des Ruhms.
Inhalt: Ende der 1980er-Jahre hat es die junge Christy (Sydney Sweeney) im ländlichen West Virginia alles andere als leicht. In einer von harten Männern dominierten Welt träumt sie den fast unmöglichen Traum, professionelle Boxerin zu werden. Entgegen aller Widerstände erregt sie durch ihr unglaubliches Talent und ihre immense Schlagkraft die Aufmerksamkeit des etablierten, aber herrischen Boxtrainers Jim Martin (Ben Foster). Unter seiner harten Führung beginnt für Christy ein unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze, der sie in den 1990er-Jahren zur berühmtesten und erfolgreichsten Boxerin der Welt macht.
Doch der beispiellose sportliche Erfolg hat einen extrem dunklen Haken. Die berufliche Abhängigkeit zu Jim entwickelt sich zunehmend zu einer toxischen Ehe, die von massiver Kontrolle und psychischer wie physischer Gewalt geprägt ist. Gleichzeitig kämpft Christy innerlich mit ihrer unterdrückten wahren Identität, denn als queere Frau muss sie sich in der stark homophoben Sportszene stets verstellen. Als sie schließlich den Mut fasst, aus den extremen Missständen auszubrechen, entbrennt ein Kampf, der weit über den Boxring hinausgeht und in dem es am Ende um nichts Geringeres als ihr eigenes Leben geht.
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