Dexter: New Blood – Streaming Review | CBS Television (Exklusiv auf Sky) | 16.01.2022

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Seit kurzem kann man die Serie „Dexter: New Blood“ auf SKY ansehen und wir haben das Review dazu:

Die Serie „Dexter“, basierend auf der Bestseller Romanreihe von Jeff Lindsay, gehört nicht nur zu den besten, beliebtesten und erfolgreichsten Serien des Senders Showtime, sondern hat auch TV-Geschichte geschrieben. So sehr die Serie gefeiert wurde, mindestens genauso groß war das Geschimpfe über das weniger gut gelungene Ende der Serie und auch der Cast war mit dem Ende nicht wirklich zufrieden. Nun, 7 Jahre nach dem Ende der Serie, wird die Geschichte um den freundlichen Serienkiller aus der Nachbarschaft in Form eine Miniserie fortgesetzt, natürlich samt dem Original Cast von damals. Doch kann „Dexter: New Blood“ überzeugen und das nicht gelungene Ende von damals wieder ausbügeln? Wir haben die Staffel für euch getestet und können es euch hiermit sagen.

Story:

Dexter lebt nun unter dem Namen Jim Lindsay unauffällig in einem kleinen Dorf in den Wäldern. Das Morden hat er hinter sich gelassen. Eigentlich alles total entspannt, bis er rückfällig wird und mal eben den Bad Boy des Dorfes umnietet. Etwas eingerostet, macht er natürlich auch Fehler, was das Verwischen der Spuren angeht. Doch nicht nur das stört seinen Frieden, denn es ist noch ein weiterer Serienmörder in der Stadt. Dazu taucht Dexters Sohn auf und es stellt sich die Frage: Ist Dexters Sohn genauso wie sein Vater?

Eindruck:

„Dexter: New Blood“ besteht aus 10 Folgen mit einer Laufzeit zwischen 42 und 58 Minuten pro Folge und ist, wie die Staffeln davor, durchgängig erzählt. Wer die alte „Dexter“ Serie mochte, der wird ein paar Probleme haben mit der Umstellung des Szenarios, denn aus dem warmen Miami, ist nun eine eiskalte Schneelandschaft in den Wäldern geworden. Anstelle der Großstadt rückt ein kleines Dorf in den Mittelpunkt der Serie. Auch arbeitet Dexter nicht mehr für die Polizei.

Viele Charaktere von damals sind leider nicht mehr mit dabei, dafür gibt es aber natürlich viele neue Charaktere, was natürlich auch gewöhnungsbedürftig ist. Für Neueinsteiger ohne Hintergrundwissen von „Dexter“ wird es aber auch nicht einfach, denn die Geschichte erzählt die Story der alten Serie konsequent weiter und baut auch entsprechend auf alte Ereignisse auf. Das Storytelling ist sehr ruhig geraten mit einem sehr langsamen Aufbau. Man lässt sich Zeit, die neuen Charaktere vorzustellen, sodass man nach und nach rauskriegt, wer hier irgendwie zu wem gehört, sodass man das Dorfleben besser einordnen kann.

Natürlich gibt es wieder gewohnte Elemente, wie z. B., dass man jederzeit die Gedanken Dexters hört, was ohne Frage für einen gnadenlos pechschwarzen Humor sorgt. Doch auch wenn er nach außen hin ruhig ist, ist Dexter noch immer ein ausgewachsener Psychopath. Man merkt natürlich schnell, dass es Dexter immer noch in den Fingern juckt und es in ihm brodelt, bis er quasi auf seine ganz spezielle Art aufräumt. Auch hier ist es gewöhnungsbedürftig, dass er sich zu Fehlern verleiten lässt, was natürlich im Verlauf der Staffel immer wieder für Probleme und Spannung, gleichzeitig aber auch für sehr humorvolle Gedankengänge seitens Dexters sorgt.

Womit man auch schwer warm wird, ist sicherlich Jack Alcott in der Rolle als Harrison, sprich Dexters Sohn. Typisch TV-Teenie von heute, ist er sehr depressiv und rebellisch. Natürlich auch verständlich, wenn man denkt, wie er aufgewachsen ist. Aber er sorgt dabei für keine Sympathien, entsprechend dauert es nicht lange, bis man sich fragt, wann er endlich sterben wird. Im Verlauf steigert sich „Dexter: New Blood“ von Folge zu Folge immer mehr und die Erzählgeschwindigkeit wird höher. Immer mehr Elemente von damals werden aufgenommen und entsprechend wird „Dexter: New Blood“ für die Zuschauer deutlich vertrauter. Es kommt zu immer mehr Wendungen, mehr Geheimnisse werden offenbart und auch mehr Hintergründe dargelegt, inkl. Logiklöcher.

Man er erfährt so einiges, was zwischen Staffel 8 und „Dexter: New Blood“ passiert ist, inkl. einiger kurzer Auftritte bekannter Darsteller von damals. Herrlich dabei Jennifer Carpenter als Deb, bzw. als gutes Gewissen von Dexter. Die Frau kann immer noch fluchen, wie kaum eine andere. Als Zuschauer bekommt man dann schnell das Gefühl, dass es genau wie das „Dexter“ von damals ist, als ob es nie weg gewesen wäre. Es gibt tolle Psychospiele, Katz- und Mausspiele mit den örtlichen Cops und nicht zu vergessen einen undurchdringlichen schwarzen Humor. Man weiß nicht, ob man laut lachen oder gespannt mitfiebern soll, bei dem was da abgeht.

Diese Serie ist nichts für Kinder! Dexter ist und bleibt ein Serienkiller, auch wenn zugleich ein sympathischer. Entsprechend ist sein Handwerk natürlich eher blutiger Natur. Zum Finale hin überschlagen sich dann die Ereignisse extrem, mit einer ungeheuerlichen Dramatik. Das Ende selbst ist sehr konsequent und an sich auch passend für die Serie, auch wenn es vermutlich einige geben wird, die das nicht mögen werden. Zumindest mir persönlich hat nicht nur diese Staffel, sondern auch das Ende deutlich besser gefallen, als die eher schlechtere Fassung von Staffel 8.

Fazit:

„Dexter: New Blood“ liefert uns das eigentliche Ende der Dexter Saga und macht vieles aus der gescholtenen Staffel 8 wieder gut. Trotzdem muss gesagt werden, dass diese Staffel sicherlich spalten wird, zumal das neue Szenario sowie die neuen Charaktere sehr gewöhnungsbedürftig sind. Mir persönlich hat „Dexter: New Blood“ sehr gut gefallen. Deutlich besser als die eher schlecht Staffel 8, aber natürlich auch nicht annähernd so gut, wie die überragende Staffel 4.

Hier erhältlich:

  • Dexter: New Blood

(Pierre Schulte)
© Bilder und Trailer: CBS Television – Alle Rechte vorbehalten!

  • Story 8
  • Umsetzung 7,5
  • Unterhaltung 7,5
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Summary

"Dexter: New Blood" liefert uns das eigentliche Ende der Dexter Saga und macht vieles aus der gescholtenen Staffel 8 wieder gut.

7.8 Gut

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