The Terminal List: Staffel 1 – Streaming Review | Amazon Original

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Seit kurzem kann man die Serie „The Terminal List: Staffel 1“ auf Amazon Prime sehen und wir haben das Review dazu.

Mit „Guardians of the Galaxy“ wurde der einst pummelige unbekannte Comedian Chris Pratt über Nacht zum Superstar und Frauenschwarm. Sehr durchtrainiert brachte der Schwiegersohn von Arnold Schwarzenegger einen Kinohit nach dem anderen raus und bewies, dass er nicht nur Comedy kann, sondern auch Action. Nun nach langer Abstinenz wechselt Pratt wieder ins TV Fach zurück, und zwar mit seinem Herzensprojekt: „The Terminal List“ basierend auf der Bestseller Romanreihe von Jack Carr. Das Ganze ist nicht nur von ihm produziert, sondern auch von Amazon, die bereits mit „Reacher“ einen Romanhelden gekonnt umgesetzt haben. Doch kann die Kombo Pratt und Amazon den Erfolg von „Reacher“ wiederholen? Wir haben die Serie für euch getestet und können es euch ganz genau sagen.

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Story:

Navy Seal James Reese und sein Team geraten bei einem Einsatz in einen Hinterhalt. Sein komplettes Team wird dabei ausgelöscht und er überlebt mit einer schweren Gehirnerschütterung. Zurück in seiner Heimat widersprechen sich seine Aussage bzw. seine Erinnerungen über den Vorfall mit den Aufzeichnungen des Militärs. Reece glaubt den Verstand zu verlieren, doch als man ihn dann versucht auszuschalten und dazu seine Frau und sein Kind tötet, ist für ihn klar, er ist einer Verschwörung auf der Spur. Von Rache getrieben fängt er an, die Schuldigen zu jagen und gnadenlos zu töten.

Eindruck:

Die erste Staffel besteht aus 8 Folgen mit einer Laufzeit von 51 bis 65 Minuten und ist durchgängig erzählt. Die erste Staffel beinhaltet die Story des ersten James Reese Romans. Ich selbst habe gerade erst angefangen, die Romanvorlage zu lesen und kann bereits sagen, dass man schon so einige Details abgeändert hat, auch wenn die Grundausgangslage erst einmal gleich ist. Auch muss ich direkt sagen, in dieser Serie kriegt man nicht das mega Actionfeuerwerk geboten, wie es der Trailer vermuten lässt, sondern einen reinrassigen Verschwörungsthriller mit wohldosierter Action. Wobei, wenn Action kommt, dann richtig.

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Interessant ist aber, dass Chris Pratt hier mal nicht der nervige Sprücheklopfer ist, sondern tatsächlich absolut todernst spielt, wodurch er auch beweist, dass er tatsächlich schauspielern kann. Tatsächlich ist die Serie in erster Linie recht ruhig und baut auf Spannung und Atmosphäre. Die Verschwörung selbst ist klasse aufgebaut und sehr mysteriös. Als Zuschauer will man einfach wissen, was es mit allem auf sich hat, grübelt mit und schaut zu, wie sich die Puzzleteile langsam zusammensetzen. Wobei hierzu noch der besondere Faktor hinzukommt, dass Reece unter Halluzinationen leidet, wodurch man als Zuschauer, ebenso wie Reece selbst, nicht genau weiß, was ist echt und was findet nur in seinem Kopf statt. Das gibt dem Ganzen natürlich noch mal eine gehörige Portion Würze, zumal man auch merkt, was für ein Wrack Reece mental ist.

Wenn aber die Action kommt, dann hat es „The Terminal List“ wie gesagt in sich. Reece diskutiert hier nicht rum, sondern zerlegt ohne Rücksicht auf Verluste und sehr gnadenlos seine Gegner. Also im Grunde das komplette Gegenteil vom Starlord aus „Guardians of the Galaxy“. Definitiv sehr erfrischend. Die Action selbst ist sehr brutal dargestellt, womit die Serie definitiv nichts für Kinder ist. Dazu ist es auch sehr realistisch und schön taktisch, wodurch man merkt, dass echte Navy Seals hier an Bord waren, um die Action möglichst realistisch zu zeigen. Es geht sehr abwechslungsreich zur Sache und es gibt viele Momente, die an Ballersequenzen wie „Heat“, „Sicario“ oder Action aus „Rambo – First Blood“ erinnern. Dazu optisch auf absolutem Kinoniveau einzig eine einzige CGI Explosion sah nicht so schön aus. Der Rest ist aber extrem hochwertig, bestückt mit toller handgemachter Action.

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Überhaupt ist „The Terminal List: Staffel 1“ an sich sehr hochwertig gemacht, egal ob Ausstattung oder Look. Hier passt alles. Man merkt von der ersten Sekunde an, dass Amazon hier richtig viel Geld in die Hand genommen hat. Dazu glänzt vom Cast her nicht nur Chris Pratt, sondern auch der Rest des Casts, wie Taylor Kitsch, Constance Wu oder J.D. Prado wissen zu überzeugen. Sogar Jai Courtney als schmieriger Milliardär weiß zu überzeugen. Okay, komplex ist „The Terminal List“ nicht. Es ist ein simpler Verschwörungs-, Rachethriller. Die Serie ist auch komplett anders als „Reacher“ und tatsächlich in Sachen Qualität könnte man direkt sagen, ein neues Mega Franchise ist hier geboren, was Lust auf mehr macht.

Tja, aber dann kommen die letzten 10 Minuten der Serie, die eine Wendung liefern, womit man bis zu dem Zeitpunkt nicht rechnet, wo es bis dato auch keine Andeutungen gab. Ich selbst weiß nicht, ob diese auch im Roman so vorkommt. So weit bin ich noch nicht. Aber ganz ehrlich, diese letzten 10 Minuten, die praktisch null Sinn ergeben und gefühlt den Zuschauer einfach nur schocken will, zieht die bis dato herausragende Serie mit Wucht nach unten und sind wahrhaftig ein Schlag in die Magengrube. Zwar gibt es keinen Cliffhanger, das Ende ist rund und abgeschlossen ohne offene Fragen und ja ich wünsche mir auch noch weitere Abenteuer rund um James Reece, aber gleichzeitig wünschte ich mir auch, dass ich die letzten 10 Minuten der Staffel nie gesehen hätte.

Fazit:

Bis auf die letzten 10 Minuten ist „The Terminal List: Staffel 1“ eine herausragende Serie. Wohldosierte atemberaubende Action, optisch super hochwertig und ein Cast in absoluter Höchstform. „The Terminal List“ liefert Spannung pur ab, leider versauen die letzten 10 Minuten das komplette Sehvergnügen. Schade, aber zu einer weiteren Staffel würde ich trotzdem nicht nein sagen.
Amazon bietet die Serie in 4k an

Hier erhältlich:

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: Amazon Original – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8
  • Umsetzung 8
  • Unterhaltung 8
Summary

Wohldosierte atemberaubende Action, optisch super hochwertig und ein Cast in absoluter Höchstform.

8.0 Spannung